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Schwankendes Edelmetall Der Goldpreis fährt Achterbahn

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Konjunkturerholung könnte Goldpreis drücken

Der Chef-Analyst für Rohstoffe bei Goldman Sachs, Jeffrey Curries, sieht das offenbar anders. Er bekräftigte seine Prognose vom Jahresbeginn und erwartet bis zum Jahresende einen deutlichen Rückgang des Goldpreises auf 1050 US-Dollar. Curries begründet das mit der fortschreitenden Erholung der Konjunktur und damit verbundenen geringeren Inflationssorgen. Das würde die Goldnachfrage abschwächen.

So steht es um die wichtigsten Edelmetalle

Auch Michael Haigh von der französischen Großbank Société Générale bleibt pessimistisch. Er prognostiziert einen Rückgang des Goldpreises um sieben Prozent. Bis zum vierten Quartal soll das Edelmetall so auf 1245 US-Dollar je Feinunze absinken.

Börsenkorrektur erwartet

Der bekannte Krisenprophet Roland Leuschel erwartet hingegen einen Einbruch an den Aktienmärkten, der den Goldpreis beflügeln könnte. Gegenüber dem Deutschen Anleger Fernsehen (DAF) sagte Leuschel mit Blick auf die Probleme der portugiesischen Bank Espirito Santo: "Man kann zurecht sagen, dass die europäische Bankenkrise wieder aufgeflammt ist."

Er hält es für möglich, dass der deutsche Börsenindex Dax noch in diesem Jahr die Hälfte seiner Punkte abgeben wird. Das Ende des Anleihekaufprogramms der US-Notenbank Fed würde die Aktienmärkte zusätzlich belasten. Im Gegenzug sollte laut Leuschel Gold profitieren. Sein Goldpreis-Ziel: 5000 Dollar.

Passend dazu hat der Lobbyverband der Goldproduzenten, der World Gold Council, Gründe aufgezählt, die für eine Investition in Gold sprechen. Der WGC sieht ein erhöhtes Risiko für Marktkorrekturen bei Aktien und Anleihen. Die hohe Nachfrage am Anleihenmarkt mit geringen Renditeunterschieden sowie die niedrige Volatilität an den Märken seien eine erstklassige Gelegenheit für Investoren, ihren Goldanteil im Depot zu erhöhen.

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Anleger, die etwa wie die Bestseller-Autoren Matthias Weik und Marc Friedrich oder wie Goldexperte Ronald Stöferle eine neue Krise am Finanzmarkt heraufziehen sehen, werden die Schwankungen im Goldpreis ohnehin eher als potenzielle Kaufgelegenheiten betrachten. Für sie hat Anlagegold eher die Funktion einer Versicherung gegen dramatische Vermögenverluste. Rückschläge an der Börse oder eine weiter sinkende Verzinsung von Kapital würden die Goldkäufe antreiben.

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