WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

Mark Mobius "Schwellenmärkte werden in Zukunft die Wirtschaft dominieren"

Nachdem Anleger noch im Januar reihenweise den Schwellenländern den Rücken kehrten, zeigen die entsprechenden Märkte eine deutlich bessere Performance als andere. Fondsmanager Mark Mobius prophezeit den Märkten eine glänzende Zukunft.

Der bekannte Fondsmanager Mark Mobius glaubt an eine erfolgreiche Zukunft der Schwellenmärkte. Quelle: REUTERS

Schwellenländer-Investments werden für Anleger wieder interessant. Die sogenannten Emerging Markets profitieren derzeit von der guten Konjunktur in den Industrienationen. Besonders gilt das für die europäischen Schwellenmärkte, wie Experte und Fondsmanager Mark Mobius von Franklin Tempelton Investments erklärt. "Das Nachlassen der Spannungen in der Ukraine kam russischen Aktien zugute und das Rohstoffgeschäft erhielt durch die Unterzeichnung eines Vertrags über Gaslieferungen von Sibirien nach China einen wichtigen Impuls." Auch die Türkei setze ihren starken Aufschwung nach einer schwachen Phase fort und in Ungarn kam es zu einer Rally, nachdem der Internationale Währungsfonds (IWF) ein Rettungspaket für die dortigen Finanzmärkte geschnürt hat.

Die positive Entwicklung greift auch in Asien um sich, der MSCI Emerging Market Index erzielte im Mai auf Dollar-Basis eine Rendite von 3,5 Prozent. "Den Aktienmärkten in China, Taiwan und Südkorea kamen die besseren Daten aus Branchenumfragen und die zunehmende Exportnachfrage entwickelter Märkte zugute", begründet Mobius den Anstieg.

Darauf setzt Mark Mobius bei Schwellenländern

Auch für die Zukunft ist Mobius optimistisch. "Entsprechend den aktuellen Trends sollten Schwellenmärkte in den kommenden Jahrzehnten die Weltwirtschaft dominieren", ist er sich sicher. Schon jetzt sei in Rückgang der Armut in den betroffenen Ländern deutlich spürbar. Die Chancen auf Reformen, von denen die Wirtschaft und letztlich auch die Aktionäre profitieren, seien seit Jahren nicht mehr so gut gewesen wie heute. "Auch die Pro-Kopf-Einkommen sind enorm gestiegen und die Schwellenmärkte scheinen deutlich besser in die Weltwirtschaft integriert zu sein. Sie leisten seit einigen Jahren den größten Beitrag zum globalen Wirtschaftswachstum", bekräftigt Mobius.

Was die Entwicklung der Risiken von Schwellenländertiteln anbelangt, könne man allerdings nicht sagen, dass sie kleiner geworden seien, nur weil die Chancen gestiegen sind. "Als Vermögensverwalter fällt unser Blick häufig auf Titel, die überkauft oder offenbar vom Markt ungeliebt sind und die daher eine höhere Volatilität aufweisen können. Es kommt nun darauf an, dass die Risiken durch unsere Aussicht auf potenzielle langfristige Renditen kompensiert werden", so Mobius. Allerdings sei auch China einst unter Anlegern bloß ein Geheimtipp gewesen. Heute ist es die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%