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Ranking Bonus-Kreditkarten bieten gewisse Vorzüge

Kreditkarten Ranking Quelle: Getty Images

Wer gern nach Bonusmeilen, Treuepunkten oder Rabatten jagt, kann dieses Hobby mit speziellen Kreditkarten auf die Spitze treiben. Ein exklusives Ranking zeigt die besten Angebote.

Die Kreditkarte gilt bei vielen Verbrauchern als langweiliges Alltagsprodukt. Doch gibt es spezielle Karten, die finanziellen und emotionalen Zusatznutzen bieten, weil Banken diese gemeinsam mit einem bekannten Unternehmen herausgegeben. Beispiele sind die Kreditkarten der Lufthansa, der Deutschen Bahn und von Amazon.

Solche Kooperationen sind geschickte Marketing-Schachzüge, denn das schnöde Finanzprodukt wird mit dem charakteristischen Image des Kooperationspartners aufgewertet. Durch den Kauf einer solchen Karte können Nutzer ihren Status gegenüber der Normalkundschaft erhöhen.

„Banken bieten zusammen mit namhaften Unternehmen gern spezielle Partner-Kreditkarten an“, sagt Max Herbst von der FMH Finanzberatung. So gewinnen die Geldinstitute die zahlungskräftigen Stammkunden dieser Marken auch als Nutzer ihrer Finanzdienstleistungen. Den Nutzern winken dank der Partnerkarten Rabatte und zahlreiche andere Vorteile, wenn sie bei ihrem Lieblingshändler einkaufen oder mit der Deutschen Bahn oder Lufthansa reisen.

Die besten Kreditkarten mit Punkteprogramm

FMH hat exklusiv für die Leser der WirtschaftsWoche aus 32 Kreditkarten die Angebote mit den attraktivsten Boni und Rabatten herausgesucht. Die Konditionen sind vor allem für passionierte Rabattjäger attraktiv. Sie eignen sich weniger für Kunden, die kostenlose Kreditkarten mit besonders geringen Sollzinsen oder ausgesprochen niedrigen Gebühren für die Barabhebung und den Auslandseinsatz suchen.

So sind für die BahnCard-Kreditkarte der Commerzbank 34 Euro im Jahr zusätzlich zum Preis von 255 Euro für eine BahnCard 50 2. Klasse zu zahlen. Nur bei der deutlich teureren Bahncard 1. Klasse und der BahnCard 100 gibt es die Kreditkarte auf Wunsch kostenlos dazu. Generell ohne Grundpreis kommen dagegen die gerankten Kreditkarten von Hagebaumarkt, Karstadt und Tchibo aus. Die American Express Kreditkarte des Rabattriesen Payback gibt es ebenfalls umsonst, die Visa-Variante von der BW Bank ist immerhin im ersten Jahr kostenlos.

Die besten Kreditkarten mit Punkteprogramm

Rabatte für Heimwerker und Tchibo-Fans

Neben Boni bei hohen Jahresumsätzen bieten die Partnerkreditkarten noch weitere nette Vorteile. Wer etwa eine BahnCard-Kreditkarte nutzt, bei dem verfallen die beim Bahnfahren gesammelten Prämien- und Statuspunkte nicht. Bei normalen BahnCards ohne Kreditkartenfunktion verfallen Statuspunkte dagegen zwölf Monate nach der Gutschrift. Kreditkartenkunden erreichen so leichter den begehrten Status eines Bahn-Comfort-Kunden. Auch die über die DKB Bank abgewickelte Miles & More Kreditkarte der Lufthansa schützt die bei Flügen gesammelten Meilen vor dem üblichen Verfall.

Die Konditionen für die Bonusgutschriften gehen tief ins Detail, was passionierte Punktejäger aber eher reizen als abschrecken dürfte. Beispiel: Wer die Partner-Card Visa der Heimwerkerkette Hagebaumarkt nutzt, kann bei Jahresumsätzen ab 2500 Euro bis zu 75 Euro Rabatt einheimsen. Dabei muss nicht zwingend der gesamte Umsatz bei Hagebaumarkt anfallen. Wer über die Karte 1500 Euro in der Heimwerkerkette ausgegeben hat und die restlichen 1000 Euro bei der Konkurrenz, bekommt immer noch 45 Euro Hagebau-Rabatt. Diese Aufteilung 1500/1000 Euro auf eigene und fremde Umsätze gilt auch bei vielen anderen Partner-Kreditkarten, etwa bei Karstadt, Tchibo oder Amazon.

Zahlen Zugreisende ihre Deutsche-Bahn-Tickets per BahnCard-Kreditkarte, sammeln sie mehr Bonuspunkte als normale Nutzer. Zusätzlich zur üblichen Gutschrift von jeweils einem Prämien- und einem Statuspunkt gibt es dann einen Prämienpunkt je fünf Euro Umsatz extra. Nicht wundern: Die Zusatzpunkte werden anders als die Normalpunkte nicht gleich beim Fahrkartenkauf gutgeschrieben sondern erst nach Eingang der monatlichen Kreditkartenabrechnung.

Eine neue EU-Regel zum Verbot sogenannter Zahlungsmittelentgelte macht das Kalkül für BahnCard-Kunden attraktiv. Unternehmen dürfen seit 2018 keine Zusatzgebühr für Kreditkartenzahlungen verlangen. Wer seine Fahrkartenkäufe mit der Bahncard-Kreditkarte zahlt, kann die Bonuspunkte also erhöhen, ohne dafür Gebühren zu zahlen. Dafür muss die Kreditkarte als Zahlungsmittel im Nutzerkonto angelegt werden. Der Preis für die Bahncard-Kreditkarte ist allerdings von 19 Euro auf 34 Euro gestiegen. Für Gelegenheitsnutzer ist das also nichts. Aber man muss auch kein absoluter Vielfahrer sein, um in den Genuss der zusätzlichen Bonuspunkte zu kommen.

Ganz unabhängig von den Boni und Rabatten bieten die Partner-Kreditkarten noch einen ganz praktischen Nutzen: Sie sparen Platz im Portemonnaie, weil Kreditkarte und Lieblings-Kundenkarte integriert sind. So muss man nur noch eine statt zwei Karten dabei haben.

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