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Schuldenschnitt DSW erwartet Klagewelle gegen Griechenland

Nach gut einem Jahr soll nun die Klagewelle gegen Griechenland anrollen. Die DSW will Privatanleger zu regionalen Klagegemeinschaften zusammenfassen und die Klagen gegen Griechenland einreichen.

Griechenland-Effekt in den Bank-Bilanzen
Bankenviertel in Frankfurt am Main Quelle: dpa
Taschenrechner mit dem Logo der Commerzbank Quelle: dpa
Logo der "Bad Bank" der Hypo Real Estate Quelle: dapd
Dexia-Eingang Quelle: dpa
Logo von Credit Agricole Quelle: dpa
Logo der Royal Bank of Scotland Quelle: dpa
Logo und Gebäude der Deutschen Bank Quelle: dpa

Zwei Jahre nach dem Schuldenschnitt für Griechenland droht eine Klagewelle privater Anleger. Die Juristen der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) haben gut ein Jahr lang recherchiert, wie sie den Betroffenen helfen können. "Jetzt ist das Stadium erreicht, in dem wir Privatanleger zu regionalen Klagegemeinschaften zusammenfassen und die Klagen gegen Griechenland bei den Gerichten einreichen können", erklärt Thomas Hechtfischer, Geschäftsführer der DSW. Damit soll der sogenannte "freiwillige Zwangsumtausch" rückgängig gemacht werden, der Besitzer griechischer Staatsanleihen bis zu 95 Prozent ihres Geldes kosten dürfte.

Ziel sei, den Schuldenschnitt bei den griechischen Anleihen für die Kläger rückabzuwickeln, sagte ein DSW-Sprecher. Klagen könnten aber nur die Anleger, die dem Schuldenschnitt nicht zugestimmt haben. Betroffene Anleger, die dem Schuldenschnitt damals nicht zugestimmt haben, können sich auch jetzt noch anschließen. Informationen dazu können unter der Mailadresse dsw@dsw-info.de angefordert werden. Wer sich von seinem Bankberater Griechenlandanleihen hat aufschwatzen lassen, wird allerdings einen anderen Klageweg beschreiten müssen. In diesem Fall muss die Bank Schadenersatz zahlen. Der Commerzbank liegen bereits Klagen vor.

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Die DSW rechnet mit Klägergemeinschaften an bis zu 80 Landgerichten gegen den griechischen Staat. Die DSW macht seit längerem Front gegen den Schuldenschnitt für Athen. Von den ursprünglich 4000 registrierten Privatanlegern interessierten sich aktuell noch rund 1000 für eine Klage, die jetzt von der entsprechenden DSW-Arbeitsgemeinschaft angeschrieben würden. "Unabhängig von den Klagegemeinschaften haben wir bis heute bereits zehn Klagen bei verschiedenen Gerichten eingereicht", sagt Dirk Unrau, DSW-Landesgeschäftsführer und Partner der Kanzlei CausaConcilio.

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