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Permanente Crash-Gefahr Das Ende der freien Märkte

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Mit einem Fuß im Bankenlager

Die zehn größten Euro-Lügen 2013
Francois hollande Quelle: dpa
Mario Draghi Quelle: dpa
José Manuel Barroso Quelle: REUTERS
Wolfgang Schäuble Quelle: AP
Martin Schulz Quelle: REUTERS
Antonis Samaras Quelle: dapd
Jean-Claude Juncker Quelle: dpa

Selbst die für jedermann sichtbarsten Fälle versanden im Niemandsland. Ein gutes Beispiel ist Henry Paulson: Im Juli 2006 wechselte Paulson übergangslos von der Spitze von Goldman Sachs an die Spitze des US-Finanzministeriums. Während seiner Amtszeit bis Januar 2009 wusste man nie so genau, für wen Paulson gerade tätig war - für den amerikanischen Steuerzahler oder für seinen ehemaligen Arbeitgeber, der stets wohl behütet, gut informiert und bestens positioniert war. Paulsons Amtsnachfolger Tim Geithner stand ebenfalls stets mit einem Fuß im Bankenlager. Als Präsident der Federal Reserve Bank von New York und Vizepräsident des für die Geldpolitik verantwortlichen Offenmarktausschusses FOMC hatte Geithner gar nachweislich im August 2007 streng vertrauliche Informationen über eine bevorstehende geldpolitische Entscheidung der US-Notenbank weitergereicht an Ken Lewis, dem damaligen Chef der Bank of America.

Nur Gutgläubige bringen die auffälligen Aufwärtsbewegungen des US-Aktienmarktes schon lange vor den offiziellen Ankündigungen neuer Liquiditätsrunden in Zusammenhang mit der Fähigkeit der Märkte zur Antizipation. Die vorzeitige Veröffentlichung des jüngsten FOMC-Sitzungsprotokolls in der vorvergangenen Woche ist ein weiterer Hinweis auf einen sehr vertrauensvollen Umgang zwischen US-Notenbank und Wall Street.

Schwindendes Vertrauen

Die Sitzungsprotokolle sind wegen ihrer marktrelevanten Informationen in der Finanzwelt begehrt. Die Geheimhaltung dieser Protokolle bis zum offiziellen Veröffentlichungstermin ist essentiell für das Vertrauen der Anleger in die Chancengleichheit und das Funktionieren der Finanzmärkte. Wenn die Fed ihr viel beachtetes Protokoll irrtümlicherweise einen Tag vor der geplanten Veröffentlichung per E-Mail an 154 Adressen, hauptsächlich an Mitarbeiter von Großbanken wie Goldman Sachs, Citigroup oder UBS verschickt, sind grundsätzliche Zweifel an der Geheimhaltung dieser Protokolle erlaubt.

Für die Schützenhilfe könnten sich die Banken mit allerlei lukrativen Gefälligkeiten bedanken. Man muss kein Anhänger von Verschwörungstheorien sein, um zu erkennen, dass haussierende Preise der Alternativwährung Gold nachlassendes Vertrauen in Papierwährungen und in das Finanzsystem dokumentieren – und dass weder Regierungen noch Zentral- und Geschäftsbanken daran ein Interesse haben. Ein schockartiger Goldpreiseinbruch dagegen verbreitet Verunsicherung und hält potenzielle Investoren auf Distanz zum sicheren Hafen.

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