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Provision erhalten Geschönte S&K-Berichte - "Finanzwelt"-Chefin tritt zurück

Noch kurz vor der Durchsuchung bei der S&K hat die Herausgeberin des Magazins "Finanzwelt" von der Immobiliengruppe eine Provision bekommen. Jetzt tritt sie zurück.

Bilder aus dem Leben der S&K-Chefs
Eine große weiße Limousine
S&K-Chef Jonas Köller posiert mit einer Waffe und einer unkenntlich gemachten Frau vor einer Tür, über der steht "Get rich or die tryin´"
Teure Autos
Ein Hubschrauber mit S&K-Logo
Einer der S&K-Chefs und Mark Medlock
Jürgen und S&K
Ein Elefant und eine unkenntlich gemacht junge Frau vor teuren Autos

Die skandalgeschüttelte Immobiliengruppe S&K hat an eine einzelne Journalistin zwischen Januar 2012 und Februar 2013 mehr als 100.000 Euro gezahlt. Dorothee Schöneich, die Herausgeberin des Anlegermagazins „Finanzwelt“, erhielt sogar noch wenige Tage vor der Durchsuchung der Immobiliengruppe Provisionen von S&K. Wenige Stunden, nachdem das Handelsblatt die Einzelheiten ihrer Beziehung zu S&K veröffentlichte, trat Schöneich am Montag zurück.

„Unsere Mandantin Frau Dorothee Schöneich weist Spekulationen zurück, sie habe zugunsten der S&K-Unternehmensgruppe Einfluss auf die redaktionelle Berichterstattung des Magazins „Finanzwelt“ genommen oder das Gebot der Trennung von Werbung und redaktioneller Berichterstattung missachtet, zurück“, schreibt Schöneichs Anwalt, Philipp von Mettenheim von der Kanzlei OMG Rechtsanwälte. „Im Interesse des Vertrauens in das Magazin ,Finanzwelt' tritt unsere Mandantin mit sofortiger Wirkung bis zur endgültigen Klärung der Vorwürfe als dessen Herausgeberin zurück und bereitet ihre Abberufung als Geschäftsführerin vor.“

„Beratung zu und Empfehlung von neuen Vertriebspartnern“ für S&K

Dem Handelsblatt liegt eine Liste mit Provisionsauszahlungen vor. Am 12. Februar, da hatte die Staatsanwaltschaft Frankfurt bereits die richterliche Genehmigung zur Durchsuchung, gingen 4657,26 Euro aus der S&K Gruppe an die 3F Company Verwaltungs GmbH, eine Firma, bei der Schöneich Geschäftsführerin ist und die dieselbe Adresse hat wie Schöneich privat.

Das Geld floss für die „Beratung zu und Empfehlung von neuen Vertriebspartnern“ für die S&K. Dies geht aus einer Vereinbarung zwischen S&K und Schöneich hervor, die dem Handelsblatt ebenfalls vorliegt. Schöneichs Provision wird darin als „Bringerbonus“ bezeichnet. Dieser ist definiert als ein Prozent des durch den vermittelten Vertriebspartner erzielten Umsatzes. 2012 bekam Schöneich einen Bringerbonus von 35.623,82 Euro, außerdem ein Fixum von 5.000 Euro pro Monat.

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