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Stelter strategischDen Reichen geht es an den Kragen

Mitten im Jamaika-Theater flammt die Diskussion um die ungleiche Verteilung der Vermögen wieder auf. Dass die Reichen immer Reicher werden, liegt aber nicht etwa an ungerechten Steuern, sondern an einem Systemfehler.Daniel Stelter 23.11.2017 - 06:00 Uhr

Das schnell wachsende Vermögen der Reichen ist eine Folge der Kreditvergabe der Banken.

Foto: REUTERS

Letzte Woche haben „die Reichen“ wieder Schlagzeilen gemacht. Nach einer Studie der Credit Suisse ist die Anzahl der US-Dollar Millionäre bei uns im letzten Jahr um 237.000 auf immerhin 1.959.000 gestiegen. Damit liegt Deutschland hinter den USA, Japan und Großbritannien auf Platz 4 (Pro Kopf der Bevölkerung führt weiterhin die Schweiz mit weitem Abstand). Die Zahl der Menschen, die mehr als 50 Millionen US-Dollar liquides Vermögen haben, stieg um 500 auf 7.200, womit Deutschland nach den USA und China auf dem dritten Platz liegt.

Futter genug für eine erneute Umverteilungsdiskussion in den Medien, pünktlich zum Höhepunkt des Berliner Jamaika-Theaters. Unterstreichen die Zahlen doch eindeutig, dass jegliche Steuerentlastung für die „Reichen“ völlig unangebracht ist. Wobei ich es immer wieder erstaunlich finde, dass eine ungleiche Vermögensverteilung mit dem Instrument der Einkommenssteuer bekämpft werden soll, welche letztlich jene bestraft, die mit eigener Arbeit zu Vermögen kommen wollen. Hier geht es offensichtlich nicht um das Ziel einer gleicheren Vermögensverteilung, sondern um die Sicherung hoher Staatseinnahmen.

Der Reichtum basiert auf dem Leverage-Effekt

Wer ernsthaft die Vermögensverteilung nivellieren möchte, sollte zunächst verstehen, was hinter der Zunahme der Vermögen und der zunehmend ungleichen Verteilung derselben steht. Ansätze wie jene des französischen Ökonomen Thomas Piketty, der mit seinem Bestseller „Das Kapital im 21. Jahrhundert“ vor drei Jahren für Furore gesorgt hat, eignen sich dafür nicht. Die von ihm aufgestellte Behauptung, die Verzinsung des Kapitals läge dauerhaft über der Wachstumsrate der Wirtschaft, ist empirisch und mathematisch nicht haltbar.

Stelter strategisch

Zeit, die Cashquote zu erhöhen

von Daniel Stelter

Der eigentliche Treiber der unstrittigen Entwicklung der Vermögen ist ein anderer. Es ist wie von mir schon in meiner Piketty-Kritik „Die Schulden im 21. Jahrhundert“ erläutert der Leverage-Effekt.

Der funktioniert so: Nehmen wir an, Sie könnten sich eine Aktie zu 100 Euro kaufen, die eine sichere Dividende von 10 Euro pro Jahr bezahlt. Setzen Sie für den Kauf nur Eigenkapital ein, erzielen Sie eine Rendite von 10 Prozent. Attraktiver wäre es, sich 100 Euro von der Bank zu leihen und gleich zwei Aktien zu kaufen. Gibt die Bank sich mit fünf Prozent Zinsen zufrieden, gehen 5 Euro an die Bank und 15 Euro bleiben bei Ihnen. Macht 15 Prozent Rendite. In der Praxis dürfte die Bank noch großzügiger sein und sich mit nur 20 Prozent Eigenkapital zufrieden geben. Sie können sich also zu Ihren 100 Euro noch 400 Euro von der Bank leihen und fünf Aktien kaufen. Von den 50 Euro Dividende gingen dann 20 Euro an die Bank (5 Prozent auf 400) und Ihnen blieben 30 Euro! Eine Rendite von dreißig Prozent auf das eingesetzte Eigenkapital.

China Satellite Manufacturing Index

Die These: Satellitenfotos von chinesischen Industriebetrieben geben ein unbestechliches Bild der chinesischen Wirtschaft. Sie sind zuverlässiger als die offiziellen staatlichen Statistiken. Das Start-up SpaceKnow beobachtet für den Index zwei Mal pro Woche 6000 Industrieregionen in China.

Der Beweis: Bereits im August 2008, also noch vor der Pleite der Investmentbank Lehman Brothers, begann der Sinkflug des Index. Ende Januar 2009 erreichte er mit 42,5 Punkten seinen Tiefpunkt. Der anschließende rasante Anstieg nahm die wirtschaftliche Erholung vorweg. Frühzeitig bergab ging es mit dem Index auch im Herbst 2015. Anfang 2016 drückten dann Crash-Ängste in China die Weltbörsen.

Foto: WirtschaftsWoche

Skyscraper-Index

Die These: Visionäre Wolkenkratzerprojekte kündigen Wirtschaftskrisen an, denn kurz bevor eine Hausse endet, gehen Investoren die größten Risiken ein. Andrew Lawrence entwickelte 1999 als Immobilienanalyst bei der Investmentbank Dresdner Kleinwort Wasserstein den Skyscraper-Index.

Der Beweis: Die Petronas Towers in Kuala Lumpur kündigten 1997 die Asienkrise an, das Taipei 101 in Taiwan das Platzen der Dotcom-Blase und zuletzt 2008 das Burj Khalifa in Dubai die Finanzkrise.

Foto: AP

Misery-Index

Die These: Immer wenn die US-Wirtschaft auf dem Zenit ist, droht ein Börsencrash. Der Index addiert die Inflationsrate und die Arbeitslosenrate in den USA.

Der Beweis: Tiefststände erreichte der Misery-Index vor dem Beginn der Finanzkrise 2007 und dem Platzen der Dotcom-Blase 2000.

Foto: dpa

Baltic Dry Index

Die These: Der Index bildet die Frachtraten für den Schiffstransport von Rohstoffen ab, darunter Eisenerz, Kohle und Getreide. Verlangen die Reeder mehr für Transporte, wird der Welthandel wachsen und die Konjunktur anziehen. Sinken die Raten, ist ein Abschwung wahrscheinlich.

Der Beweis: Zwischen 2012 und 2014 verlor der Index den Link zur Konjunktur. Auf den Weltmeeren gab es ein deutliches Überangebot an Frachtraum. Entsprechend niedrig waren die Frachtraten. Der Baltic Dry wurde daher als „Schrott-Index“ verspottet. Seit Mitte 2015 läuft er wieder im gleichen Takt wie der Index MSCI World, der die Aktienmärkte der wichtigsten Industrienationen abbildet.

Foto: dpa

Wetterindizes ONI und NAO

Die These: Die von der US-Wetterbehörde NAAO entwickelten Indizes ONI und NAO nehmen die Wettertrends der kommenden Monate vorweg und können frühzeitig das Risiko für Wetterextreme anzeigen. Diese Trends beeinflussen maßgeblich die Energie- und Agrarpreise.

Der Beweis: Als 2010 in Russland Getreidefelder wegen anhaltender Trockenheit verdorrten, war der NAO auf einen Tiefststand gefallen. In der Folge stiegen die Getreidepreise auf ein Rekordniveau.

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Economic-Policy-Uncertainty-Index (EPU)

Die These: Wenn Unternehmen nicht wissen, welche Regulierungen oder Steuern auf sie zukommen, zaudern sie mit Investitionen. Auch die Börse mag keine Unsicherheit. Die Ökonomen Scott R. Baker, Nicholas Bloom und Steven J. Davis entwickelten 2015 für mehrere Länder Indizes wirtschaftspolitischer Unsicherheit. Dabei werten sie Zeitungsartikel nach Suchbegriffen aus.

Der Beweis:  Der globale EPU-Index kletterte Anfang des Jahres auf den höchsten Stand seit Beginn der Datenreihe 1997. Trotzdem setzten die Börsen ihre Rekordfahrt fort. Denkbar, dass steigende Aktienkurse von Journalisten als Zeichen für Sicherheit gewertet werden. Der Indikator ist daher nur bedingt tauglich.

Foto: dpa

GfK Konsumklima-Index

Die These: Das Vertrauen der Verbraucher in die eigene Wirtschaft und ihre Bereitschaft, Geld auszugeben, zeigt, wie sich die Konjunktur entwickeln wird. Die GfK-Marktforscher befragen dazu regelmäßig deutsche Konsumenten.

Der Beweis: In Deutschland funktioniert der Konsumklimaindex relativ gut als Frühindikator, weil er dem Aktienindex Dax meist einige Wochen voraus läuft.

Foto: dpa

Kfz-Neuzulassungen

Die These: Wenn es den Verbrauchern gefühlt wirtschaftlich gut geht, kaufen sie mehr Neuwagen. Beurteilen sie die wirtschaftliche Lage dagegen skeptisch, verkaufen die Händler weniger Autos.

Der Beweis: Im Krisenjahr 2013 gingen die Neuzulassungen für Pkw in Deutschland gegenüber dem Vorjahr deutlich zurück.

Foto: dpa

iPhone-Index

Die These: Der iPhone Index des japanischen Finanzdienstleisters Nomura vergleicht die Preise für das hochwertige Touchscreen-Telefon in 23 Ländern – und kommt zu so ganz anderen Ergebnissen als herkömmliche Indizes. Ihm zufolge ist der US-Dollar die am meisten unterbewertete Währung weltweit. Der Big-Mac-Index hingegen – der Veteran unter den skurrilen Indizes – kommt zum gegenteiligen Ergebnis.

Der Beweis: Steht noch aus, den Index gibt es erst seit 2016. Seine Urheber sind von der Aussagekraft des iPhone-Index jedoch überzeugt. Bilal Hafeez, globaler Chef für Devisen-Analysen bei Nomura in London, sieht den Index deshalb im Vorteil, weil er das „definierende Produkt des digitalen Zeitalters” verwendet.

Foto: AP

iPad-Barometer

Die These: So ähnlich wie der iPhone-Index dürfte auch das iPad-Barometer des Société-Générale-Währungsstrategen Kit Jutes funktionieren.

Der Beweis: Ob der Index tatsächlich seine Arbeit tut, ist nicht nachprüfbar. Den Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge, handelt es sich um Jutes' „persönlichen” Index.

Foto: AP

Billy-Regal-Index

Die These: Der Billy-Index berechnet die Kosten für das Ikea-Regal in Weiß mit 202 Zentimetern Höhe, 80 Zentimetern Breite und 28 Zentimetern Tiefe in 48 Ländern. Die Preise werden am 15. Oktober aus dem Katalog für das kommende Jahr ermittelt und auf Basis des durchschnittlichen Wechselkurses der vorherigen 30 Tage in Dollar umgerechnet.

Der Beweis: Als Ikea 2014 den Preis für das Regal in der Euro-Zone nicht anhob, wurde das als Indiz für Schwierigkeiten bei der Erholung von der europäischen Staatsschuldenkrise gewertet.

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Rocklängen-Index

Die These: Je kürzer der Rock, desto besser geht es der Wirtschaft. Diese Beobachtung hat der Ökonom George Taylor schon in den 1920-er Jahren gemacht, der die Entwicklung des Aktienindex mit der Rocklänge in Verbindung brachte.

Der Beweis: Laut Einzelhandel ist das aber nur ein Mythos. Dennoch bleiben einige Ökonomen der Theorie treu und verweisen auf die langweiligen Rocklängen, die im Zuge der Finanzkrise 2008 in die Läden kamen. Andere befürchten, dass die Maxi-Röcke, die auch im Sommer 2016 modern waren, auf einen neuen Abschwung hindeuten.

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Big-Mac-Index

Die These: Der Index zeigt den Zusammenhang zwischen den Wechselkursen in unterschiedlichen Staaten und den Kosten für einen Big Mac. Wenn der Burger in China 45 Prozent günstiger ist als in den USA, bedeutet dies, dass der Yuan gegenüber dem Dollar 45 Prozent unterbewertet ist.

Der Beweis: Das Magazin „The Economist“ veröffentlicht diesen Index jedes Jahr. In diesem Jahr liegt in der Eurozone der durchschnittliche Preis für einen Big Mac bei 4,47 Dollar.  Das Beispiel China zeigt jedoch, dass der einfache Index noch erweitert werden muss. Denn es ist zu erwarten, dass Waren in solchen Ländern günstiger sind, in denen auch die Kosten niedriger sind. Deshalb vergleichen die Autoren den Dollar-Preis eines Big Mac auf das Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner und stellen dabei einen starken Zusammenhang fest.

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Hühnchen-Index

Die These: Das System des Big-Mac-Index wurde 2016 nicht nur auf iPhones, sondern auch auf Hühnchen übertragen. Die Idee setzte das Analystenhaus Sagaci Research um. Gemessen wird die Bewertung einer Währung über eine Kaufkraft-Paritätsanalyse, bei der die Kosten für eine zwölf Teile umfassende Mahlzeit in einem KFC-Restaurant zugrunde gelegt werden. Insgesamt werden die Währungen in 16 afrikanischen Ländern miteinander verglichen.

Der Beweis: Noch ist der Index jung, Beweise für die Richtigkeit seiner Einschätzung gibt es nicht. Übrigens: Im vergangenen Jahr soll der Kwanza, die Währung Angolas, mit 72 Prozent am meisten gegenüber dem Dollar überbewertet gewesen sein. Sagaci wollte den Index einmal pro Quartal fortschreiben. Bisher gibt es jedoch keine neuen Zahlen.

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Lippenstift-Index

Die These: Ein bisschen was will Frau sich auch in wirtschaftlich schlechten Zeiten gönnen. Wenn das Geld nicht für teure Handtaschen reicht, greifen sie verstärkt zu Lippenstiften. Die Theorie stammt von Leonard Lauder, Geschäftsführer von Estee Lauder.

Der Beweis: Tatsächlich hat sich der Verkauf von Lippenstift laut dem Forschungsinstitut Investopia nach der Rezession, die auf den 11. September 2001 folgte, verdoppelt.

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Marine-Rekrutierungs-Index

Die These: Wie intensiv für den Eintritt in das US-Marine-Korps geworben wird, hängt von der Situation auf dem Arbeitsmarkt ab. In schlechten Zeiten ist es schwierig, einen Arbeitsplatz zu bekommen, deshalb melden sich mehr Menschen freiwillig für die Marine. Wird die Zahl der Bewerber allerdings zu hoch, verändert die Marine ihre Werbevideos: In den Kurzfilmen wird die Arbeit härter und unattraktiver dargestellt, so dass die potenziellen Rekruten abgeschreckt werden.

Der Beweis: 2005 stellte die Marine den Beruf noch als sehr spannend dar: http://www.youtube.com/watch?v=S2MeLM2Sz34. Wegen vieler Bewerber und einem verkleinerten Korps sah das 2008 schon ganz anders aus: http://video.nytimes.com/video/2009/09/17/multimedia/1247464674219/america-s-marines-from-2008.html

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Windel-Ausschlag-Indikator

Die These: Wenn das Geld knapp ist, macht der Sparzwang auch vor den Kleinsten nicht Halt: Eltern wechseln seltener die Windeln ihrer Säuglinge.

Der Beweis: Nach Daten des Marktforschungsinstituts Symphony IRI ging der Verkauf von Wegwerf-Windeln seit 2009 innerhalb eines Jahres um neun Prozent zurück, während der Verbrauch von Salbe gegen Windel-Ausschlag um 2,8 Prozent zunahm.

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Japanischer Haarschnitt-Indikator

Die These: Woran spart die japanische Frau, wenn die Zeiten schlecht sind? An der Haarpflege: Sie geht seltener zum Friseur, um ihre Haarpracht schneiden, färben und pflegen zu lassen. Während einer Rezession lässt sie sich die Haare gerne ein paar Zentimeter kürzer schneiden, dadurch dauert es länger, bis der nächste Friseurbesuch ansteht.

Der Beweis: Die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei bezieht sich auf eine mehrjährige Umfrage, die nach Meinung der Autoren diesen Zusammenhang zeigt. Wissenschaftler sind jedoch kritisch, denn wer eine Kurzhaarfrisur pflegen will, muss häufiger zum Friseur gehen, um die Länge zu erhalten.

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Heiße-Kellnerin-Index

Die These: Je attraktiver die Kellnerin ist, desto näher befindet sich die Wirtschaft am Abgrund. Boomt die Wirtschaft, können physisch attraktive Menschen ihr Aussehen nutzen, um besser bezahlte Jobs zu bekommen, beispielsweise als Model oder in der Werbung.

Der Beweis: Wissenschaftliche Beweise liegen nicht vor, das York Magazine beschreibt  dieses Modell jedoch als sehr plausibel.

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Schmale-Krawatten-Indikator

Die These: Mit der Krawatte beschäftigen sich gleich zwei Indikatoren: Einer besagt, dass Männer in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Krawatten kaufen, um den Anschein zu erwecken, dass sie besonders hart arbeiten. Der andere: In schlechten Zeiten werden die Krawatten schmaler und wenn die Wirtschaft sich erholt werden sie heller.

Der Beweis: In Großbritannien stieg der Verkauf von Krawatten sprunghaft an, als bekannt wurde, dass im Jahr 2007 Entlassungen drohen. Die Männer wollten ihren Chefs damit zeigen, dass sie bei der Arbeit ranklotzen. In Kriegszeiten hingegen führte der Sparzwang dazu, dass die Krawatten schmaler wurden.

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Google-Suche-Index

Die These: Täglich werden Millionen Google-Suchanfragen gestellt. Die Betreiber der Suchmaschine haben die Suchbegriffe ausgewertet. Tauchen häufiger Luxusgüter als Suchbegriffe auf, ist das ein gutes Zeichen für die Konjunktur.

Der Beweis: Googles Statistik gibt keinen Beleg für die These her. Seit 2007 nutzen US-Bürger bei Google-Suche grundsätzlich seltener Begriffe von Luxusgütern wie beispielsweise „Diamanten“.

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Coupon-Ausschnitte-Index

Die These: Wenn sich die wirtschaftliche Lage verschlechtert, nutzen Verbraucher die Rabatt-Coupons aus Anzeigenblättern, um Geld zu sparen.

Der Beweis: 2009 ist die Zahl der eingelösten Coupons, die US-Verbraucher für den Einkauf nutzen konnten, stark angestiegen. In Deutschland spielen solche Rabattmarken eine geringere Rolle. Es ist daher deutlich schwieriger einen Zusammenhang zu belegen.

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Unterwäsche-Index

Die These: Wo lässt es sich besonders unauffällig sparen, wenn die Zeiten schlecht sind? Ganz einfach: Bei der Unterwäsche. Ist das Geld knapp, verzichten Männer darauf, sich neue Unterwäsche zu kaufen.

Der Beweis: Das Forschungsinstitut Mintel hat herausgefunden, dass der Verkauf von Herrenunterwäsche 2009 um 2,3 Prozent zurückging - zum ersten Mal seit 2003.

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Bauunternehmer-Rückruf-Geschwindigkeits-Index

Die These: Wenn das Geschäft bei Bauunternehmern brummt, haben sie keine Zeit zum Telefonieren. Je schneller der Unternehmer zurückruft, desto schlechter geht es wohl der Wirtschaft.

Der Beweis: Es gibt kaum verlässliche Daten, die dieses Phänomen belegen. Es erscheint aber schlüssig, denn in schlechten Zeiten werden wohl weniger Menschen ihre Häuser renovieren.

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Gebackene-Bohnen-Index

Die These: Wenn das Geld knapp ist, werden auch die Mahlzeiten einfacher. Um beim Essen zu sparen, greifen Verbraucher verstärkt zu Lebensmitteln aus der Dose.

Der Beweis: Im Jahr 2009 stieg der Wert der verkauften gebackenen Bohnen in Großbritannien im Vergleich zum Vorjahr um 23 Prozent an.

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Popcorn-Index

Die These: Ist das eigene Leben trist und sorgenreich, suchen die Menschen Ablenkung im Kino.

Der Beweis: Kinos hatten während der Rezession 2009 eines ihrer besten Jahre. Als sich die Märkte wieder beruhigten, war auch der Anstieg der Kinogänger zu Ende.

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Krokodilleder-Taschen-Index

Die These: Wenn weniger Amerikaner Luxusgüter kaufen, geht die Produktion von Handtaschen aus Alligator- oder Krokodilleder zurück.

Der Beweis:2009 gerieten Alligator-Farmen in Zahlungsschwierigkeiten, als der Markt für die teureren Kroko-Handtaschen einbrach, derweil wuchs die Population der Alligatoren.

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Nun merken auch andere, was für ein gutes Geschäft das ist und geben sich mit Renditen unter 30 Prozent zufrieden, zahlen also mehr für die Aktie.

Steigt der Kurs auf 140 Euro haben Sie nicht nur einen schönen Kursgewinn erzielt, sondern auch wieder erheblich mehr Eigenkapital. Ihre zur Beleihung zur Verfügung stehende „Margin“ erhöht sich dadurch auf 300 Euro (100 plus 200 Kursgewinn). Zwar ist die Dividendenrendite von 10 auf nur noch 7 Prozent gefallen. Doch liegt sie damit immer noch über dem Zinssatz der Bank.

Politische Krisen lassen sich auch am Verhalten des Börsenmarktes ablesen: Oft reagieren Anleger mit blanker Panik und wollen ihre Schäfchen, also ihre Gewinne, ins Trockene bringen. Der US-Aktienmarkt hat schon zahlreiche politische durchlebt. Ob militärischer Konflikt, Gewalttaten von internationaler Bedeutung oder die Lossagung von Bündnispartnern: Geopolitische Ereignisse lassen die Wall Street nicht kalt. Doch nicht immer fallen die Reaktionen so heftig aus, wie zuvor erwartet, und häufig stabilisieren sich die Kurse schneller, als gedacht.

Quelle: Deutsche Bank

Foto: dpa

Politische Krisen lassen sich auch am Verhalten des Börsenmarktes ablesen. Der US-amerikanische Markt hat schon einige solcher Krisen durchlebt. Ob militärischer Konflikt, Gewalttaten von internationaler Bedeutung oder die Lossagung von Bündnispartnern: Der Markt reagiert auf geopolitische Ereignisse. Doch nicht immer fallen die Reaktionen so heftig aus, wie vorher erwartet, und häufig stabilisieren sich die Kurse schneller, als gedacht.

Quelle: Deutsche Bank

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Platz 13: Ukraine-Konflikt – 2 Prozent Verlust

Auch wenn Aktienhändler in den meisten Fällen geopolitische Ereignisse registrieren – gravierende Auswirkungen haben sie nicht immer. Das zeigt der Ukraine-Konflikt, der 2014 begann. In sechs Verkaufstagen büßte der amerikanische Aktienmarkt damals nur 2,0 Prozent ein. Ein Jahr später hatte er bereits wieder 11,5 Prozent zugelegt.

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Platz 12: Sowjetische Invasion in Afghanistan – 3,8 Prozent Verlust

1979 marschierte die sowjetische 40. Armee in Afghanistan ein, um die säkulare kommunistische Regierung zu stützen. Das hatte nicht nur einen Bürgerkrieg in Afghanistan zur Folge, sondern auch Verluste am Aktienmarkt in Höhe von 3,8 Prozent. Der Bürgerkrieg dauerte zwar mindestens bis zum Jahr 2001, – bereits ein Jahr nach der sowjetischen Invasion waren die Kurse aber wieder um 29,6 Prozent gestiegen.

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Platz 11: Bau der Berliner Mauer – 3,9 Prozent Verlust

Eines der prägendsten Ereignisse der deutschen Geschichte hinterließ auf dem amerikanischen Aktienmarkt leichte Spuren. Um 3,9 Prozent gingen die Kurse 1961 mit dem Bau der Berliner Mauer in 25 Verkaufstagen zurück. Auch ein Jahr später hatte sich der Markt noch nicht wieder erholt: Die Kurse waren um weitere 14,9 Prozent gefallen. Die Mauer hingegen fiel erst 1989.

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Platz 10: Erster Irakkrieg – 4,9 Prozent Verlust

1991 vertreiben amerikanische Streitmächte den Irak aus Kuwait, das der irakische Diktator Saddam Hussein ein Jahr zuvor überfallen und annektiert hatte. Der amerikanische Aktienmarkt reagierte mit Verlusten von 4,9 Prozent in 20 Verkaufstagen. Ein Jahr später lag der Zuwachs schon wieder bei 23,5 Prozent.

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Platz 9: Zweiter Irakkrieg – 5,3 Prozent Verlust

Um 5,3 Prozent in sieben Verkaufstagen gingen die Kurse 2003 beim zweiten Irakkrieg zurück und damit etwas stärker, als zwölf Jahre zuvor. Dafür war auch der Zuwachs im ersten Jahr nach dem Ereignis um einiges höher: Ganze 32,8 Prozent mehr verzeichnete der Markt schon 2004.

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Platz 8: Brexit-Votum – 5,6 Prozent Verlust

Abgesehen von der Zukunft der Europäischen Union waren Experten 2016 vor allem besorgt um die Reaktion der Aktienmärkte auf das britische Referendum. Der Alptraum vieler trat am 23. Juni tatsächlich ein, eine Mehrheit der Briten stimmte für einen Austritt aus der EU. Der Schock am Markt blieb allerdings aus: Die Wall Street verzeichnete in den 14 Verkaufstagen nach dem Ereignis lediglich 5,6 Prozent Verlust. Während Premierminister David Cameron seinen Amtssitz für immer verließ, sind die Kurse heute bereits wieder um 20,9 angewachsen.

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Platz 7: Sechstagekrieg – 6,5 Prozent Verlust

Der israelische Sechstagekrieg, der die Geopolitik des Nahen Ostens bis heute beeinflusst, hatte auf die Aktienmärkte nur kurzfristigere Auswirkungen. Zwar verzeichnete die Wall Street in 20 Handelstagen Verluste von 6,5 Prozent, war aber ein Jahr später schon wieder um 13 Prozent angestiegen.

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Platz 6: Kubakrise – 6,6 Prozent Verlust

Erstmals mit der Möglichkeit eines atomaren Kriegs konfrontiert, reagierte nicht nur die Weltöffentlichkeit besorgt: Für den amerikanischen Aktienmarkt hatte die Ankündigung Kennedys, die Stationierung sowjetischer Atomraketen auf Kuba notfalls mit Waffengewalt zu verhindern, Verluste von 6,6 Prozent in sieben Verkaufstagen zur Folge. Nach gut zwei Wochen war die Krise vorbei. Ein Jahr später waren die Kurse um 36,5 Prozent angestiegen.

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Platz 5: Iranische Geiselnahme – 10,2 Prozent Verlust

1979 löste die Besetzung der US-amerikanischen Botschaft in Teheran durch iranische Studenten zwischen den beiden Ländern die größte Krise der Neuzeit aus. 444 Tage lang wurden daraufhin Diplomaten der Vereinigten Staaten als Geiseln gehalten. In den ersten 24 Verkaufstagen nach der Besetzung fielen die Kurse um 10,2 Prozent. Aufgrund der zeitlichen Dimension stellte sich aber bald ein Gewöhnungseffekt ein: Ein Jahr später, die Geiselnahme dauerte immer noch an, hatten die Kurse schon wieder um 29,3 Prozent zugelegt.

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Platz 4: Angriff auf Pearl Harbor – 10,2 Prozent Verlust

Eines der zentralsten Ereignisse des Zweiten Weltkriegs ließ auch den amerikanischen Aktienmarkt erzittern: Mit dem Überfall auf den US-Marinestützpunkt Pearl Harbor durch das japanische Kaiserreich (hier eine Szene aus dem gleichnamigen Film) stürzten die Kurse 1941 binnen 17 Verkaufstagen um 10,2 Prozent ab. Allerdings stabilisierte sich der Markt bald wieder, und verzeichnete im darauffolgenden Jahr Zuwächse von 15,3 Prozent. Und das, obwohl der Angriff den Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg auslöste und der Krieg noch drei Jahre andauern sollte.

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Platz 3: Terroranschläge vom 11. September 2001 – 11,6 Prozent Verlust

Er hat sich als schwerster Terrorakt der Neuzeit in das kollektive Gedächtnis eingebrannt: Der 11. September 2001 markiert einen Wendepunkt im internationalen Umgang mit dem radikalislamischen Terrorismus. Während das ganze Land in eine Schockstarre verfiel, stürzte auch der amerikanische Aktienmarkt ab. In sechs Verkaufstagen fielen die Kurse um 11,6 Prozent. Eine Rehabilitierung stellte sich so bald nicht ein. Ein Jahr später waren die Kurse um weitere 12,5 Prozent gefallen, was auch mit der militärischen Reaktion der USA zusammenhing. Die folgenden Kriegszüge im Irak und in Afghanistan zogen geringere Kursrutsche nach sich.

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Platz 2: Koreakrieg – 12,9 Prozent Verlust

Der Angriff des kommunistischen Nordkoreas auf Südkorea 1950 löste einen drei Jahre andauernden Krieg zwischen den beiden Bruderstaaten aus, der erst mit der Unterzeichnung des Waffenstillstandsabkommen von Panmunjom endete, der auf dem Bild zu sehen ist. Der Angriff führte zu Verlusten von 12,9 Prozent binnen 17 Verkaufstagen auf dem amerikanischen Aktienmarkt. Aber auch hier galt einmal mehr: politische Börsen haben kurze Beine. Ein Jahr später waren die Kurse um 31,4 Prozent gewachsen und hatten den ursprünglichen Verlust damit mehr als wettgemacht.

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Platz 1: Jom-Kippur-Krieg – 17,1 Prozent Verlust

In der Folge des vierten arabisch-israelischen Krieges von 1973 verhängten die Vereinigten Staaten ein totales Ölembargo, das eine schwere Ölkrise auslöste. Die Kurse an der Wall Street fielen um 17,1 Prozent in den ersten 27 Verkaufstagen nach Ausbruch des Krieges. Der Jom-Kippur-Krieg markierte damit die heftigste Reaktion des amerikanischen Aktienmarktes auf ein geopolitisches Ereignis seit dem Zweiten Weltkrieg. Zu einer schnellen Erholung kam es nicht: Nach einem Jahr notierte die Wall Street sogar 28,2 Prozent im Minus – Anfang der 1970er-Jahre taumelte die ganze Weltwirtschaft in die Krise.

Foto: dpa

Sie leihen sich weitere 840 Euro und kaufen dazu. Dann haben sie 11 Aktien im Wert von 1540 Euro und Schulden von 1240 Euro. Die Rendite auf ihr Eigenkapital von 300 Euro sinkt zwar auf 16 Prozent, der Gesamtüberschuss (Dividende minus Zinsen) wächst allerdings von 30 auf 48 Euro. Es lohnt sich, solange mehr Schulden aufzunehmen, wie die Dividendenrendite über dem Zinssatz der Bank liegt. Man spricht vom Hebeleffekt (Leverage).

Das war in den letzten 30 Jahren ein sicheres Geschäft. Die Zinsen sanken von über 10 Prozent auf heute Null und die Banken gaben sich mit immer weniger Margin zufrieden. Alle Assetpreise haben davon profitiert: Aktien, Anleihen, Immobilien, Kunst. Die Kreditvergabe der Banken zum Kauf von vorhandenen Assets hat sich in diesem Zeitraum vervielfacht.

Kein Wunder, dass die Vermögen seit Mitte der 1980er Jahre überproportional steigen!

Monatsbericht der Bundesbank

Deutsche Wirtschaft bleibt auf kräftigem Expansionskurs

Das Bankensystem schafft unbegrenzt Reichtum

Hinter der Entwicklung der Vermögenspreise steckt also die Geldschaffungsmöglichkeit des Bankensystems. Da die Banken (fast) unbegrenzt neue Kredite vergeben können und so neues Geld schaffen, liefern sie den erforderlichen Treibstoff, um die Nachfrage nach Vermögenswerten weiter in die Höhe zu treiben. Besonders beliebt ist dabei die Finanzierung von Immobilien. Es ist kein Wunder, dass der Großteil des von Piketty und anderen bedauerten Vermögenszuwachses der letzten dreißig Jahre auf den Wertzuwachs der Immobilien zurückgeführt werden kann.

In einer von der Notenbank von San Francisco herausgegeben Studie wird die Entwicklung der Immobilienpreise seit 1870 der Kreditvergabe gegenübergestellt. Eindeutiges Ergebnis: eine steigende Kreditvergabe für Immobilien geht mit einem überproportionalen Wertzuwachs der Immobilien einher. Der Leverage-Effekt funktioniert also genau so, wie oben beschrieben.

1. Gehen Sie bewusst Risiken ein, um kontinuierliche Vermögensverluste zu vermeiden

Grundsätzlich ist es wichtig zu akzeptieren, dass Investitionsentscheidungen immer die Zukunft betreffen und diese niemals vollständig zu prognostizieren ist. Jede Art der Geldanlage ist deshalb mit Unsicherheit und Risiko verbunden. Das gilt auch für sogenannte „sichere Anlagen“. Trotzdem setzen Privatanleger besonders gerne auf solche Anlagen. So betrachtet ein Großteil der deutschen Bevölkerung vermietete Immobilien als eine der sichersten Anlagen überhaupt. Ganz anders sieht das allerdings das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin. Die Ökonomen haben ermittelt, dass von den knapp sieben Millionen privaten Eigentümern vermieteter Immobilien in Deutschland rund drei Millionen keinen Cent verdienen. Auch „sichere Anlagen“ können also zu ganz massiven realen Vermögensverlusten führen.

(Quelle: Genève Invest)

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2. Widerstehen Sie kurzfristigen Gewinnmitnahmen

In einer sich immer schneller verändernden Welt sind Sicherheit und Bestätigung wichtige menschliche Grundbedürfnisse. Das spiegelt sich auch im Börsenverhalten vieler Privatanleger wider. Insbesondere in unsicheren Zeiten sowie in eher schwachen Börsenphasen neigen viele Investoren dazu, einmal erzielte Gewinne festzuhalten. Der einfachste Weg ist dabei der Verkauf von Aktien- und Anleihepositionen, die sich – wenn auch nur geringfügig – im Plus befinden. Oft werden deshalb schon kleine Gewinne viel zu früh realisiert. Dabei übersehen Anleger aber, dass die Mittel erneut investiert werden müssen und die vermeintliche Sicherheit nur sehr vorrübergehend ist. Anleger sollten sich dieser Zusammenhänge bewusst sein und gutlaufende Positionen so lange halten, bis sie ihr ursprünglich gesetztes Kursziel erreicht haben.

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3. Begrenzen Sie Ihre Verluste

Während kleine Gewinne viel zu schnell mitgenommen werden, wird an schlechten Investments, die sich im Minus befinden, oft viel zu lange festgehalten. Das kann zu enormen Verlusten führen. Das lange Festhalten ist zu einem großen Teil psychologisch bedingt: Schließlich bedeutet die Auflösung einer Verlustposition eine Niederlage, die erst dann tatsächlich gewahr wird, wenn die Verluste realisiert sind und die Chance auf eine Erholung damit vergeben ist. Verluste wachsen deshalb immer weiter an. Anleger sollten bedenken, dass eine Position, die sich mit 10 Prozent im Minus befindet, um gut 11 Prozent wieder ansteigen muss, um das Ausgangsniveau zu erreichen. Nur für Anleihen gilt das nicht unbedingt: Rentenpapiere sind meist endfällig und müssen bei Zahlungsfähigkeit des Emittenten in der Regel zu 100 Prozent getilgt werden.

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4. Vergessen Sie den Einstandskurs

Mal abgesehen von der schwachen Performance, die die Realisierung kleiner Gewinne und das konsequente Festhalten an Verlustpositionen zur Folge hat, führt diese „Strategie“ auch dazu, dass sich die Qualität des Portfolios bei wachsendem Risiko kontinuierlich verschlechtert. Gewinner werden aus der Hand gegeben, Verlierer behalten. Zudem blockiert die zunehmende Anzahl von Nieten immer mehr Kapital, dass für risikoärmere oder gewinnträchtigere Wertpapiere eingesetzt werden könnt. Um dieser Entwicklung vorzubeugen, ist es sinnvoll, sich von den Einstandskursen gedanklich zu lösen. Entscheidend für einen Verkauf oder das Festhalten an einer Position darf deshalb immer nur die für die Zukunft erwartete Entwicklung sein. Haben sich wichtige Verkaufsgründe ergeben, spielt der Einstandskurs keine Rolle.

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5. Vermeiden Sie es, auf vermeintlich attraktive Modethemen aufzuspringen

Die Gier der Masse sollte niemals unterschätzt und in Bezug auf die Vermögenverwaltung mit größter Vorsicht behandelt werden. Dies gilt für jegliche Form der Geldanlage – seien es Aktien, Anleihen oder auch Immobilien. Kommen einzelne Titel, ein Sektor, eine Branche oder auch eine ganze Anlageklasse plötzlich in Mode, und Investoren sind in der Erwartung weiter steigender Kurse praktisch zu jedem Preis dazu bereit, sich finanziell zu engagieren, sollten Sie unbedingt Abstand halten. Die Gier, gepaart mit einer gewissen Euphorie, sowie der Angst, nicht dabei zu sein und damit „sichere“ Vermögenszuwächse zu verpassen, können leicht zu einer Spekulationsblase führen, die platzt.

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6. Lassen Sie sich nicht von schlechter Stimmung anstecken

Genauso gefährlich wie es ist, sich von übermäßiger Euphorie und Gier anstecken zu lassen, genauso falsch ist es, bei größeren Marktrückgängen in Panik zu verfallen oder gerade unbeliebte Sektoren außer Acht zu lassen. So können sich gerade in „gestressten Marktphasen“ überdurchschnittliche Chancen ergeben. Großes Angebot stößt auf wenig Nachfrage mit entsprechenden Folgen für die Preise. Oft sind bei einer derartigen Investitionsstrategie allerdings Geduld, Disziplin und Stärke gefragt. So bedarf es unter Umständen viel Zeit, bis andere Investoren zu ähnlichen Erkenntnissen und einer ebenfalls positiven Einschätzung kommen. In der Zwischenzeit ist es jedoch möglich, dass sich die Position entgegen den eigenen Erwartungen negativ entwickelt. Insgesamt lässt sich sagen, dass eine vorschnelle Umorientierung des Portfolios aufgrund von Modeerscheinungen keineswegs clever ist, da ein derartiges Verhalten erhebliche Performance kosten kann.

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7. Investieren Sie niemals in todsichere Tipps

Sicher haben Freunde, Nachbarn oder irgendwelche angeblichen Finanzberater Ihnen auch schon einmal von einer todsicheren Aktien-, Edelmetall- oder Beteiligungsanlage berichtet, die Ihnen garantiert hohe Gewinne bringen würde. „Gewinnen“ können Sie mit „todsicheren Tipps“ allerdings nur dann, wenn Sie sie konsequent ignorieren. So werden Vermögensverwalter von unseren Kunden häufig mit entsprechenden Empfehlungen Dritter konfrontiert. Dabei hat die Auswertung über 15 Jahre hinweg ergeben, dass die Ergebnisse selbst bei Geldanlagen und Modellen, die nicht von vornherein auf Betrug ausgelegt waren, zu einem großen Anteil katastrophal ausgefallen sind. Häufig wäre es sogar zum Totalausfall des eingesetzten Kapitals gekommen. Je verlockender die Gewinnchancen sind, desto höher ist im Allgemeinen auch das Risiko.

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8. Vermeiden Sie eine zu einseitige Depotausrichtung

Jede Geldanlage performt mal besser und mal schlechter. Verluste können auch bei noch so sorgfältiger Auswahl niemals ausgeschlossen werden. Das Anlagevermögen sollte deshalb breit diversifiziert auf möglichst viele Assetklassen aufgeteilt werden. Dann sind auch keine hektischen Aktionen erforderlich, wenn sich einige Titel oder ein ganzes Segment „Richtung Süden“ bewegt. So gab es in der Vergangenheit nur sehr selten Phasen, in denen nahezu alle Vermögensklassen unter einer schlechten Entwicklung gelitten haben. Meist konnten Verluste in einem Bereich durch die gute Performance anderer Bereiche ausgeglichen oder im Optimalfall überkompensiert werden.

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9. Vermeiden Sie zyklisches Anlageverhalten

Portfolios mit einem höheren Aktienanteil werfen langfristig stärkere Ergebnisse ab als solche mit einem geringeren Aktienanteil. Grundsätzlich gilt: Je dynamischer die Anlage, desto besser das Ergebnis. Privatanleger neigen dazu, ihren Aktienanteil während gut laufender Börsenphasen sukzessive zu erhöhen, um am Ende einer Hausse dann eine Aktiengewichtung zu haben, die überhaupt nicht mehr der eigenen Risikomentalität entspricht. Bei fallenden Märkten ist es dagegen genau umgekehrt. Es kommt somit in beiden Richtungen zu einem sehr zyklischen Anlageverhalten. Das hat zur Folge, dass das Depot am Ende einer Schwächephase systematisch viel zu wenig Risikopapiere enthält und am Ende eines Aufschwungs, bei dem die Bewertung der jeweiligen Papiere sehr hoch ausfällt, davon vollkommen überfrachtet ist.

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10. Bleiben Sie mit einem guten Liquiditätsmanagement handlungsfähig

Manche Anleger werden ausgesprochen nervös, wenn sich in ihrem Portfolio noch eine Restliquidität befindet. Schließlich kann mit diesen Mitteln keine positive Rendite erwirtschaftet werden. Grundsätzlich ist aber zu bedenken, dass die Märkte über längere Zeiträume hinweg zum Teil deutlich schwanken und praktisch immer mehr oder weniger starke Über- oder Unterbewertungen aufweisen. Anleger, die stets voll investiert sind, haben in Unterbewertungsphasen keinen Spielraum mehr, günstige Einstiegsgelegenheiten zu nutzen. Es ist deshalb wichtig darauf zu achten, in jedem Umfeld handlungsfähig zu bleiben. Dabei muss diese Regel nicht zwangsläufig über das Halten von Barbeständen umgesetzt werden. Das gewünschte Ziel, stets flexibel zu sein, kann auch mit Ertrag bringender „Liquidität“, wie etwa kurzlaufenden Unternehmensanleihen realisiert werden. Diese Papiere sind in der Regel jederzeit über die Börse veräußerbar und tendieren auch in einem schwierigen Marktumfeld dazu, eine hohe Preisstabilität sicherzustellen.

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11. Kleben Sie nicht am Index

Mal Hand aufs Herz: Sind Sie wirklich zufrieden, wenn Ihr Vermögensverwalter in einem Jahr 30 Prozent Ihres Anlagevermögens vernichtet und dies auch noch als gute Leistung verkaufen will, nur weil der DAX im selben Zeitraum 32 Prozent verloren hat? Die Antwort auf diese Frage dürfte eindeutig ausfallen. Dennoch orientieren sich viele professionelle Investoren, aber auch Privatanleger an einer Benchmark und versuchen diese möglichst exakt nachzubilden. Bei Fondsmanagern und anderen Performanceverantwortlichen ist das sogenannte „Benchmark hugging“ meist auf die Angst zurückzuführen, sich bezüglich ihrer Anlageentscheidungen rechtfertigen zu müssen. Wer den Index nachahmt, wird kaum entlassen werden, weil er ja – von etwaigen Kosten einmal abgesehen – nicht unterdurchschnittlich abgeschnitten hat. Bei der Zusammenstellung eines Portfolios ist es deshalb sinnvoll, nur wenig oder überhaupt nicht auf Marktindizes zu achten, sondern stattdessen ganz gezielt solche Vermögenswerte zu erwerben, die bei einem angemessenen Risikolevel das beste Potenzial für zukünftige Rendite bieten.

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12. Misstrauen Sie der historischen Performance großer Fondsgesellschaften

Viele Fondsgesellschaften haben ausschließlich Fonds im Angebot, die in ihrer Kategorie zu den Top-Performern gehören. Privatanleger ziehen daraus fälschlicherweise den Schluss, dass die jeweiligen Anbieter hervorragend arbeiten und ihren Kunden die bestmögliche Performance bieten. Etwas anders stellt sich die Situation bei kleineren und mittleren Vermögensverwaltern und Investmentboutiquen dar. Zum einen fallen Fondsschließungen deutlich eher auf, zum anderen stehen die Manager sehr viel stärker mit ihrem persönlichen Namen für die verfolgten Anlagestile, aber auch den Erfolg oder Misserfolg des jeweiligen Produkts ein. Entsprechend hoch ist ihre Motivation, eine gute Leistung zu zeigen und die von ihnen verwalteten Fonds am Laufen zu halten. Um mit Fondsanlagen gute Ergebnisse zu erzielen, ist es wichtig, selbst eine klare Markteinschätzung zu haben und sich eine Meinung darüber zu bilden, welche Segmente die besten Aussichten aufweisen.

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13. Streben Sie keine vollkommene Informationserfassung an

In der heutigen Zeit ist es sehr einfach, Unmengen von Informationen anzusammeln. Das macht die Bewertung potenzieller Anlagemöglichkeiten jedoch nicht zwingend effektiver. So sollte sich die Datenanalyse immer auf ein einfaches analytisches Rahmenkonzept stützen, um klare Schlussfolgerungen ziehen zu können. Zudem empfiehlt es sich, Marktströmungen sowie etwaige von anderen Marktteilnehmern ausgehende Störfaktoren weitestgehend auszublenden. Auf diese Weise können es Anleger vermeiden, sich von neuen Modeerscheinungen leiten zu lassen, statt an den grundlegenden Bewertungsprinzipien von Investitionen festzuhalten. Der Schlüssel zu einer erfolgreichen Wertpapieranlage wird immer die vernünftige Selektion und Auswertung bewertungsrelevanter Unternehmensdaten bleiben, egal welche und wie viele darüber hinausgehende Information im Internet oder anderen Medien auch immer verfügbar sein mögen.

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14. Lassen Sie sich nicht für dumm verkaufen

Viele Privatanleger beschäftigen sich ungern mit der Geldanlage und delegieren diese deshalb komplett an ein Familienmitglied, eine Bank oder eine Vermögensverwaltung. Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Dabei sollten sie aber darauf achten, dass Portfolios von Anlegern, denen jegliches Grundverständnis für den Aktien- und Anleihemarkt fehlt, häufig auch dann deutlich schlechter performen, wenn die gesamte Verantwortung an einen fachkundigen Dritten delegiert wird. Auch bei der vollständigen Delegation an einen Dritten ist es deshalb wichtig, sich in Vermögensangelegenheiten ein Grundwissen und -verständnis anzueignen.

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15. Suchen Sie die Schuld nicht bei anderen

Übersteigertes Selbstbewusstsein ist ein typischer menschlicher Charakterzug. Diese natürliche Tendenz, von den eigenen Fähigkeiten übermäßig überzeugt zu sein, ist für Investoren fatal. Sie führt dazu, Entscheidungen auf Basis inadäquater Informationen zu treffen, die Genauigkeit von Prognosen zu überschätzen und anzunehmen, dass man als Investor selbst nicht die Fehler macht, die bereits Generationen von Investoren vor einem begangen haben. Während gute Investitionen meist den eigenen Prognose- und Bewertungsfähigkeiten zugeschreiben werden, wird die „Schuld“ für Fehlentscheidungen nur allzu häufig auf externe Ereignisse oder andere Markteilnehmer geschoben. Genau diese Haltung hindert den Anleger aber daran, misslungene Investments kritisch zu hinterfragen und aus den so gewonnenen Erkenntnissen wichtige Schlüsse für zukünftige Engagements zu ziehen.

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Bedenklich ist dabei, dass der Anteil der Immobilienkredite am gesamten Ausleihungsvolumen der Banken ebenfalls ansteigt. Lag der Anteil über Jahrzehnte hinweg bei unter 40 Prozent, steigt er seit Mitte der 1980er Jahre – also genau seit dem Zeitpunkt der Deregulierung der Finanzmärkte – auf fast 60 Prozent heute. Wir leihen uns immer mehr Geld, um uns gegenseitig vorhandene Immobilien zu immer höheren Preisen zu verkaufen.

Nebenwirkung dieser Entwicklung ist eine immer höhere Verschuldung, die sich zunehmend als Belastung für die Realwirtschaft erweist: Trotz zunehmendem Anteil an „Ponzi-Finanzierung“ (also Krediten, bei denen Zins und Tilgung aus dem Wertzuwachs der Immobilie beglichen werden sollen) wird ein Teil der Finanzierungskosten eben doch aus dem laufenden Einkommen bedient und fehlt damit als Nachfrage im System.

Die beliebtesten Anlageformen
2015 hat das Sparbuch die Lebensversicherung als beliebteste Geldanlage abgelöst. Mehr als 50 Prozent der Deutschen besitze eines.
Die Lebensversicherungen und privaten Rentenversicherungen hat es 2015 schwer gebeutelt. Waren es 2014 noch rund 58 Prozent der Deutschen, die eines besaßen, sank diese Zahl auf 49 Prozent. Das bedeutet den Verlust der Spitzenposition.
Einen leichten Zuwachs konnte das Tagesgeld verzeichnen. 48 Prozent aller Deutschen hatten 2015 Teile ihres Vermögens in dieser Anlageform. Trotz der wenig erquicklichen Zinsen.
Der Bausparvertrag als vermeintlicher Inbegriff der Spießigkeit legt in 2015 ein wenig in der Gunst der Kunden zu. Etwa 41 Prozent der Deutschen besitzen einen und das heißt Platz 4.
Fondsanteile für die Börse oder an Immobilien haben etwa 32 Prozent der Deutschen zur Zeit.
Der Sparbrief gewann 2015 im Gegensatz zum Vorjahr an Fans und liegt auf Platz 6. Etwa 18 Prozent aller Deutschen besitzen einen.
Es gibt Börsenberichte, Börsentipps, der Wert des Dax ist allenthalben Themen. Nur Aktien kaufen, das behagt den Deutschen nicht so recht. Lediglich etwa 17 Prozent besaßen 2015 welche. Immerhin: Mehr als 2014.
15 Prozent aller Deutschen haben Festgeld. Der Wert blieb stabil.
Es glänzt, es beflügelt Phantasien, es hat Anziehungskraft. Doch 2015 haben viele Deutsche ihr Gold oder ihre Goldzertifikate verkauft. Nur noch vier Prozent aller Deutschen besitzen eines von beiden, das Jahr zuvor waren es noch doppelt so viele.

Ohne eine zunehmende Verschuldung wäre eine Entwicklung der Vermögenswerte wie wir sie erleben gar nicht möglich. Und ohne die immer wiederkehrende Intervention durch Politik und Notenbanken wäre sie auch schon längst am Ende. Denn auch im Immobilienmarkt gilt, wie für die Börse, dass es irgendwann zu einer raschen und dramatischen Trendumkehr kommt, spätestens, wenn die Verschuldungskapazitäten erschöpft sind.

Doch immer wenn eine solche – dringend erforderliche! - Bereinigungskrise einsetzte, wurde die Kreditvergabe erleichtert und die Zinsen gesenkt. Immer weniger kostet es, in die Spekulation auf ewig steigende Vermögenswerte einzusteigen.

Die Ursache für die Vermögensungleichheit liegt folglich in unserem Geldsystem und in einer Politik, die alles daran gesetzt hat, das Spiel auf Kredit bis zum Exzess auszuweiten. Wer also die Vermögensungleichheit bekämpfen will, muss die Systemfrage stellen. Nur mit weniger Kredit und höheren Kosten (mehr Eigenkapital, höhere Zinsen) kann die Entwicklung umgekehrt werden.

Konjunkturbericht

Fürchtet den Boom!

Kommentar von Malte Fischer

Politik scheut Systemwechsel

Ideen für einen solchen Systemwechsel gibt es durchaus. In der Schweiz steht beispielsweise eine Volksabstimmung für die Umstellung auf ein Vollgeldsystem an. Eine sehr interessante Diskussion, die auch bei uns geführt werden sollte. Schon in den 1930er Jahren wurden entsprechende Modelle im Angesicht der durch zu hohe Schulden ausgelösten Weltwirtschaftskrise diskutiert.

Der Widerstand gegen einen Systemwechsel ist erheblich, würden doch die Banken ihre Geschäftsgrundlage verlieren. Dabei wird vor allem damit gedroht, dass eine Einschränkung der Kreditvergabe das Wirtschaftswachstum dämmen würde. Kurzfristig mag das so sein, langfristig jedoch nicht, werden doch nur 40 Prozent der Kredite für andere Zwecke vergeben, als den Kauf von Immobilien. Zieht man andere konsumtive Kredite ab, dürfte der Anteil der wirklich für die Realwirtschaft erforderlichen Kredite bei eher 20 Prozent liegen. Man kann also sehr wohl die Kreditvergabe einschränken, ohne die Realwirtschaft zu belasten. Man muss es nur wollen.

Doktern an Symptomen

Die Politik wird die durch eigenes Tun herbeigeführte Vermögenspreisexplosion letztlich durch andere Maßnahmen bekämpfen, die so oder so für die Vermögenden schmerzhaft sein werden. Höhere Vermögenssteuern, Sondersteuern, wie die von den Beratern des französischen Präsidenten Macron in die Diskussion gebrachte Teil-Enteignung von Immobilien ,Vermögensabgaben.

Noch ist es bei uns nicht soweit wie in Saudi Arabien, wo begründet mit echter oder vermeintlicher Korruption mehrere Hundert vermögende Bürger in Hotels eingesperrt wurden, um Vermögensabgaben von bis zu 70 Prozent zu erpressen. Auf diese Weise sollen bis zu 300 Milliarden Dollar in die leeren Kassen des Staates fließen.

Die Geschichte ist voller Beispiele der Sanierung klammer Staaten durch die (partielle) Enteignung der Gläubiger und Vermögenden. Getrost dürfen wir davon ausgehen, dass es auch bei uns nur eine Frage der Zeit ist, bevor Maßnahmen in diese Richtung ergriffen werden.

Aus Sicht der Betroffenen gibt es außer der konsequenten Wohnsitzverlagerung keine Möglichkeit, dem staatlichen Zugriff zu entgehen. Für Immobilienbesitzer ist dieser Ausweg ohnehin versperrt. Umso wichtiger, dass wir auf das drängen, was wirklich wichtig ist: eine Abkehr von der Droge billigen Geldes und der Illusion von Vermögen auf Kredit.

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