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Mutmaßlicher Betrüger S&K-Chef springt aus dem Fenster

Der Skandal um die Frankfurter Immobiliengruppe S&K ist um eine weitere Episode reicher. Vor einer Anhörung stürzte sich Stephan S. offenbar aus einem Fenster im Landgericht und liegt nun im Krankenhaus.

Bilder aus dem Leben der S&K-Chefs
Eine große weiße Limousine
S&K-Chef Jonas Köller posiert mit einer Waffe und einer unkenntlich gemachten Frau vor einer Tür, über der steht "Get rich or die tryin´"
Teure Autos
Ein Hubschrauber mit S&K-Logo
Einer der S&K-Chefs und Mark Medlock
Jürgen und S&K
Ein Elefant und eine unkenntlich gemacht junge Frau vor teuren Autos

Stephan S., einer der beiden Chefs der insolventen Frankfurter Immobiliengruppe S&K, versuchte offenbar aus dem Gericht zu fliehen. Wie die "Bild-Zeitung" berichtet sprang der 34-Jährige aus einem Fenster im ersten Stock des Frankfurter Landgerichts. Nach dem gut sechs Meter tiefen Sturz soll er jetzt schwer verletzt im Krankenhaus liegen. Nach Angaben des Justizministeriums soll S. noch am Freitag operiert werden. Ob es sich um einen Flucht- oder Suizidversuch handelte ist bisher unklar.

Eigentlich sollte es im Landgericht zu einer Anhörung des mutmaßlichen Betrügers kommen, seit seiner Festnahme Anfang Februar sitzt Stephan S. in U-Haft. Laut dem Bericht sah der Verdächtige ein offenes Fenster im Verhandlungssaal und lief sofort los, trotz Handschellen. Die völlig überrumpelten Wachtmeister hatten den durchtrainierten Bodybuilder nicht mehr stoppen können.
Bei der Anhörung handelte es sich um einen Zivilprozess gegen eine der S&K-Gesellschaften, zu dem der ehemalige S&K-Chef vorgeladen wurde und freiwillig erschien, sein Kompagnon Jonas K. war nicht erschienen. Die Tatsache, dass es sich nicht um einen Straf-, sondern einen Zivilprozess handelte, erklärt auch das offene Fenster im Verhandlungssaal.

Gegen Stephan S. und seinen S&K-Kollegen Jonas K. wird wegen des Verdachts auf Betrug ermittelt. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt vermutet, die Immobiliengruppe habe Anlegergelder mit Hilfe eines sogenannten Schneeballsystems eingesammelt. Anleger haben einen dreistelligen Millionenbetrag in die Immobiliengruppe investiert. Die WirtschaftsWoche hatte bereits vor den Festnahmen vor den Anlagen der S&K-Gruppe gewarnt.

Die Gruppe warb mit Immobilien, die ihnen teils gar nicht gehörten oder auf denen hohe Grundschulden lasten. Laut Staatsanwaltschaft sollen die veruntreuten Anlegergelder unter anderem für den extrem aufwändigen und exzessiven Lebensstil der Beschuldigten verwendet worden sein.

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