Mit neuem Gesetz Ungarn bittet Banken kräftig zur Kasse

Das ungarische Parlament hat ein neues Bankengesetz verabschiedet, das die Finanzbranche teuer zu stehen kommt. Mit dem Schritt bürdet das Land den Geldhäusern bei Fremdwährungskrediten höhere Lasten auf.

Das sind die korruptesten Länder Europas
Eine Hand reicht einen Umschlag mit Bargeld über einen Schreibtisch. Quelle: dpa/dpaweb
Maori warrior perform during an official maori welcome to Britain's royals, Prince Charles (unseen) and his wife Camilla (unseen) Quelle: dpa
An Swedish embassy employee adjusts a Swedish Quelle: dpa
The Swiss flag is projected on the international headquarters of Nestle, Quelle: dpa
A Dutch supporter, his face painted in the colors of the national flag Quelle: AP
Das Brandenburger Tor ist in den frühen Morgenstunden am 05.12.2012 in Berlin hinter einem beleuchteten Tannenbaum zu sehen. Quelle: dpa
A woman leaves a government job center in Madrid Quelle: dapd

Die ungarische Nationalbank schätzt, dass das Gesetz den Bankensektor umgerechnet rund 1,9 bis 2,9 Milliarden Euro kosten könnte. Vor der Krise hatten sich viele Ungarn vermeintlich günstige Kredite in Schweizer Franken besorgt. Diese konnten sie aber wegen des Verfalls der Landeswährung Forint nicht mehr zurückbezahlen. Die Regierung wollte die Betroffenen schonen und stattdessen die Banken als Kreditgeber zur Kasse bitten. Die Institute müssen nun die Zins- und Gebührenerhöhungen rückgängig machen.

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Die Zentralbank teilte mit, dass die zusätzlichen Kosten kein Risiko für die Stabilität des Bankensystems darstellten. Außerdem benötige keines der Institute des Landes eine beträchtliche Finanzspritze. Die österreichische Bank Erste Group hatte am Donnerstagabend ihre massiven Probleme auch auf die ungarische Regelung zurückgeführt. Das Kreditinstitut erwartet einen Rekordverlust für das laufende Jahr. Das Gesetz könnte auch die ebenfalls in dem Geschäft tätige BayernLB treffen. Sie konnte mögliche Einbußen am Freitag noch nicht beziffern.

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