Öffnung für Investoren Carsten Maschmeyer für alle

Bereits letztes Jahr hat der Finanzinvestor und Ex-AWD-Chef Carsten Maschmeyer bekannt gegeben, seine privaten Investmentfirmen für Dritte öffnen zu wollen. Jetzt hat die BaFin grünes Licht gegeben.

Der Unternehmer Carsten Maschmeyer darf seine Investmentgesellschaften nun für dritte öffnen. Quelle: dpa

Mitte Juli vergangenen Jahres kündigte der millionenschwere Finanzunternehmer und langjährige AWD-Chef Carsten Maschmeyer an, seine beiden privaten Investmentfirmen Alternative Strategic Investments (Alstin) und Paladin für Investoren öffnen zu wollen. "Wir werden uns für Dritte öffnen. Wir sind in Vorbereitung, die Lizenzen zu besorgen", erklärte Maschmeyer damals in einem Interview mit "Capital". Er plane allerdings, Investoren lediglich projektbezogen zu beteiligen. Das Engagement solle "nicht unter fünf Millionen Euro" betragen, um die Gesellschafterstruktur nicht zu verkomplizieren.

Mittlerweile hat die Finanzaufsicht BaFin ihr Okay für die Paladin Asset Management gegeben, die notwendigen Lizenzen liegen also vor. Investoren mit dem nötigen Kleingeld können sich also künftig am Maschmeyerschen Imperium, das unter anderem den Fahrradhersteller Mifa, dem Pharmahersteller Biofrontera oder den Küchenbauer Alno umfasst, beteiligen. Die Öffnung des Beteiligungsunternehmens Alstin wird eine Öffnung für Investoren weiter angestrebt.

Seine Firmen Paladin und Alstin verwalten bislang Maschmeyers eigenes Vermögen. Bei Paladin, von Maschmeyer als seine "Handelsabteilung" bezeichnet, liege zurzeit ein "neunstelliger Betrag und die erste Zahl ist keine Eins". Paladin setze auf unterbewertete Aktien und ist an vielen börsennotierten Firmen beteiligt. Alstin steige dagegen ausschließlich bei Unternehmen ein, die nicht an der Börse notiert und somit für andere Investoren nicht zugänglich sind. Beteiligungsschwerpunkte seien Unternehmen aus den Branchen erneuerbarer Energien, Medizintechnik und Internet.

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In seine alte Branche Finanzvertrieb will Maschmeyer nicht mehr zurückkehren, sagte er weiter. Vor sechs Jahren hatte er bereits seine AWD-Anteile an den Schweizer Lebensversicherer Swiss Life verkauft und sich von weiteren Beteiligungen getrennt. "Selbst meinen Anteil an MLP habe ich längst auf null reduziert", erklärte er gegenüber dem Wirtschaftsmagazin Capital.

Maschmeyer sieht sich als "antizyklischer Risikostreuer", der nie alles auf ein Pferd setzt und nicht mit der Masse geht. So habe er den Facebook-Hype nicht mitgemacht, da das Kurs-Gewinn-Verhältnis nicht mehr zu verantworten war. Bei Sachwerten setzt er auf physisches Gold und Wohnimmobilien. Selbst mit Bundesanleihen habe er viel Geld verdient: "Ich konnte mir früher gar nicht vorstellen, dass so ein Papier, zum richtigen Zeitpunkt gekauft, wegen der ständig sinkenden Zinsen auf einmal 140 Prozent wert ist."

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