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Pleitewelle rollt Weitere Insolvenzen im S&K-Skandal

Immer mehr Pleiten im Fall S&K. Mit der Asset Trust AG und der Deutsche Sachwert Emissionshaus AG müssen zwei weitere in den Skandal verstrickte Unternehmen Insolvenz anmelden.

Bilder aus dem Leben der S&K-Chefs
Eine große weiße Limousine
S&K-Chef Jonas Köller posiert mit einer Waffe und einer unkenntlich gemachten Frau vor einer Tür, über der steht "Get rich or die tryin´"
Teure Autos
Ein Hubschrauber mit S&K-Logo
Einer der S&K-Chefs und Mark Medlock
Jürgen und S&K
Ein Elefant und eine unkenntlich gemacht junge Frau vor teuren Autos

Der Skandal um die Frankfurter Immobiliengruppe S&K zieht immer weitere Pleiten nach sich. Vor wenigen Tagen haben zwei weitere in den Fall verstrickte Fondshäuser, die Asset Trust AG sowie die Deutsche Sachwert Emissionshaus AG, beim Amtsgericht Regensburg Insolvenz angemeldet. Dies hatte das "Manager Magazin" online berichtet.

Beide Unternehmen waren wichtige Partner von S&K, die Asset Trust AG etwa sammelte Anlegergelder mit Hilfe von Lebensversicherungen ein. Bestehende Policen wurden gekündigt, die Erlöse flossen in Geschäfte der S&K-Gruppe. Auch Anlegergelder der Deutsche Sachwert Emissionshaus AG flossen in die Frankfurter Immobiliengruppe.

Mit einer Pleite sind die beiden Unternehmen in bester Gesellschaft. Erst in der vergangenen Woche wurde bekannt, dass die Münchener DCM AG Insolvenz anmelden musste. Das Unternehmen war ebenfalls im Rahmen des S&K-Skandals in die Schlagzeilen geraten, da S&K Teile von DCM übernommen hatte. Entsprechend wurden bei der bundesweiten Razzia im Februar auch Räume zweier ehemaliger DCM-Töchter durchsucht. Zuvor musste bereits das Hamburger Emissionshaus United Investors Insolvenz anmelden. Auch die Hamburger waren eng mit S&K verbandelt, unter anderem legte United Investors Fonds für die Frankfurter Immobiliengruppe auf.

Die Frankfurter Staatsanwaltschaft ermittelt gegen S&K wegen des Verdachts auf Betrug und Untreue. Der Verdacht der Staatsanwaltschaft: Die Unternehmensgruppe habe tausende Anleger um einen dreistelligen Millionenbetrag gebracht, in dem sie ein Schneeballsystem aufgezogen habe und Anlegergelder für einen exzessiven Lebensstil zweckentfremdet wurden. Die WirtschaftsWoche hatte bereits Ende Januar berichtet, dass S&K Immobilien in ihren Referenzen aufführte, die die Gruppe gar nicht besaß.

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