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N26 Vom Start-up zur Bank in 18 Monaten

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So will N26 Geld verdienen

Als Anbieter kostenloser Girokonten sowie Kreditkarten setzt N26 darauf, dass ihm Kunden ihr Geld anvertrauen, um kostenfrei und mobil Zahlungsdienstleistungen abzuwickeln. Das Geschäft ist rein auf Online-Banking ausgerichtet und verzichtet vollständig auf jegliche Filialstruktur. Für seine Dienste nutzte das Berliner Unternehmen bislang die Banklizenz der deutschen Wirecard-Bank.

Das Angebot von N26: Schnelle Anmeldung, kostenfreie Kontoführung, kein Mindestgeldeingang und weltweit kostenlos Bargeld. Klingt attraktiv. So attraktiv, dass die Gründer Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal mit ihrem Bankenschreck in kurzer Zeit große Aufmerksamkeit erzeugten. Investoren wie Peter Thiel und der Axel Springer-Verlag haben sich früh an N26 beteiligt.

Geld nimmt N26 ein, wenn Kunden ihre Einkäufe bei Einzelhändlern mit der zum App-Konto gehörenden Kreditkarte bezahlen. Ein kleiner Prozentanteil des Umsatzes geht dann an N26. Nach dem gleichen Prinzip arbeiten auch andere Kreditkarteninstitute. Außerdem verdient N26 Geld an Kunden, die ihr Konto überziehen. Jedem Neukunden räumt das Fintech einen Sofort-Dispo in Höhe von 1000 Euro ein – zu einem Zins von 8,9 Prozent.

Wie eine traditionelle Bank verdient N26 am Unterschied zwischen den Zinsen, die sie Kunden zahlen und denen, die die Partnerbank Wirecard mit dem Geld verdienen kann. Inzwischen hat N26 nach eigenen Angaben mehr als 200.000 Kunden in acht Ländern Europas .

Die Kooperation mit der Wirecard Bank wird mit Erteilung der eigenen Banklizenz beendet und die Kunden-Konten sollen im zweiten Halbjahr umziehen.

Zuletzt waren die Berliner durch negative Meldungen aufgefallen, etwa nachdem das Start-up rund 400 Kunden gekündigt hatte, weil sie zu häufig Geld an Automaten abgehoben hätten. Die Firma bot das als kostenlose Dienstleistung an, übernahm die trotzdem anfallenden Gebühren. Inzwischen wurde die Zahl kostenloser Abbuchungen beschränkt.

Für die Nutzer der bisherigen Number26-Services geht der Übergang fast unbemerkt vonstatten. Das Einzige, das sich für die Kunden verändern wird, ist die Kontonummer. Daueraufträge und Ähnliches werden automatisch umgestellt.

Mit Material von dpa

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