Rohstoffe Deutsche besitzen fast 8000 Tonnen Gold

Die Deutschen setzen auf physisches Gold als Inflations- und Krisenschutz. Gekauft wird das Edelmetall meist in der Bank - nur die Aufbewahrung nehmen die Kunden lieber selbst in die Hand und bunkern ihr Gold zu Hause.

Warum Investoren wieder auf Gold setzen
Muster-Banknoten und Goldbarren Quelle: dpa
Goldbarren liegen in der Deutschen Bundesbank in Frankfurt am Main Quelle: dpa/dpaweb
Die Rückseite einer Krügerrand-Goldmünze vor Goldbarren Quelle: dpa
American investor Jim Rogers, chairman of Rogers Holdings Quelle: AP
President and Portfolio Manager of Paulson & Co. John Paulson Quelle: REUTERS
An Indonesian customer holds a 10 grams fine gold Quelle: dpa
Der US-Milliardär und Investor George Soros Quelle: dpa

Ein Drittel der Privatpersonen in Deutschland erachtet Gold als Teil einer langfristigen Anlagestrategie. Dies ergab die Studie "Goldinvestments: Besitz, Trends und Erwartungen von Privatpersonen in Deutschland 2012" des Edelmetallkonzerns Heraeus und des Research Centers for Financial Services der Steinbeis-Hochschule Berlin. Der bedeutendste Aspekt für eine Goldanlage ist dabei die Absicherung gegen wirtschaftliche Krisen. Die Rendite ist zweitrangig. Nur wenige erachten Gold als Spekulationsobjekt.

Goldanlagen als Krisenschutz

Nahezu jeder Dritte, der Gold als langfristiges Investitionsobjekt erachtet, sieht den Krisenschutz als Hauptargument für den Kauf von Gold. Die Renditesteigerungs- oder Diversifikationspotentiale im Anlageportfolio sind eher zweitrangig. Dies untermauert auch die steigende Goldnachfrage von Privatkunden in den letzten Monaten. "Kunden stehen den Maßnahmen der EZB und der Fed sowie dem Geschehen an den Kapitalmärkten zunehmend skeptisch gegenüber und möchten ihr Erspartes durch Gold langfristig sichern" sagt Hans-Günter Ritter, Geschäftsführer von Heraeus.

Der Edelmetallausblick 2013 der Commerzbank

Obwohl der Goldpreis in den letzten Jahren, trotz einiger Korrekturen, immer wieder neue Höchststände erreichte, erachtet nur jeder Zehnte Gold als interessantes Spekulationsobjekt. Dies unterstreicht die primäre Bedeutung von Gold als "Safe Haven", eine Eigenschaft, welche die meisten Privatpersonen dem Edelmetall beimessen. Allerdings besitzt Gold für ein Fünftel der Studienteilnehmer lediglich einen ideellen Wert und stellt kein Anlageobjekt dar. Das Hauptargument für diese Auffassung ist, dass Gold aus Anlagegesichtspunkten "totes Kapital" darstellt und keinen Zinsertrag bringt.

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