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Risikoloser Wertzuwachs "Wenn es eine Blase gibt, dann beim Gold“

Gold sei eine Blase, sagt Pimco-Manager Andrew Bosomworth. Der Anleiheinvestor kann kaum anders argumentieren.

Kein Goldjunge: Pimco-Manager Andrew Bosomworth hält den Goldboom für eine Blase. Quelle: Bert Bostelmann für WirtschaftsWoche

Jeder sieht die Welt durch seine eigenen Bestände. So macht das auch Andrew Bosomworth, der Deutschland-Chef des weltgrößten Anleiheinvestors Pimco. Der sagte nämlich in einem Interview mit der Wochenzeitung „Die Zeit“: „Also, wenn es eine Blase gibt, dann beim Gold.“

Damit reiht er sich in die lange Schlange derjenigen ein, die schon seit Jahren von einer Goldblase sprechen. Gold war schon bei Preisen von 500 Dollar je Unze eine Blase, bei 700 Dollar und bei 1000 Dollar sowieso. Aktuell liegt der Preis bei knapp 1750 Dollar. In Euro machte das Edelmetall erst Ende September ein Allzeithoch von 1378 Euro.

Die Länder mit den größten Goldreserven
Platz 10: Indien Quelle: REUTERS
Platz 9: Die Niederlande Quelle: REUTERS
Platz 8: Japan Quelle: REUTERS
Platz 6: Schweiz Quelle: AP
Platz 7: Russland Quelle: dpa-tmn
Platz 5: China Quelle: dapd
Platz 4: Frankreich Quelle: dapd

Dass sich eine Blase woanders aufgebaut hat, nämlich bei Staatsanleihen und privaten Krediten und deshalb Gold so hoch notiert, wird gerne verschwiegen. Schließlich ist Pimco der weltgrößte Manager von Anleihen. Und man lebt, wie andere Goldblasengurus, natürlich davon, dass große wie kleine Anleger ihr Geld bloß nicht in Edelmetalle stecken, wo sie ja gebührenfrei über Jahre oder Jahrzehnte schlummern.

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Lieber wird von den Mickerzinsen, die die großen Anleihenfonds noch erwirtschaften, Jahr für Jahr die Verwaltungsgebühr renditemindernd abgezwackt. In einer Welt, in der Staatsanleihen der meisten Ländern nichts anderes sind als ein zinsloses Risiko, bietet Gold weiterhin eines: risikolosen Wertzuwachs.

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