Skandalbroker Entschädigungsfonds für FXDirekt braucht vielleicht Kredit vom Bund

Exklusiv

Die Finanzaufsicht BaFin hat für die insolvente FXdirekt-Bank in Oberhausen den Entschädigungsfall festgestellt.

Eingang der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) Quelle: dpa

Das berichtet die WirtschaftsWoche in ihrer aktuellen Ausgabe. Die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) darf jetzt Geld an geschädigte Anleger auszahlen. Möglicherweise braucht der Entschädigungsfonds dafür einen Kredit vom Bund. EdW-Leiter Michael Helmers sagte dem Magazin: „Wir haben derzeit einen hohen einstelligen Millionenbetrag auf dem Konto und erwarten laufend weitere Einnahmen aus Beiträgen, sodass ich hoffe, dass wir die Anleger aus Bordmitteln entschädigen können. Aus heutiger Sicht kann ich aber nicht definitiv ausschließen, dass wir einen neuen Kredit vom Bund benötigen.“

FXdirekt schuldet seinen Kunden noch rund 17 Millionen Euro. Die WirtschaftsWoche hatte seit Oktober über zweifelhafte Methoden des Brokers berichtet. Der EdW-Fonds kämpft seit 2005 mit seinem letzten großen Entschädigungsfall, Phoenix Kapitaldienst. Die EdW hat 261 Millionen Euro ausgezahlt. Dazu musste sie zwei Darlehen beim Bund aufnehmen, die spätestens 2021 getilgt sein sollen.

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