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Schmierlappen im Netz Der zweifelhafte Kleinkrieg zwischen Fairvesta und S&K

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Schlammschlacht bei Schmierlappen.net

Die Möbel aus der S&K-Villa
An der S&K-Villa in der Kennedyallee hängt ein riesiger Banner, der auf die Online-Pfandversteigerung des S&K-Mobiliars aufmerksam macht. Noch bis zum kommenden Freitag können Kaufinteressenten für die Möbel der Frankfurter Immobiliengruppe Gebote abgeben.
Das alte Schiffs-Modell hat bei der Online-Auktion schon einige Gebote eingeheimst. Es soll für mindestens 30 Euro unter den Hammer.
Pompös und staatsmännisch, so war die Einrichtung von Stephan Schäfer und Jonas Köller. Nicht kleckern, sondern klotzen...
Ein Kunstwerk mit den Initialen wird genauso versteigert...
...wie ein Gemälde mit Dollar-Zeichen.
Bereits geöffnete Getränkedosen mit aufgedrucktem S&K-Logo - Überbleibsel der Gründer Stephan Schäfer und Jonas Köller.
Von solchen Sofas können Interessierte gleich mehrere ersteigern.

Schäfer selbst wurde im Netz nicht minder mit Dreck beworfen. Auf verschiedenen Seiten wie etwa Schmierlappen.net ließen sich Unbekannte über das ausschweifende Leben von Schäfer und seinem Kompagnon Jonas Köller aus. Einem ehemaligen Fairvesta-Mitarbeiter zufolge soll der Inhalt indirekt auf Knoll zurückgehen.

Der Mitarbeiter erklärte an Eides statt gegenüber der WirtschaftsWoche, dass er mehrere Telefonate zwischen Knoll und dem Publizisten Christian M.* verfolgt habe. „In diesen Gesprächen war Inhalt die mir bekannte Internet-Seite Schmierlappen.net.“ Es sei darum gegangen, welche Veröffentlichungen dort zum Nachteil von S&K erfolgen sollten. „Eindeutig war, dass Herr M. in der Lage war, auf dieser Seite entsprechende Artikel“ einzustellen. Außerdem „besprach sich Herr Otmar Knoll mit Herrn M. über den entsprechenden Inhalt und auch über die Vorgehensweise.“ Zu Hause habe er die heute gelöschte Seite Schmierlappen.net aufgerufen und festgestellt, dass die besprochenen Inhalte dort „genau umgesetzt und nachzulesen“ waren.

M. erklärt hierzu: „Ein Schmierlappen.net ist mir nicht bekannt.“ Er habe auch nie mit Knoll darüber gesprochen. Knoll bestreitet ebenfalls, mit M. über die Seite gesprochen zu haben.

Geldanlage



Hinzu kommt ein weiterer eigenartiger Vorfall: Eine Person, die von Fairvesta der Weitergabe von Interna verdächtigt wird, erhielt eine scheinbar von der WirtschaftsWoche stammende E-Mail. Die Nachricht täuschte vor, dass der Anhang einen Recherchefragebogen enthalte. Tatsächlich versteckte sich dort ein Computervirus, durch den Unbefugte Zugriff auf den Computer des Empfängers erhalten sollten. Verschickt wurde die Mail über einen anonymen tschechischen Server. Abgegriffene Daten sollten an einen Server auf den Seychellen gehen. Wer dahinter steckt, ist nicht bekannt. Knoll sagt, er sei es nicht.

Fakt ist allerdings, dass Knoll mit einer Gegenoffensive gedroht hat. So schreibt er Mitte vergangenen Jahres an eine der S&K-Gruppe nahestehende Publizistin: „Wenn es darum geht, Auftragsarbeiten zu vergeben, um negative Berichte über Mitbewerber zu lancieren, dann können wir das auch.“ Sollte ein negativer Artikel, erscheinen, müsse er davon ausgehen, dass S&K dahinter stecke. „Ich kann dir versichern, dass ich mir das nicht gefallen lasse und Leute kenne, die das große Repertoire der negativen Berichterstattung“ beherrschen. Knoll sagt hierzu heute, er habe nur reagiert: „Nachdem erneut diffamierende Inhalte über meine Familie und insbesondere meine Kinder sich im Internet fanden, habe ich emotional erregt diese Mail geschrieben.“

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