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Nach-Corona-Blues Vermögende Anleger erwarten, dass ihr Leben „für immer anders“ sein wird

Drei von vier Anlegern geben an, durch Corona finanziell beeinträchtigt zu sein

Die Coronapandemie hat nicht nur den Alltag der Menschen aus der Bahn geworfen, sondern auch für Anleger viel verändert. Eine Umfrage zeigt, dass gerade reiche deutsche Anleger sich besonders betroffen fühlen.

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Nach seinem tiefen Absturz im März hat sich der Dax inzwischen wieder auf nahezu Vor-Corona-Werte erholt. Vermögende Anleger blicken dennoch voller Bedenken auf die Zukunft, wie eine neue Umfrage der Schweizer Großbank UBS zeigt. Dabei fühlen sich deutsche Anleger offenbar besonders stark betroffen: 84 Prozent geben an, dass ihr Leben nach der Coronapandemie für immer anders sein wird. Im weltweiten Schnitt sind es 75 Prozent.

Fast drei von vier befragten deutschen Anlegern spüren demnach finanziell die Folgen der Pandemie, jeder Vierte sogar deutlich. Wie hoch indes die Verluste sind oder ob es gar Fälle gibt, in denen die Konsequenzen positiv ausfallen, hat die UBS nicht erhoben.

Klar ist, dass vergleichsweise große Summen im Spiel sind. Befragt wurden keine Kleinanleger, sondern nur vermögende Investoren. Anleger zwischen 25 und 30 Jahren müssen mindestens 250.000 US-Dollar in Vermögenswerte investiert haben, um sich überhaupt für die Befragung zu qualifizieren. Bei 31- bis 39-Jährigen sind es mindestens 500.000 US-Dollar und bei mindestens 40-Jährigen gar mindestens eine Million Dollar. Befragt wurden Investoren aus 15 Ländern, darunter 188 aus Deutschland.

„Covid-19 hat die Sichtweise der Anleger auf die Welt verändert“, urteilt Maximilan Kunkel, Chefanlagestratege der UBS in Deutschland. Die Anleger sorgten sich vermehrt um ihre Gesundheit sowie ihre Familie. Auch die Anlagepräferenzen hat Corona beeinflusst: Laut Kunkel hat nachhaltige Vermögenssicherung deutlich an Bedeutung gewonnen.

Besonders stark von Corona betroffen sind der Umfrage zufolge junge Anleger. 82 Prozent der vermögenden Junganleger geben an, dass die Pandemie die Art verändert habe, wie sie über Geld dächten. Bei der älteren Generation der Babyboomer sind es gerade einmal 42 Prozent.

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    Ebenfalls knapp vier von fünf Millennials befürchten laut Umfrage, nicht genug Geld für eine etwaige erneute Pandemie zurückgelegt zu haben. Bei den Babyboomern sind es nur 24 Prozent.

    Nun könnte man annehmen, dass mehr Ältere vermögend genug sind, um die Kriterien der UBS zu erfüllen, ihre Gruppe also deutlich größer ist. Doch weit gefehlt: Weltweit stehen knapp 1000 befragten „Boomern“ ganze 1800 „Millenials“ gegenüber. Das liegt vor allem an der weit gefassten Definition: Alle Befragten unter 40 Jahren fallen in diese Kategorie.

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