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Schuldenstaaten Griechenland und Portugal sind besser als ihr Ruf

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Weniger Wettbewerbsnachteile

Europas Baustellen
Arbeitslose stehen vor einem Jobcenter in Madrid Schlange Quelle: dpa
Seit dem 01.01.2014 sind die letzten Jobschranken für Rumänen und Bulgaren gefallen. Quelle: dpa
Die Flagge der Europäischen Union weht im Wind. Quelle: dpa
Verhandlungsführer des Transatlantischen Freihandels- und Investitionsabkommens (TTIP) Ignacio Bercero und Dan Mullane. Quelle: REUTERS
Die große Euro-Skulptur steht in Frankfurt am Main vor der Zentrale der Europäischen Zentralbank (EZB). Quelle: dpa
Hetze gegen die EUIm Europa-Parlament machen Antieuropäer wie Marie Le Pen, Chefin der rechtsextremen Front National in Frankreich und Rechtspopulist Geert Wilders von der niederländischen Freiheitspartei PVV Stimmung gegen das sogenannte "Monster Brüssel". Als Bündnispartner ziehen sie gemeinsam in die Europawahl, um ihre Rolle zu stärken. Was derzeit noch eine Randerscheinung ist, könnte mit ihrer europafeindlichen Rhetorik bis Mai 2014 aber schon viele Wähler aus der bürgerlichen Mitte auf ihre Seite gebracht haben, so das Ergebnis einer Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung und des Centre for European Studies. Die Wirtschafts- und Euro-Krise mache es ihnen leicht, den Hass auf die EU zu schüren. Quelle: AP
Mitglieder des Europäischen Parlaments während einer Sitzung in Straßburg (Frankreich).i Quelle: dpa

Ebenfalls positiv: Die Lohnstückkosten der Schuldenländer waren im ersten Jahrzehnt der Währungsunion stark gestiegen, weil sie über ihre Verhältnissen lebten. Damit büßten sie an Wettbewerbsfähigkeit ein. „Seit 2010 gibt es hier eine Trendwende“, sagt Hartmann. Das Ungleichgewicht in der Euro-Zone sei inzwischen deutlich reduziert. „Das haben viele Kritiker den Ländern unterm Rettungsschirm nicht zugetraut.“

Keine Frage: Kritiker betonen immer wieder, Länder wie Griechenland könnten ihren Schuldenberg niemals abtragen. Doch das schreckt Daniel Hartmann nicht. Er geht davon aus, dass ab 2015 oder 2016 die Gesamtverschuldung im Verhältnis zum BIP in der Euro-Zone nicht mehr steigt.

Dazu müsste die Konjunktur nicht mal besonders gut laufen. Ein reales Wachstum von ein bis eineinhalb Prozent müsste schon reichen, um mit dem Schuldenabbau zu beginnen.

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    Hartmann ist für die Euro-Länder moderat optimistisch. Er rechnet für das zweite Halbjahr 2014 insgesamt mit einer Verlangsamung der globalen Konjunktur, der sich auch die Euro-Staaten nicht entziehen können. „Ab 2015 oder 2016 können sich die Peripherieländer weiter aus dem Sumpf befreien. Dann sollte die Arbeitslosigkeit allmählich zurückgehen, und auch bei der Gesamtverschuldung sollte der Höhepunkt erreicht sein.“

    Hilfreiches Kaufprogramm

    Auf dem Anleihenmarkt dürften die Zinsunterschiede zwischen Peripherie- und Kernländern der Euro-Zone weiter zurückgehen. Dann könnte es zu einer längeren Seitwärtsbewegung auf niedrigem Niveau kommen.

    Falls die Europäischen Zentralbank Anleihen kauft, rechnet Hartmann mit einer weiteren Angleichung der Refinanzierungsbedingungen für die Staaten im Euro-Raum. Und davon können auch Anleger profitieren.

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