WiWo App Jetzt gratis testen!
Anzeigen

Krisenstrategien So kommt Ihr Depot sicher über den Urlaub

Wer als Anleger auf Wertpapiere setzt und eine kurzfristige Strategie verfolgt, muss derzeit beinahe täglich agieren. Doch mit geschickten Orders kann sich der Anleger für Kurseinbrüche wappnen und sogar Chancen nutzen.

Wer vor dem Urlaub geschickte Orders abgibt, kann die Ferien entspannt genießen. Quelle: dpa

Endlich Ferien, endlich Urlaub, den Alltag hinter sich lassen. Das klingt verlockend, doch bevor es losgeht, sollten Anleger noch einen Blick in ihr Depot werfen. Die Unsicherheit an den Märkten ist groß, was wird aus der Euro-Zone, wie entwickelt sich die weltweite Konjunktur? Da knicken selbst Standardwerte in einer Woche schon mal um mehrere Prozentpunkte ein. Doch wer sich gut vorbereitet, muss keine Angst vor bösen Überraschungen haben.

„Selten waren die Aktien- und Anleihemärkten so volatil wie in den vergangenen Monaten“, sagt René Ilius, Teamleiter Daytrading bei Cortal Consors. Wer längere Zeit keinen Zugriff auf sein Depot hat, sollte seine Werte deshalb absichern. Das gilt besonders für Anleger, die eine eher kurzfristige Strategie verfolgen. „Profis machen das schon lange, aber bei den Amateuren müssen wir noch Aufklärungsarbeit leisten“, sagt der Fachmann. In den Depots der Kunden von Cortal Consors sind gerade mal fünf Prozent der Orders mit Absicherungslimits versehen.

Arten von Kauf- und Verkauforders

Die einfachste Möglichkeit, um sich gegen Kursverluste abzusichern, ist eine Stop-Loss-Order. Sobald der Kurs unter einen bestimmten Wert sinkt, werden die Wertpapiere zum bestmöglichen Preis verkauft. „Bei vielen Anlegern herrscht jedoch der Irrglaube, dass die Aktien tatsächlich bei genau jenem Kursstand verkauft werden, der als Stop-Grenze angegeben wurde“, sagt Richard Dittrich, Leiter der Kundenbetreuung bei der Börse Stuttgart. Tatsächlich müsse man jedoch gerade bei wenig liquiden Werten damit rechnen, beim Verkauf einen geringeren Kurs zu erhalten.

„Es ist ratsam, Limits nicht bei glatten Zahlen zu setzen“, sagt Dittrich. Sonst könne es passieren, dass viele Anleger den gleichen Stop gesetzt haben und man durch den dadurch resultierenden hohen Umsatz nicht zum gewünschten Kurs rauskommt. Wer keinesfalls zu einem schlechteren Preis verkaufen möchte, muss zusätzlich ein Limit angeben. Also zum Beispiel: Verkaufen, sobald die Grenze von neun Euro unterschritten wurde, aber nur bis zu einem Wert von 8,50 Euro.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%