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Quartalsbilanz JPMorgan verdient mehr als fünf Milliarden Dollar

Wegen geringerer Kosten für Rechtsstreitigkeiten hat JPMorgan im vierten Quartal 2013 wieder glänzend verdient. Der Überschuss sei allerdings um 16 Prozent auf 17,9 Milliarden Dollar gefallen.

Diese Banken verdienen am besten am Aktiengeschäft
Platz zehn: HSBC Holdings Wie auch im Jahr 2011 belegt die britische HSBC Group den zehnten Platz im Bloomberg-Ranking der größten Aktienverkäufer. 1,1 Milliarden Dollar Provision nahm die Gruppe, die in Deutschland durch die HSBC Trinkaus vertreten ist, aus Aktienverkäufen ein. Im Jahr 2011 waren es noch 1,01 Milliarden Dollar. Quelle: REUTERS
Platz zehn: RBC Capital Markets Ebenfalls 1,1 Milliarden Dollar Provision nahm die Royal Bank of Canada im Jahr 2012 ein - und teilt sich somit mit der HSBC den zehnten Platz. Für die Kanadier ist das eine Verbesserung. 2011 belegte die Bank nach Provisionsvolumen noch den zwölften Rang. Quelle: REUTERS
Platz neun: UBSDie Schweizer Großbank UBS verdiente im vergangenen Jahr fast zwei Milliarden Dollar mit Aktiengeschäften. Im Jahr davor waren es noch 1,6 Milliarden Dollar. Quelle: REUTERS
Platz acht: Barclays CapitalAuch die britische Barclays konnte 2012 mehr Provisionen aus Aktiengeschäften verbuchen als noch im Jahr zuvor, auch wenn sich dadurch an der Platzierung im Ranking nichts geändert hat. 2011 gab es für ein Provisionsvolumen in Höhe von 2,19 Milliarden Dollar genauso den achten wie Platz wie 2012 mit 2,28 Milliarden Dollar. Quelle: AP
Platz sieben: Credit SuisseFür die Credit Suisse ging es dagegen einen Platz hinunter: Obwohl die Bank im Jahr 2012 2,34 Milliarden Dollar Provisionen verbuchen konnte, statt der 2,26 Milliarden im Jahr 2011 reichte es im aktuellen Ranking der größten Aktienverkäufer nur für Rang sieben. Quelle: REUTERS
Platz sechs: Deutsche BankDas Jahr 2012 ist für die Deutsche Bank nicht gut gelaufen: Im vierten Quartal 2012 musste das Geldhaus einen Nettoverlust von 2,15 Milliarden Euro verbuchen. Auf das Jahr gerechnet erzielte die Bank einen Gewinn vor Steuern von 1,4 Milliarden Euro, im Jahr 2011 waren es noch 5,4 Milliarden Euro. Dafür lief das Aktiengeschäft der größten deutschen Bank gut: Weltweit nahm sie rund 2,6 Milliarden Dollar an Provisionen aus Aktienverkäufen ein. Im Jahr davor belegte die Deutsche Bank zwar noch den fünften Platz, dafür fielen die Provisionen mit 2,29 Milliarden Dollar geringer aus. Quelle: dpa
Platz fünf: Bank of America Merrill LynchFür die Bank of America ging es auch einen Platz nach unten: 2011 schaffte es die US-Bank noch auf Rang vier, in diesem Jahr hat es nur für Platz fünf gereicht. Dabei ist auch bei der Bank of America das Provisionsvolumen aus Aktiendeals gestiegen: Statt 2,79 Milliarden Dollar wie im Jahr 2011 nahm die Bank im letzten Jahr 3,16 Milliarden Dollar ein. Quelle: dpa

Wegen geringerer Kosten für Rechtsstreitigkeiten hat die größte US-Bank JPMorgan wieder glänzend verdient. Der Nettogewinn fiel im vierten Quartal 2013 zwar um gut sieben Prozent auf 5,3 Milliarden Dollar, wie das Geldhaus mitteilte. Im dritten Quartal war es aber erstmals seit 2004 in die Verlustzone gerutscht - vor allem wegen hoher Sonderlasten. Trotz diverser Skandale sind die Kosten für juristische Fälle dieses Mal um netto 1,1 Milliarden Dollar gesunken. Auf das Ergebnis drückten aber unter anderem noch Strafzahlungen, um einen Schlussstrich unter den Fall um den Finanzbetrüger Bernard Madoff zu ziehen.

JPMorgan zahlt insgesamt 2,6 Milliarden Dollar an die Regierung und Opfer ihres ehemaligen Kunden, der mit einem über Jahrzehnte betriebenen Schneeballsystem Tausende Anleger um viele Milliarden Dollar prellte. Die Vergleichssumme gilt als die größte derartige Strafe, die eine Bank bisher wegen Verstößen gegen Geldwäsche-Gesetze zahlen musste. Das Geldhaus räumte vergangene Woche ein, bei Madoff zwar Verdacht geschöpft, aber nicht Alarm geschlagen zu haben. Der Finanzmakler flog Ende 2008 auf und wurde im Jahr darauf zu einer Haftstrafe von 150 Jahren verurteilt.

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Ein Teil der Strafzahlungen war noch nicht durch Rücklagen der Bank abgedeckt. Im Gesamtjahr hat JPMorgan fast 20 Milliarden Dollar zugesagt, um problematische Geschäfte aus der Vergangenheit wieder gutzumachen. "Es war im Interesse unseres Instituts und der Aktionäre, zu dieser Verantwortung zu stehen, die Fälle zu lösen und nach vorne zu blicken", erklärte Bank-Chef Jamie Dimon, der wegen der Skandale auch persönlich unter Druck steht. JPMorgan ist die erste große US-Bank, die ihre Quartalsbilanz vorlegt. Citigroup, Bank of America und Goldman Sachs folgen noch diese Woche.

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