Strategien gegen den Nullzins Das bringen Anleihen

Um zwei bis drei Prozent hat sich der Wert eines international ausgerichteten Anleihedepots mittlerer Risikogüte, bestückt etwa mit den in der WirtschaftsWoche vorgestellten Zinspapieren, seit dem Zinsschock Anfang Mai verringert. Das ist zwar noch keine Katastrophe, entspricht aber bei durchschnittlichen Zinsen (Umlaufrendite) von etwa 0,5 Prozent den laufenden Einnahmen mehrerer Jahre. Fünf Schritte helfen, mit Anleihen durch turbulente Zinsmärkte zu steuern.

So sparen die Deutschen
65 Prozent aller Westdeutschen sparen regelmäßig, im Osten sind es dagegen nur 56 Prozent Quelle: dpa
56 Prozent aller alleinstehenden Deutschen sparen regelmäßig Quelle: dpa
Die finanzielle Bildung hängt offenbar nicht mit der schulischen Bildung zusammen Quelle: dpa
Die Sparsituation hängt in Deutschland stark von der beruflichen Situation ab Quelle: dpa
Wer mehr verdient, der spart auch mehr Quelle: dpa
Wo wird fleißiger gespart: In Großstädten oder auf dem Land? Quelle: dpa/dpaweb
Bei den Bundesländern ist Bayern das Land der Sparer Quelle: dpa

Sicherheit geht vor. Lieber zwei Prozent von einer soliden Adresse anpeilen als vier Prozent von einem Wackelkandidaten. Der Ausfall eines Schuldners ist der GAU in einem Anleihedepot. Gerade weil die Renditen so mager sind, ist ein Ausgleich kaum noch möglich.

Was Investoren für die lukrativste Geldanlage halten

Laufzeit überschaubar wählen. Je kürzer die Restlaufzeit, desto unempfindlicher sind Anleihen gegen Zinsveränderungen. Zudem sinkt damit das Risiko, ein Papier vorzeitig verkaufen zu müssen. In der Regel sollten Anleger derzeit die Restlaufzeit auf etwa fünf Jahre begrenzen.

Gute Papiere durchhalten: Wer auf solvente Schuldner gesetzt hat, die seit Jahren ein stabiles Geschäftsmodell vorweisen, braucht sich selbst durch scharfe Zinsveränderungen nicht verunsichern lassen. Damit lassen sich Anleiheinvestments bis zur Fälligkeit planen, das bringt Ruhe ins Depot.

Bei Kurseinbrüchen kaufen: Besonders bei Unternehmensanleihen mit kleinerem Nennwert können Zinsturbulenzen zu hohen, vorübergehenden Kursverlusten führen. Bei soliden Unternehmen (regelmäßiger Gewinn, sichere Kapitalausstattung) eröffnet dies Kaufgelegenheiten.

In Arbeit
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Mut zu Fremdwährungen: Weil der Euro so wacklig ist, lässt sich über andere Währungen das Gesamtrisiko des Depots senken – und es entstehen sogar Extra-Chancen. Zudem ist in den meisten Fremdwährungen das Zinsniveau höher. Derzeit vielversprechend ist ein Mix aus klassischen Alternativwährungen (US-Dollar, Franken) und dynamischen Aufsteigern (Indische Rupie, Neuseeländischer Dollar).

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