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Schweizer Wirtschaftsminister Wegen Offshore-Geldern unter Druck

Manch deutscher Prominenter bekam wegen seiner Schweizer Konten schon Probleme. Jetzt steht ein Schweizer Regierungsmitglied wegen seiner Geldanlagen im Ausland in der Kritik.

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Johann Schneider-Ammann sagt: „Es war alles legal, es war alles transparent, die Steuerbehörde hatte zu jeder Zeit vollständig Einblick“. Quelle: REUTERS

Anlagen in Steueroasen setzen den Schweizer Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann unter Druck. Nach einem Bericht des Schweizer Senders SRF soll seine im Familienbesitz stehende Maschinenfirma zeitweise über 250 Millionen Schweizer Franken (204 Mio Euro) in Offshore-Gesellschaften geparkt haben. „Es war alles legal, es war alles transparent, die Steuerbehörde hatte zu jeder Zeit vollständig Einblick“, sagte der liberale Politiker der „Neuen Zürcher Zeitung“ am Samstag.

Die Berner Steuerbehörden kamen am Freitag zum Schluss, dass die Firmenkonstruktionen der Ammann Group in Luxemburg und auf der Kanalinsel Jersey nicht illegal waren. Die Millionen sind bereits vor Ammann's Einzug in die Schweizer Regierung im Jahr 2010 in die Heimat rückgeführt worden, und der Minister gab damals auch das Management an der Berner Firma ab.

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Trotzdem lassen Journalisten und politische Rivalen nicht locker. Auf Betreiben der Sozialdemokraten wird das Berner Kantonsparlament in der kommenden Woche über eine Untersuchung entscheiden. „In dieser Affäre macht die ethische Dimension betroffen“, schrieb die Freiburger Zeitung La Liberté. Vor seiner Wahl in die Regierung hatte Schneider-Ammann sich öffentlich gegen steuerschonende Veranlagungen im Ausland ausgesprochen.

In Deutschland hatte vor kurzem CDU-Bundesschatzmeister Helmut Linssen angekündigt, wegen umstrittener Geldanlagen im Ausland sein Amt abzugeben.

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