Ranking Auszahlpläne So zehren Sie einen Geldbetrag sinnvoll auf

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Anleger tragen einen Teil des Zinsrisikos

Das niedrige Zinsniveau trifft alle verzinslichen Finanzprodukte, Auszahlpläne sind da keine Ausnahme.

Die besten Auszahlpläne 2017: Laufzeit 10 Jahre, Monatliche Auszahlung mit Kapitalverzehr

So bezeichnet die Stadtsparkasse Düsseldorf ihren Auszahlplan offensiv als „Rendite-Sparen“, doch mit Rendite hat das Angebot nicht mehr viel zu tun. Was der Rechnungszins dieses Angebots von 0,1 Prozent bedeutet, zeigt folgende Rechnung: Wer hier üppige 50.000 Euro Anfangskapital anlegt, kommt über eine Laufzeit von fünf Jahren lediglich auf eine kumulierte Zinssumme von 13 Euro. Und dabei zehren die monatlichen Raten von 833,55 das angelegte Kapital nach und nach vollständig auf.

Für Auszahlungen ohne Kapitalverzehr machen solche niedrig verzinsten Angebote eigentlich keinen Sinn mehr, siehe folgendes Beispiel: Eine Anlage von 50.000 Euro über fünf Jahre brächte im Fall der PSD Bank Braunschweig eine hypothetische Monatsrate von 42 Cent. Hypothetisch deshalb, weil wohl kein Sparer eine solche Miniüberweisung ernst nehmen würde. „Man weiß nicht, ob man solche Angebote lustig oder traurig finden soll“, sagt FMH-Experte Herbst.

Die besten Auszahlpläne 2017: Laufzeit 10 Jahre, Monatliche Auszahlung ohne Kapitalverzehr


Das Guthaben und die Zinsen auf Auszahlplänen werden von der Einlagensicherung vor Bankenpleiten geschützt. Aber wer mehr als 100.000 Euro in einem Auszahlplan anlegen will, sollte prüfen, ob seine Bank dem freiwilligen Einlagensicherungsfonds der privaten Banken in Deutschland angehört. Dieser deckt auch Guthaben weit über der Sicherungsgrenze ab. Die gesetzliche Einlagensicherung haftet dagegen im Regelfall nur bis 100.000 Euro.

Und noch ein Punkt ist zu beachten: Auszahlpläne sind relativ unflexibel. Man entscheidet beim Vertragsabschluss, über welchen Zeitraum das Kapital in monatlichen Raten ausgezahlt wird. Dieser Zeitraum bestimmt aktuell die Höhe der monatlichen Auszahlungsrate. Der einmal festgelegte Plan lässt sich bei den meisten Banken während der Laufzeit nicht ohne weiteres beenden, sondern im Einzelfall nur aus wichtigem Grund. Im Fall von Kündigungen behalten sich einige Banken vor, die Zinsen zurückzufordern.

Daher trägt der Anleger einen Teil des Zinsrisikos. Die Zinsen werden ihm von der Bank bei Vertragsschluss fest zugesagt, sodass der Kunde nach unten abgesichert ist. Dafür gibt es aber keine Anpassungen, falls das Zinsniveau während der Laufzeit steigen sollte.

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