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Reich werden auf die gute Art Vermögenstipps vom Geistlichen

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Kraft und Gehorsam

Tipp 3: Seid gehorsam und habt Vertrauen

Auch der dritte Vermögenstipp mutet weniger wirtschaftlich denn geistlich an. Der Gehorsam, so der Alt-Abt, sei eine wichtige Tugend für jene, die sich "Wohlstand und Reichtum schaffen wollen." Insbesondere Vertrauen setze ungeahnte Kräfte frei, die auf dem Weg zu mehr Reichtum helfen können. Henckel von Donnersmarck schildert Beispiele aus seinem eigenen Berufsleben. Auch wenn es manchmal der bequemere Weg gewesen sein mag, ungehorsam gegenüber seinem Vorgesetzten zu sein - am Ende habe sich der ihm gewiesene Weg immer als der Richtige erwiesen. Der ein oder andere mag sich fragen, ob eine Arbeitswelt, in der jeder Angestellte 100-prozentiges Gehorsam gegenüber seinem Vorgesetzen demonstriert, wohl erstrebenswert ist. Die Sichtweise eines Geistlichen in den Strukturen der Katholischen Kirche ist da eine andere.

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    Der Geistliche sieht den Schlüssel zum Erfolg vielmehr im Vertrauen, dieses sei die Grundlage für Gehorsam. Das Sprichwort "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser" hält der Autor dagegen für eine Irrlehre.

    Tipp 4: Schöpft Kraft aus dem Gebet

    Hiermit ist ganz offensichtlich nicht das Gebet für eine höhere Rendite gemeint. "»Lieber Gott, bitte verdopple meinen Finanzgewinn«, ist kein demütiges Gebet", schreibt Henckel von Donnersmarck. Alles, was zu stark im Materiellen verhaftet sei, könne für sich nicht die Würde beanspruchen, die dem Gebet zu eigen sei.

    Schließlich sei der materielle Erfolg untergeordnet und soll nicht das Hauptziel des Menschen sein. Angesichts des Themas seines Buches betont der Geistliche die religiöse Bedeutung des Reichtums noch einmal. "Der größte Reichtum mit Gott ist den Menschen nach dem Tod, im Jenseits, gegeben, wenn der gute und getreue Knecht am Tisch des Herren Platz nehmen darf." Auch beim Gebet gehe es daher vor allem um den ritualen Charakter des Gebets, und nicht um das Gebet um materiellen Reichtum. Denn, so der Alt-Abt, Geld ist kein "Ziel, sondern nur eine mögliche Belohnung für das Erreichen wesentlicherer Ziele".

    Tipp 5: Übernehmt Schöpfungsverantwortung

    Hier gibt der Alt-Abt einige etwas konkretere Einblicke in die Investments seines Stifts. Schon vor rund zehn Jahren habe man es sich zum Ziel gesetzt, ethisch bedenkliche Aktien aus den Investmentfonds des Stifts zu streichen. Den Anlegern sollte ein ethisch einwandfreies, aber dennoch profitables Investment ermöglicht werden. Von den damals "ansprechenden Gewinnmargen" in der Wind- und Solarkraftbranche zeigte der Geistliche sich überrascht und plädiert für mehr Investments im Sinne der Schöpfungsverantwortung: "Macht Schöpfungsverantwortung zu eurem inneren Motivationsmotor."

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