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Nikkei im Höhenflug Go East - Was am japanischen Aktienmarkt zu holen ist

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Hausse wie beim Dax?

Die größten Pleitestaaten der Welt
Norwegische Insel Quelle: dpa
Reichstag Quelle: dpa
Gracht in Amsterdam Quelle: AP
Akropolis Quelle: AP
Brunnen am österreichischen Parlamentsgebäude Quelle: dpa
Schweizer Flagge Quelle: dpa
Big Ben und Westminster Abbey Quelle: REUTERS

Aber spätestens im April, wenn sein Nachfolger den Chefposten in der Zentralbank einnimmt, könnte sich das ändern. „Das wird ein entscheidender Moment für die japanische Wirtschaft“, sagt Bernhard Esser, Analyst bei HSBC Trinkaus. Zwar kursierten bisher keine Namen für mögliche Nachfolger. Allerdings erwarten die meisten Beobachter, dass Abe einen eindeutigen Befürworter der expansiven Politik ins Amt heben wird.  

Bleibt die Frage, ob die Märkte auch langfristig von der Geldschwemme profitieren. Wird der Nikkei eine ähnliche Hausse wie der Dax erleben? Möglicherweise ja, denn Anleger orientieren sich vermehrt von den Anleihemärkten hin zu den Aktienmärkten. Bereits seit Mitte September hat der japanischen Yen gegenüber dem Dollar kontinuierlich abgewertet, das verbessert die Wettbewerbsfähigkeit der japanischen Unternehmen gegenüber ihren ausländischen Konkurrenten. „Der Risikoappetit der Anleger hat wieder zugenommen“, sagt Esser. Währungen wie der Yen oder der Schweizer Franken hätten als vermeintlich sicherer Hafen etwas an Bedeutung verloren.

Anleger sind wieder risikobereiter, das treibt sie zurück in Aktien. Analyst Esser geht davon aus, dass der Höhenflug des Nikkei noch eine Weile anhalten dürfte. Der Index werde in den nächsten Monaten von der erhöhten Liquidität in den Märkten profitieren.

Aktuell sind es vor allem Unternehmen der Finanzbranche, die von der angekündigten Geldschwemme profitieren. Die Aktien der Mitsubishi UFJ Financial, Japans größter Bank, legten seit Mitte Dezember immerhin um satte elf Prozent zu. Langfristig dürften auch Exporttitel zu den Gewinnern des Aufschwungs zählen. Durch den geschwächten Yen können Unternehmen wie Toyota, Nissan oder Panasonic ihre Ware im Ausland günstiger verkaufen. Die Aktien des Elektronikriesen kletterten seit Anfang Dezember um rund 33 Prozent. Allerdings sollten Anleger sich genau ansehen, wie exportorientiert das jeweilige Unternehmen eigentlich ist, bevor sie in die entsprechenden Aktien investieren.

Denn viele japanische Unternehmen haben ihre Produktionsstätten mittlerweile im Ausland. Autobauer wie Toyota beispielsweise produzieren teilweise in Thailand, Panasonic hat Werke in China und Korea. Da in dem Fall Produktionskosten im Ausland entstehen, bringt der schwache Yen den Unternehmen nicht nur Vorteile.

Nicht nur deshalb sind Analysten skeptisch, wenn es um die japanischen Märkte geht. „Zwar wird der niedrige Kurs des Yen die Exporte sicherlich antreiben“, sagt Commerzbank-Analyst Wagner. Ein derartiger Anschub der Ausfuhren könnte bei einer exportorientierten Wirtschaft wie der japanischen durchaus auch gesamtwirtschaftlich für Schwung sorgen.

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