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Richtig sparen Sparplan für Geldgeschenke zum Fest

Zu Weihnachten lag für Viele Geld und Wertvolles unter dem Baum. Worauf Beschenkte achten sollten, wie sie Geldgeschenke sinnvoll und rentabel anlegen.

Geldgeschenke richtig anlegen Quelle: dpa/Montage

Myrrhe, Weihrauch und Gold: Die Gaben der heiligen drei Könige für das Christkind waren seinerzeit für den Anlass gewiss passend und besonders kostbar. Heute würde sich wohl kaum jemand über Myrrhe und Weihrauch freuen, über Gold dafür umso mehr. Tatsächlich sind Geldgeschenke heute so beliebt wie eh und je.

Im Durchschnitt gab jeder Deutsche – je nach Untersuchung – zwischen 219 und 285 Euro für Weihnachtsgeschenke aus – und nicht selten war das Geld selbst das Geschenk. Auf der Beliebtheitsskala rangieren Geld und Gutscheine bei den Weihnachtsgeschenken einer Untersuchung von Ernst & Young zufolge auf Platz eins. Eine Umfrage von MasterCard unter rund 15.000 Europäern förderte außerdem zutage, dass fast jeder zweite schon von einem unbedacht ausgewählten Geschenk enttäuscht wurde. Da ist das Geldgeschenk für viele eine risikoarme Alternative.

Wofür wir zu Weihnachten 681 Euro ausgeben
Darf's ein bisschen mehr sein?Weihnachten ist teuer - und in diesem Jahr werden die Deutschen für das Fest der Liebe noch etwas mehr ausgeben als im Vorjahr. Genau 681 Euro kostet das Fest eine deutsche Familie, knapp zwei Prozent mehr als 2013. Das ergab eine Studie des Onlineportals deals.com, welches für kostenlose Gutscheine bekannt ist. Für Geschenke wird dabei am meisten ausgegeben, insgesamt 377 Euro. Darauf folgen Essen und Trinken mit 216 Euro und Reisekosten und Ausgaben für Dekoration mit 50 beziehungsweise 33 Euro. Eine Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) kommt zu etwa anderen Zahlen: Demnach geben die Deutschen im Durchschnitt 285 Euro für Geschenke aus - und damit drei Euro weniger als im Vorjahr. Geschenke sollen im November und Dezember für 15 Milliarden Euro Umsatz sorgen - von insgesamt mehr als 85 Milliarden Euro Handelsumsätzen. Quelle: dpa
Süßes für die LiebenPro Kopf geben die Deutschen demnach dieses Jahr 182 Euro für Weihnachtsgeschenke aus. Mit zehn Euro fließt ein geringer Teil dafür in Süßigkeiten. Zufrieden sein kann die Süßwarenindustrie damit allerdings nicht, gegenüber dem Vorjahr schrumpfen die Ausgaben für Zuckerzeug um fast sieben Prozent, das Weihnachtsfest wird gesundheitsbewusster. Für sonstigen Kleinkram geben die Deutschen dafür etwas mehr aus, immerhin vier Euro fließen in Kleinigkeiten. Quelle: Blumenbüro Holland/dpa/gms
Weniger BücherNoch größere Verluste als die Zuckerabteilung müssen Buchhändler hinnehmen. Nur noch 16 Euro geben Konsumenten zu Weihnachten für Bücher und andere Unterhaltungsmedien aus, 7,6 Prozent weniger als im vergangenen Jahr. Damit könnte der Buchhandel den größten Umsatzrückgang im Weihnachtsgeschäft verzeichnen. Quelle: dpa
Mehr BeautyFreuen können sich dagegen Parfümerien: dieses Jahr werden etwas mehr Beauty-Produkte unterm Weihnachtsbaum liegen, immerhin 17 Euro geben die Deutschen dafür aus, das sind knapp zwei Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Quelle: dpa
SpielwarenEin noch größeres Umsatzplus dürfte der deals.com-Studie zufolge die Spielwarenindustrie hinlegen. Die lieben Kleinen sind den Verbrauchern etwas wert, immerhin 34 Euro werden für dieses Weihnachtsfest in Spielwaren investiert. Das sind fast fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Quelle: AP
UnterhaltungselektronikNachdem die Ausgaben für Smartphones, Playstation oder andere Spielkonsolen 2013 deutlich gestiegen waren, stagnieren sie jetzt. Offenbar macht sich der Preisdruck in der Elektronikbranche bemerkbar. Dennoch wird ein großer Teil des Weihnachtsbudgets in Elektronik investiert, immerhin 41 Euro sind es demnach dieses Jahr pro Kopf. Quelle: AP
Kleidung & SchuheSpitzenreiter ist allerdings mit großem Abstand die Bekleidungsindustrie. Egal ob Dessous oder Wintermantel, insgesamt 59 Euro gibt jeder Deutsche Weihnachten für Bekleidung aus. Das sind fast sieben Prozent mehr als noch im Vorjahr. Allerdings wurden auch Ausgaben für Schmuck mit in diese Kategorie gerechnet. Die Studie wurde insgesamt in acht Ländern durchgeführt, in Deutschland wurden 1000 Verbraucher nach ihren Ausgabeplänen gefragt. Alle Ergebnisse finden Sie auf www.deals.com. Quelle: dpa

Die Vorteile liegen auf der Hand: Der Beschenkte entscheidet selbst, ob und wofür er das Geld ausgibt. Idealerweise hilft es beim Erreichen eines großen Sparziels oder sogar beim langfristigen Vermögensaufbau. Geld lässt sich ohne Zweifel immer einem sinnvollen Zweck zuführen, umtauschen ist unnötig. Das mag zwar vielen unromantisch oder unpersönlich vorkommen. Aber was ist denn bitteschön an Smartphones und Spielkonsolen so romantisch? Ein finanzielles Polster hingegen ist für jeden sinnvoll, weil es finanzielle Freiheit und Handlungsspielräume eröffnet und Sicherheit stiftet.

Die Beschenkten dürften sich jedenfalls über den warmen Geldregen zum Fest gefreut haben. Dabei liegen nicht nur Gutscheine und Bargeld unter dem Baum. Feierlich übergeben kann man auch ein Sparbuch, Bausparvertrag, Gold- und Silbermünzen oder ein Aktiendepot – beziehungsweise dessen Kontoauszug.

Geld rentabel deponieren

Wer schon auf das geschenkte Geld gewartet hat, um eine lange benötigte Anschaffung zu tätigen, muss nicht lange überlegen. Wer aber sein Geld lieber für ein langfristiges großes Sparziel oder einfach den Vermögensaufbau zur Seite legen will, sollte die Angebote für Sparer genau vergleichen.

Zehn wichtige Tipps für Privatanleger

Gerade in wohlhabenden Familien und vor allem in großen Unternehmerfamilien sind großzügige Übertragungen von Geld- und Vermögenswerten in der Weihnachtszeit gang und gäbe. In diesem und kommenden Jahr dürfte das besonders zutreffen, weil das Bundesverfassungsgericht gerade erst die Steuerprivilegien für Firmenerben als verfassungswidrig gekippt und bis 2016 ein neues Erbrecht verlangt hat. Wer also Betriebsvermögen ohne große Steuerlast an die Nachkommen weitergeben will, kann das voraussichtlich noch bis Ende kommenden Jahres. Auf der sicheren Seite ist, wer Betriebsvermögen noch in diesem Jahr auf seine Erben überträgt.

Größere Bargeldbeträge gehören jedenfalls nicht unter das Kopfkissen oder in die Sockenschublade, sondern auf ein Konto. Ein gewöhnliches Girokonto ist dabei die schlechteste Variante, da es keine oder nicht nennenswerte Zinsen bringt und die Gefahr besteht, dass das Geld beim nächsten Großeinkauf einfach mit ausgegeben wird. Wer ernsthaft sparen möchte, muss Geldgeschenke und Ersparnisse gesondert horten. Und das möglichst ohne Verlustrisiko, zu möglichst niedrigen Gebühren und mit einer attraktiven Verzinsung.

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