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Ranking Depotbanken Die günstigsten Online-Broker

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Der Gesamtsieger

Im Ranking konnte Onvista in allen Bereichen überzeugen und landete auf dem ersten Platz. Der Online-Broker, der seit Dezember 2016 zur Comdirekt gehört, war durchweg am günstigsten. Die Bank verlangt von ihren Kunden zudem keine Depotgebühr. Und von Aktien bis Zertifikaten können Anleger bei Onvista alle Produkte handeln.

Selbst Differenzkontrakte (CFDs) bietet Onvista an, knapp die Hälfte der getesteten Broker macht das nicht. Für die meisten Privatanleger spielen diese spekulativen Papiere, die gern im Daytrading genutzt werden, ohnehin kaum eine Rolle. 

Handel an Auslandsbörsen erhöht die Kosten deutlich

Nun gilt dieses Ranking vor allem für solche Anleger, die überwiegend an deutschen Börsen handeln. Denn die Kosten für einen Kauf im Ausland liegen bei den meisten Anbietern noch einmal deutlich über den im Ranking aufgeführten Gebühren.

Wer jedoch gerne in den USA handelt, für den könnte auch der zweitplatzierte Broker in Frage kommen. US-Aktien gehören schließlich mit zu den beliebtesten Papieren bei deutschen Anlegern, im Mai handelten sie über die Börse Tradegate vor allem Apple, Amazon, Tesla und Facebook.

CapTrader bietet seinen Kunden besonders günstige Konditionen ab zwei Dollar für den direkten Handel an US-Börsen. Und auch beim LynxBroker können Kunden US-Aktien ab fünf Dollar Gebühr handeln. Beim Testsieger Onvista kostet eine Order in den USA dagegen mindestens zehn Euro.

Wer selten handelt und seine Wertpapiere vor allem über einen langen Zeitraum im Depot liegen lassen möchte, der sollte auch die Kosten für die Depotführung im Blick behalten. Nur zwei der 14 getesteten Anbieter verlangen aktuell eine Jahresgebühr. Bei der Netbank kostet das Depot 11,90 Euro im Jahr, die Postbank verlangt 18,84 Euro.

Doch wie sollte es anders sein, auch hier greifen Sonderbedingungen. Die Postbank bietet das Depot kostenfrei an, wenn Anleger dort Aktien, Anleihen und Co im Wert von über 50.000 Euro liegen haben. Gleiches Spiel beim S Broker, nur liegt die Grenze hier bei 10.000 Euro. 

Gebührenfrei für begrenzte Zeit

Wirklich kompliziert wird es bei der Comdirect Bank. Hier können Neukunden zwar für drei Jahre kostenlos ihr Depot führen. Anschließend kostet es aber 23,40 Euro im Jahr. Es sei denn, Anleger führen mehr als zwei Trades im Quartal aus, haben gleichzeitig ein Girokonto bei der Comdirect Bank, oder zahlen einmal im Quartal in einen Wertpapiersparplan ein.

Zum Glück zeigt ein Blick auf das Ranking in der Tabelle gleich auf den ersten Blick die günstigsten Online-Broker. Doch den Blick in das Preisverzeichnis, auch des eigenen Brokers, erspart es leider nicht. Schon gar nicht, wenn bald noch weitere Anbieter dem Beispiel von Flatex folgen und die Strafzinsen der EZB auch an die Anleger weiterreichen. Grund genug jedenfalls, die eigenen Konditionen einmal zu überprüfen.

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