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Öl, Gold, Kakao Politische Krisen verteuern Rohstoffe

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Umfrage von Inverto

Der Blick der Investoren und Unternehmen ist nun einmal mehr auf China gerichtet. Dort hat der chinesische Premierminister Li Keqiang hat überraschend deutlich klar gemacht, dass die Regierung ein Wirtschaftswachstum von unter 7,5 Prozent nicht akzeptieren werde. „Um dieses Ziel zu erreichen, müssen zum Beispiel die Investitionen in Sachanlagen erhöht werden“, glaubt die Commerzbank, „wodurch die Nachfrage nach Metallen und deren Preise steigen sollten.“

Die Goldpreisprognosen der ängstlichen Analysten
Goldbarren Quelle: dpa
Goldman SachsDer Goldpreis wird im kommenden Jahr wahrscheinlich um mindestens 15 Prozent sinken. Zu dieser Einschätzung kommen die Analysten von Goldman Sachs in einer Studie. Sie sehen trotz eines beschleunigten US-Wirtschaftswachstums erhöhte Abwärtsrisiken für Rohstoffe. Die Preise für Gold, Kupfer und Sojabohnen werden demnach auf das niedrigste Niveau seit 2010 sinken. Die Goldman-Sachs-Analysten gehen beim Goldpreis von einem Rückgang bis Ende nächsten Jahres auf 1050 Dollar je Unze aus. Stand: 22. November 2013 Quelle: REUTERS
Die Schweizer Bank UBS prognostiziert im Jahresdurchschnitt für 2013 einen Goldpreis von 1396 Dollar je Unze. 2014 soll dann ein Durchschnittspreis von 1435 Dollar je Unze erreicht werden. Damit nahm die Bank ihre Prognose für das laufende Jahr um neun und für das kommende Jahr um zehn Prozent zurück. Stand: 25. Juni 2013 Quelle: REUTERS
Morgan StanleyFür 2013 geht die US-Bank nun von 1409 Dollar je Unze aus, nachdem es zuvor noch 1487 Dollar gewesen waren. Für 2014 rechnen sie mit 1313 Dollar je Unze, zuvor waren es 1563 Dollar. Für 2015 nahmen sie die Prognose von 1450 auf 1300 Dollar zurück. Stand 25. Juni 2013 Quelle: dapd
HSBCDie größte Bank der Welt senkte ihre Prognose für den Goldpreis auf einen Jahresdurchschnitt von 1396 Dollar je Unze in 2013 und 1435 Dollar für 2014. Damit senkte sie ihre alten Prognosen um neun bzw. zehn Prozent. Stand: 25. Juni 2013 Quelle: REUTERS
RBC Capital   Prognose am 1. Januar: 1275 Dollar / Unze (Goldpreis am 1. Januar: 1675 Dollar / Unze) Prognose am 11. April: 1275 Dollar / Unze (Goldpreis am 11. April: 1561 Dollar / Unze) Prognose am 28. Mai: 1275 Dollar / Unze (Goldpreis am 28. Mai: 1383 Dollar / Unze)   Alle Prognosen beziehen sich auf den erwarteten Goldpreis im vierten Quartal 2013. Quelle: Bloomberg; Stand: 28. Mai Quelle: REUTERS
Danske Bank Quelle: PR

Nach der jüngsten Erhebung der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) dominiert China aber nicht nur bei der Verwendung von Rohstoffen, sondern auch bei der Produktion. „Das asiatische Land hat im Jahr 2010 Rohstoffe im Gesamtwert von etwa 118 Milliarden US-Dollar produziert“, heißt es bei der BGR und belege damit Rang eins. Der Wert der Raffinadeproduktion habe sogar zirka 625 Milliarden US-Dollar betragen.

Damit liege China vor Brasilien, Australien, der Russischen Föderation und Chile. Die Krux: „China verbraucht den Großteil seiner produzierten Metalle und Minerale selbst und ist zusätzlich mit Abstand der weltweit größte Importeur“, ergab die Studie der BGR.

Deutschland belegt in dem nun vorgelegten Ländervergleich hinter dem Iran und noch vor Argentinien Rang 16. Unter anderem dank der Produktion von Kali- und Steinsalz habe die Bundesrepublik bei den Reserven, Ressourcen und der Bergbauproduktion jeweils einen Platz im oberen Mittelfeld erreicht. Dennoch bleibt Deutschland von Importen abhängig. Beispiel Kupfer: Das Industriemetall macht laut BGR rund 34 Prozent der Importe mineralischer Rohstoffe aus.

Börse



Diese Importabhängigkeit schlägt bis auf die Unternehmensebene durch. Schließlich kann die Verknappung von Rohstoffen einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf das Geschäftsergebnis haben. Die auf Rohstoffe spezialisierte Unternehmensberatung Inverto geht daher zusammen mit dem Handelsblatt erneut der Frage nach, wie die Rohstoffmanager deutscher Unternehmen darauf reagieren.

Angesprochen sind Geschäftsführer, Einkaufsleiter und strategische Rohstoffeinkäufer zum aktuellen Status ihres Rohstoffmanagements. Nehmen Sie teil und beantworten Sie den Fragebogen unter www.inverto.com/rohstoffstudie

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