Schweiz Finanzaufseher wollen Banken an kurzer Leine halten

Auf die Schweizer Großbanken UBS und Credit Suisse können strenger Kapitalregeln zukommen. Voraussetzung dafür ist, dass die Institute ihre weltweiten Aktivitäten ausweiten.

Das Logo der UBS. Quelle: REUTERS

Auf die beiden Schweizer Großbanken UBS und Credit Suisse könnten nach Ansicht der Finanzaufsicht Finma noch strengere Kapitalregeln zukommen. Sollten die Institute ihre weltweiten Aktivitäten oder ihren Marktanteil in der Schweiz ausweiten, würden auch die Kapitalvorschriften stufenweise verschärft, sagte Finma-Chef Mark Branson der "Financial Times".

Erst vergangene Woche hatte die Schweiz für UBS und Credit Suisse strengere Kapitalvorschriften angekündigt: Ab Ende 2019 müssen die Institute eine Verschuldungsquote von mindestens fünf Prozent vorhalten - nach bisher 3,1 Prozent. Die Verschuldungsquote (Leverage Ratio) beschreibt das Verhältnis zwischen Eigenkapital und Bilanzsumme und nimmt anders als die übrigen Eigenkapitalregeln keinen Bezug auf die Risiken, die mit den jeweiligen Geschäften verbunden sind.

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Branson sagte, eine Verschärfung der Regeln sei derzeit zwar nicht absehbar. Sollte der Marktanteil in der Schweiz jedoch deutlich steigen, könnte auch die Anforderung für die Leverage Ratio auf 5,5 oder sechs Prozent klettern.

Die Credit Suisse etwa hatte als Teil der Strategie des neuen Konzernchefs Tidjane Thiam Zukäufe in der Schweiz in Aussicht gestellt. Für die strengeren Kapitalvorschriften rüstet sich das Institut mit einer sechs Milliarden Franken schweren Kapitalspritze.

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