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Sparen, Anlegen, Finanzieren Was steigende Zinsen bedeuten

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Tagesgeld/Festgeld

Noch hat der jüngste Zinsanstieg Sparern wenig gebracht: Für täglich verfügbare Anlagen bekommen sie durchschnittlich nur 0,8 Prozent. Legen sie Geld für zwölf Monate fest an, wirft es mit 0,7 Prozent Zins sogar noch etwas weniger ab. Seit Ende 2011 sind die Zinsen für solche Bankanlagen kontinuierlich gefallen.

Wie wirken steigende Zinsen?

Die Zinsen für Tages- und Festgeld hängen nicht direkt von Anleiherenditen oder dem Leitzins der EZB ab. Banken orientieren sich am ehesten an den Geldmärkten, wo sich Banken gegenseitig Geld leihen. Häufig hängt der Zins aber noch stärker von der Situation der einzelnen Bank ab: Kommt sie neu auf den Markt und will viele Privatkunden gewinnen, kann ein hoher Zins auf Tagesgeld helfen. Bei solchen Lockangeboten müssen Kunden jedoch damit rechnen, dass die Zinsen auch schnell wieder fallen. Wer nicht ständig zu einer anderen Bank wechseln will, sollte solche Angebote meiden.

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Wie sollten Sparer auf steigende Zinsen reagieren?

Fallen die Zinsen nicht mehr weiter, sondern steigen sogar, sollten Kunden langlaufende Geldanlagen meiden. Sonst stecken sie im Zweifel über Jahre fest und müssen sich über mickrige Zinsen ärgern.
Für Tagesgeld können Kunden derzeit maximal 1,5 Prozent Zins bekommen - oft sind ihre Einlagen dann aber nur von einer ausländischen Einlagensicherung geschützt. Die Akbank zahlt Kunden auf Tagesgeld noch 1,3 Prozent. Für diese Bank, die zur türkischen Sabanci Group gehört, gilt immerhin die deutsche Einlagensicherung.

Wem die deutschen Ableger von Auslandsbanken zu exotisch sind, der sollte einen Blick auf die Zinsangebote von Wohn- und Baugenossenschaften werfen. Einige von ihnen haben mit Erlaubnis der Aufsichtsbehörde Bafin sogenannte Spareinrichtungen, mit denen sie Geld für Kauf und Instandhaltung ihrer Immobilien einsammeln. Ihre Zinsen sind vergleichsweise attraktiv: So bietet die Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 Sparern für Festgeldanlagen über ein Jahr aktuell 1,5 Prozent, bei der Chemnitzer Siedlungsgemeinschaft sind es 1,25 Prozent. Um die Spareinrichtungen zu nutzen, müssen Sparer Mitglied der Genossenschaft werden. Meist sind dafür aber nur geringe Genossenschaftseinlagen nötig. Die genannten Spareinrichtungen stehen auch Sparern aus dem ganzen Bundesgebiet offen.

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