Moderne Zahlsysteme Wie bargeldlos ist unsere Zukunft?

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Zahlen mit Fingerabdruck auf dem Vormarsch

So schützen Sie sich vor dem Daten-GAU
Backups anlegenDer beste Umgang mit einem möglichen Totalverlust von Daten, ist die Vorsorge. Der Ratschlag, regelmäßig Backups von wichtigen Daten anzulegen, dürfte wohl jedem Computernutzer schon einmal begegnet sein. Letztlich steht meist die Bequemlichkeit im Weg. Daher sind automatische Backup-Lösungen ratsam. Mac-User haben mit Time Machine eine Lösung dafür an Bord. Windows-Nutzer können seit Windows XP Dokumente als „Archiv“ kennzeichnen und dann über das Betriebssystem-interne Sicherungsprogramm sichern lassen. Sie finden es im Startmenü unter Zubehör, Systemprogramme, Sicherung. Dort können Sie auch die Dateien und Ordner für die automatische Sicherung auswählen. Eine ausführliche Anleitung finden Sie bei Microsoft. Noch komfortabler funktionieren automatische Backups mit dafür geeigneter Software wie Duplicati. Die Software ist leicht einzurichten und führt die Datensicherung geräuschlos im Hintergrund aus - völlig automatisch für alle ausgewählten Dateien und Ordner.   Quelle: Reuters
Regeln für die DatensicherungDie wichtigsten Regel beim Backup: Die Daten müssen auf einem anderen Datenträger gespeichert werden. Es hilft nichts, sie auf derselben Festplatte nochmals zu speichern. Auch eine Sicherung auf CDs oder DVDs ist nicht angeraten: Selbstgebrannte Silberscheiben können bereits nach weniger als zehn Jahren die darauf geschrieben Daten verlieren. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte die wirklich wichtigen Daten zusätzlich zum heimischen Backup im Internet speichern – dann sind die Daten selbst in einem extremen Fall wie einem Brand nicht verloren. Dazu eignet sich beispielsweise die Sofware Dropbox für Windows, Mac OS X und Linux. Ein Internet-Netzwerklaufwerk mit 1 GB Speicher ist dabei gratis. Zusätzlicher Bonus: Sie haben von überall aus Zugriff auf die Dateien, wo Internet verfügbar ist. Dropbox speichert die Dateien automatisch verschlüsselt. Quelle: gms
Anti-Schadprogramm-PräventionNeben den regelmäßigen Backups ist die zweite Säule der Sicherheitsstrategie im Privatbereich der Schutz vor Schadsoftware wie Viren und Würmer. „Viel hilft viel“ ist hier allerdings nicht angesagt, da sich verschiedene Anti-Viren-Scanner gegenseitig stören. Optimal ist dabei die Kombination aus drei Schutzarten: Eine Personal Firewall, die ein und ausgehende Verbindungen kontrolliert, ein Schutz gegen bekannte Schadsoftware durch stets aktualisierte Virensignaturen und eine Methode, die versucht, auch unbekannte Schädlinge aufgrund des Verhaltens zu erkennen. Die Kombination der drei Schutz-Methoden lässt sich auch kostenlos umsetzen: Als Basis-Schutz ist die Software Security Essentials 2.0 empfehlenswert, die Microsoft kostenlos zum Download anbietet. Sie hat aber keine Heuristik, hilft also nur gegen bereits bekannte Schädlinge. Daher ist eine Ergänzung um das kostenlose Tool ThreatFire sinnvoll. Die Personal Firewall stellt Microsofts Windows automatisch ab Windows XP Service Pack 2 zu Verfügung. Quelle: gms
Verhaltens-PräventionNoch wichtiger als ein stets aktueller Virenschutz ist allerdings das Verhalten des Nutzers: Führen Sie keine Dateien aus dubiosen Quellen aus und öffnen Sie keine E-Mail-Anhänge von E-Mails, die Ihnen seltsam vorkommen. Die installierte Software sollte regelmäßig aktualisiert werden. Automatischen Updates von Windows sollten in den Systemeinstellungen (Startmenü, Einstellungen, Systemsteuerung, Sicherheitscenter) unbedingt aktiviert werden. Aber auch andere Software kann Schwachstellen enthalten. Besonders gefährdet sind dabei alle Programme, die mit Daten aus dem Internet arbeiten: Browser, Browser-Plugins, Adobes Flash und der Adobe Reader für PDF-Dateien. Gerade die Programme von Adobe fielen dabei in jüngster Zeit besonders häufig durch kritische Sicherheitslücken auf. Sämtliche installierte Software auf Aktualität und Sicherheitslücken zu prüfen, ist ohne Hilfe natürlich eine Herkulesaufgabe. Zum Glück gibt es die kostenlose Software Secunia Personal Software Inspector (PSI), sie sucht automatisch nach veralteter Software. Mit dem Menüpunkt „Secure Browsing“ lässt sich außerdem nach veralteten Browser-Erweiterungen suchen. Übrigens sind diese Erweiterungen auch der häufigste Grund für Abstürze von Browsern – weniger ist daher meist mehr. Quelle: dpa
Rechner im Notfall startenSollte der Ernstfall einmal eintreten, kann froh sein, wer zuvor eine bootbare CD mit Betriebssystem gebrannt hat. Damit können Sie den Rechner starten und sich erst einmal einen Überblick verschaffen: Lässt sich die Festplatte noch auslesen? Welche Daten sind noch da? Dazu eignet sich beispielsweise die startbare Linux-Boot-CD Knoppix, die Sie kostenlos herunterladen können. Die ISO-Datei muss als Image auf eine CD gebrannt werden, was mit jedem aktuellen Brennprogramm funktioniert. Falls Windows dann eines Tages – aus welchen Gründen auch immer – nicht mehr startet, legen Sie die CD ins Laufwerk. Sollte Knoppix dann nicht automatisch starten, müssen Sie das DVD-Laufwerk eventuell erst als Start-Gerät im BIOS festlegen (direkt nach dem Start des Computers meist „Entf“-Taste oder F1 drücken). Nach dem Start des Systems begrüßt Sie eine Desktop-Oberfläche, die Windows vom Aussehen her ähnelt. Dort sehen Sie auch die eingebundenen Festplatten, wobei diese anders heißen als unter Windows. Dennoch können Sie sich so einen schnellen Überblick darüber verschaffen, welche Daten noch vorhanden sind und außerdem bestimmte Daten bereits sichern – zum Beispiel auf eine externe Festplatte. Quelle: gms
Mit der Boot-CD auf VirenjagdNoch besser als eine normale Boot-CD eignet sich eine, mit der sich das installierte Windows-System auch gleich auf Viren untersuchen lässt. Am besten dazu geeignet ist die Boot-CD Desinfec’t der Computerzeitschrift c’t, der verschiedene kommerzielle Virenscanner beiliegen. Aus lizenzrechtlichen Gründen darf die c’t die DVD leider nicht zum Download anbieten. Sie können die c’t-Ausgabe 8/2011, der eine solche DVD beilag, aber beim Heise-Verlag für 3,70 Euro plus Versand nachbestellen. Mit an Bord bei Desinfec’t sind die Anti-Schadprogramme von Kaspersky, Avira, Bitdefender und ClamAV. Nach dem Start der CD finden Sie die entsprechenden Tools in den Ordnern „Einzel-Scanner“. Ein Doppelklick auf „Viren-Scan starten“ führt auf Wunsch einen Scan mit allen angegebenen Programmen durch. Weitere Werkzeuge zur Systemanalyse finden Sie außerdem in dem Ordner „Expertentools“. Eine ausführliche Anleitung zur Virenjagd mit der DVD finden Sie direkt auf der Website des Verlags. Quelle: Public Domain
Daten verschlüsselnNicht nur der Verlust von Daten ist eine Gefahr – wenn wichtige geschäftliche oder private Daten in falsche Hände geraten, können noch viel größere Schäden entstehen. Die Gefahr ist insbesondere bei mobilen Rechnern groß. Als besonders sicher gilt die kostenlose Software TrueCrypt, die für Windows, Linux und Mac OS X verfügbar ist. Damit können sowohl einzelne Ordner als auch die gesamte Festplatte verschlüsselt werden. Selbst das FBI hat sich an TrueCrypt schön die Zähne ausgebissen: Nach fast einem Jahr musste die US-Behörde die Festplatte eines brasilianischen Bankiers zurückgeben - nach wie vor verschlüsselt.  Quelle: dpa

Für manchen Konsumenten eine Horrorvision, für andere nur lästig oder gar eine willkommene Bereicherung. „Ich zahle möglichst nur mit Bargeld,“ sagt Claudia Franke, „da behalte ich die Kontrolle, wie viel ich ausgeben kann.“ Ihre Kunden aber lässt die Düsseldorfer Unternehmerin, die unter anderem Tierpflegeprodukte auf Schulungen oder Messen verkauft, unterwegs am liebsten über ein mobiles Kartenterminal bezahlen. Den Adapter von SumUp steckt Franke an ihr Smartphone oder Tablet. Ihre Kunden können mit dem Finger auf dem Display unterschreiben, sagt sie, bekommen anschließend Quittungen per E-Mail oder SMS zugeschickt. „Am liebsten wäre mir, wenn alle mit Karte zahlen würden“, sagt Franke.

Noch einfacher wird es für Kunden, wenn sie ihre Karte gar nicht mehr aus dem Portemonnaie kramen müssen, um sie an der Kasse oder am mobilen Lesegerät scannen zu lassen. Warum nicht mit biometrischen Daten bezahlen? Sprich: mit dem Fingerabdruck? Auch das zeigen erste Versuche auf der Düsseldorfer Messe. Die Natural Security Alliance, getragen unter anderem von BNP Paribas, Crédit Agricole und Mastercard, testet hier, wie digitale Zahlungen sicherer werden können. Etwa so: Wie der Zoll bei der Einreise am Flughafen in den USA scannt ein kleines Gerät an der Kasse den Fingerabdruck des Käufers. Dann wird die Zahlung drahtlos über eine spezielle Chipkarte, die der Käufer bei sich führen muss, abgewickelt. Der Fingerabdruck dient sozusagen als fälschungssichere Unterschrift oder PIN.

Da Fingerabdruckscanner bereits in Mobiltelefonen von Samsung oder Apple verbaut sind, dürfte die Zahlung mit dem Fingertip bald an Fahrt aufnehmen. Jüngst hat PayPal dazu eine Kooperation mit Samsung gestartet.

Samstagnachmittag, ein kurzer Abstecher in ein Shoppingoutlet. Die Logos in den Läden zeigen mir, dass sie sich auf meine Visa, Mastercard oder American Express freuen. Nur finde ich bei ihnen weder Schuhe noch Hemden, die mir gefallen. Bei sonnigem Frühlingswetter soll wenigstens ein Eis das Gedrängel vor den Schaufenstern versüßen. Die Eisdiele verlangt 3,60 Euro für drei Kugeln. Eigentlich würde ich mit der Kassiererin gern über die Preise diskutieren. Ihre Aussage, dass ich nur bar bezahlen kann, nimmt mir aber die Lust. 20 Euro hatte ich am Freitag vor der Bahnfahrt für den Notfall eingesteckt. Die aber schwinden schnell dahin. Am Samstagnachmittag treibt es mich – in weiser Voraussicht – an den nächsten Bankautomaten. Ich muss meinen Notgroschen aufstocken.

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