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Tagesgeld-Vergleich Wo es in Europa sichere Zinsen aufs Tagesgeld gibt

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Warum Tagesgeld trotz Niedrigzinsen sinnvoll ist

Die genannten Angebote unterliegen jeweils der gesetzlichen Einlagensicherung, Spareinlagen bis zu 100.000 Euro sind also im Fall einer Insolvenz geschützt. Noch sicherer liegt das Ersparte bei einer Bank, die sich für die erweiterte Einlagensicherung entschieden hat, also Mitglied in einem freiwilligen Einlagensicherungssystem ist. So ein System haben etwa die Institute des Bundesverbands deutscher Banken (BdB), die Sparkassengruppe und der Bundesverband der öffentlichen Banken.

Unter den Instituten mit einem erweiterten Sicherungssystem bietet die Volkswagen Bank für Neukunden mit 1,1 Prozent den höchsten Zins. Allerdings: Dieses Angebot garantiert die Bank nur für die ersten vier Monate, danach sackt der Zins auf magere 0,3 Prozent ab. Bei der Consorsbank gibt es ebenfalls ein Prozent Zins garantiert für die ersten zwölf Monate. Erst ab einem Sparbetrag über 20.000 Euro und für Bestandskunden sind es nur noch 0,2 Prozent.

Die besten Tagesgeldzinsen für Bestandkunden (gesetzliche Einlagensicherung)

Bestandskunden bekommen die höchsten Zinsen mit erweiterter Einlagensicherung bei der Deutschen Kreditbank (DKB). Ohne Mindestanlagebetrag sind es hier 0,6 Prozent. Allerdings gilt das Angebot nur bei Eröffnung eines Girokontos, da der Zins auf Guthaben des Kreditkartenkontos gezahlt wird.

Grundsätzlich ist Tagesgeld laut „Finanztest“ trotz der niedrigen Zinsen immer noch eine gute Möglichkeit, sein Geld wenigstens etwas zu vermehren. Von Vorteil: Der Sparer legt sich nicht fest, kommt jederzeit an sein Geld und kann schnell auf Veränderungen an den Märkten reagieren.

Die besten Tagesgeldzinsen für Bestandskunden (erweiterte Einlagensicherung)

„Diese Flexibilität ist vor allem bei Auslandsbanken wichtig“, sagt Max Herbst, Inhaber der FMH Finanzberatung. Wer sein Geld im Ausland anlegt, müsse im Zweifel schnell auf äußere Umstände reagieren können. Herbst rät Anlegern, sich mit möglichen Veränderungen auseinanderzusetzen. „Wer dachte schon vor ein paar Jahren, dass Großbritannien mal aus der EU austreten könnte“, sagt Herbst.

Wichtig ist, sich vorher genau über die geltende Einlagensicherung zu informieren. Im Fall der türkischen Banken gibt es allerdings Entwarnung. Die Institute, die Geld von deutschen Sparern einsammeln, sind in der Regel die EU-Tochterunternehmen der türkischen Banken. Sie bieten also die in der gesamten EU geltende Einlagensicherung von 100.000 Euro. Die Isbank AG beispielsweise hat ihren Sitz in Frankfurt, deren Mutter Türkiye İş Bankası A.Ş. gehört dagegen zu den wichtigsten Banken in der Türkei.

Länderrating beachten

Die Stiftung Warentest rät dazu, sich nicht nur über die jeweilige Bank und die Einlagensicherung zu informieren. Es gebe Volkswirtschaften, deren wirtschaftliche Kraft nicht überschätzt werden dürfe, heißt es bei den Testern in Berlin.

Auch Länderratings von Ratingagenturen sagen also etwas über die Sicherheit der Spareinlagen aus. In ihrem jüngsten Test raten die Berliner deshalb von einigen Tagesgeldangeboten ab, unter anderem in Malta, Bulgarien und Kroatien.

Finanzexperte Herbst warnt davor, sich nur auf die Höhe des Zinses zu versteifen. Gerade bei kleinen Banken, die mit hohen Zinsen plötzlich viele Einlagen anlockten, könnte es schnell passieren, dass die Institute das Angebot aufgrund des großen Ansturms schneller nach unten korrigieren müssen als erwartet.

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