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Steigender Ölpreis Gute Anlagechancen mit Erdöl-ETFs

Ölförderung in Texas Quelle: dpa

Krisen in Förderstaaten, schwächere Weltkonjunktur und deutsche Dieseldebatte: Vieles spricht gegen Erdöl-Investments. Dabei klettert der Ölpreis seit Jahresbeginn kräftig – und die Aussichten sind gut.

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Die meisten Experten sind sich einig: Für Anleger bieten sich bei Investments mit Schwerpunkt Erdöl gute Chancen. Bereits die Entwicklung des Preises in den wenigen Wochen seit Jahreswechsel scheinen die optimistischen Prognosen zu bestätigen. Für das Jahr 2019 ging die Mehrheit der zu diesem Zeitpunkt befragten Analysten von einem Erholungskurs aus – trotz der Rückschläge beim Ölpreis seit Herbst 2018.

Die Experten von UBS waren bei ihren Prognosen von einem Höchstpreis von 85 US-Dollar/Barrel am optimistischsten, während anderen wie den Analysten von Goldman Sachs oder von Bank of America Merrill Lynch ein Spitzenwert von 70 US-Dollar zu entlocken war. Auch bei Julius Bär war man der Meinung, ein Preis pro Barrel der Sorte Brent von etwas über 70 US-Dollar sei realistisch. Einzig die Experten des japanischen Geldinstituts Nomura prophezeiten für 2019 einen herben Absturz.

Das neue Jahr hat auch bereits vergleichsweise hoffnungsvoll begonnen. Die Preise für den fossilen Energieträger der US-Sorte WTI haben seit dem 2. Januar von 46 US-Dollar auf aktuell 57 US-Dollar pro Barrel (Nordsee-Sorte Brent: von 55 auf 67 US-Dollar) deutlich zugelegt. Somit konnten sich auch Investoren entsprechender Finanzprodukte über steigende Kurse freuen, die je nach strategischer Ausrichtung innerhalb von wenigen Wochen bereits bis zu 15 Prozent nach oben gesprungen sind.

Diese Fonds setzen auf Erdöl

Renditen der Erdöl-Investments in 2018 enttäuschend

Was Autofahrer dieser Tage bei ihrem Besuch an der Tankstelle freut, ist für Anleger von Investments mit dem Fokus auf Erdöl weniger erbaulich. Keine Frage: Die Preise für den noch immer begehrten Rohstoff mit etwa 53,50 US-Dollar pro Barrel (WTI) (Brent: 62,20 US-Dollar/Barrel) und damit natürlich auch für die daraus gewonnen Treibstoffe sind aktuell ziemlich im Keller. Zur Erinnerung – noch zu Beginn des Jahres 2014 lagen die Preise ungefähr bei dem Doppelten, nämlich bei knapp 110 US-Dollar für das Barrel der Sorte Brent.

Logisch, dass für Anleger von Fonds und ETFs mit Schwerpunkt Erdöl im Jahr 2018 keine Blumentöpfe zu gewinnen waren. Dabei hielten sich die Verluste bei Finanzprodukten mit dem Fokus auf die - oftmals dividendenstarken - Blue Chips der Branche wie Shell, BP oder Statoil mit etwa plus/minus-Null noch in engen Grenzen. Auf Exploration, also die Erschließung neuer Ölquellen, ausgerichtete Fonds hatten da mit größeren Rückgängen von bis zu 25 Prozent zu kämpfen.

Gründe für die freundliche Entwicklung  - Angebot und Nachfrage

Auch Eugen Weinberg, Leiter der Rohstoff-Analyse der Commerzbank, bestätigt die Meinung seiner Kollegen über die freundlichen Aussichten des Rohstoffsektors Erdölbranche. Weinberg hält die Aussichten für Erdölinvestments für „eigentlich gut“. Dabei argumentiert der Experte weniger mit einer allgemeinen Verbesserung der Weltkonjunktur sondern vielmehr mit einem Ende 2018 noch deutlich zu niedrig eingeschätzten Bedarf in einigen Schwellenländern wie Indien oder China. Bereits im vierten Quartal des vergangenen Jahres hätten die Erdöl-Importe Chinas viele Marktteilnehmer positiv überrascht.

Die deutliche Aufhellung des Ölmarktes in den vergangenen Wochen liege aber nicht nur an einer höher als erwartenden Nachfrage, sondern auch an politischen und marktbedingten Schwächen auf der Angebotsseite. Während die OPEC und weitere wichtige Förderstaaten wie Russland nach wie vor auf die Förderbremse treten und in den USA das „schwarze Gold“ weiterhin sprudelt, haben Anbieter wie Iran oder Venezuela mit teils hausgemachten innen- wie außenpolitischen Problemen zu kämpfen. 

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