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Token-Sale Wie plane ich als Start-up einen ICO?

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Die meisten Krypto-Börsenplätze sind selbst noch Start-ups

Schritt 3: Dienstleister beauftragen

Wenn eigene Blockchain-Entwickler im Haus arbeiten, kann ein Start-up die Ausgabe der digitalen Münzen natürlich in Eigenregie übernehmen. Schließlich ist der Vorteil der Ethereum-Blockchain, dass jedes Unternehmen seine eigenen Coins ausgeben kann. Fast alle ICOs nutzen nämlich die ERC20-Tokens von Ethereum.

Aber nur selten sind die eigenen App-Entwickler auch Blockchain-Experten. Dann muss ein Dienstleister helfen. D-fine Next hat für Savedroid etwa die Entwicklung der digitalen Verträge übernommen, die als Grundlage für die Ausgabe der Tokens dienen.

"Bleiben Sie weg. Das ist tödlich."
Axel Weber, Präsident der Schweizer Bank UBSDer ehemalige Präsident der Bundesbank ist Bitcoin gegenüber sehr skeptisch. „Das kommt wahrscheinlich von meinem Hintergrund als Notenbanker“, sagte er. Eine Währung müsse allgemein akzeptiert sein, als Wertaufbewahrung dienen und als Zahlungsmittel sowie für Transaktionen verwendet werden können. „Bitcoin ist nur eine Transaktionswährung“, sagte Weber. Ihren Kunden rate die UBS bewusst von Bitcoins ab. Sie hätten keinen intrinsischen Wert und die Bank sehe keine darin keine Substanz. Quelle: REUTERS
Jamie Dimon Quelle: dapd
Warren Buffett:Der US-Starinvestor hat vor Bitcoin und anderen Digitalwährungen gewarnt. „Ich kann mit annähernder Sicherheit sagen, dass sie ein böses Ende nehmen werden“, sagte der 87-jährige Börsen-Guru am Mittwoch im Sender CNBC. Wann es soweit sein werde, könne er allerdings nicht sagen. Buffett spekuliert mit seiner Investmentfirma Berkshire Hathaway nach eigenen Angaben bislang noch nicht aktiv auf einen Crash. Die Frage, ob er mit sogenannten Futures gegen Kryptowährungen wette, verneinte Buffett. Er würde aber mit langfristigen Optionsgeschäften - etwa über einen Zeitraum von fünf Jahren - auf Kursverfall setzen, wenn dies möglich wäre. Buffett räumte jedoch auch offen ein, sich mit Bitcoin und Co. nicht sonderlich gut auszukennen. „Doch ich denke, was derzeit abläuft, wird definitiv böse enden“, so die Investorenlegende. Quelle: AP
Lars Rohde, Notenbankchef von Dänemark„Bleiben Sie weg. Das ist tödlich“, so Dänemarks Nationalbankgouverneur Lars Rohde. „Ich sehe Bitcoin als Tulpenmanie, was eine außer Kontrolle geratene Blase ist“, sagte er im Dezember 2017 in einem Interview. Die Tulpenmanie in den Niederlanden gilt als erste dokumentierte Spekulationsblase der Welt. In den 1630er Jahren waren dort die Tulpenpreise auf astronomische Höhen gestiegen, bevor sie 1637 abrupt einbrachen.
Felix Hufeld, Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) Quelle: dpa
Deutsche Bundesbank Jens Weidmann Quelle: REUTERS
Valdis Dombrovskis:Die EU-Kommission warnt vor Risiken der Cyberwährung Bitcoin für Investoren und Verbraucher. Es bestehe die Gefahr, dass diese ihr gesamtes Vermögen verlören, sagte der Vizepräsident der EU-Kommission, Valdis Dombrovskis. Die Investoren sollten realisieren, dass der Bitcoin-Kurs jeden Moment fallen könnte. "Virtuelle Währungen wie Bitcoin sind nicht wirklich Währungen." Dombrovskis sagte, er habe die Bankaufseher der EU aufgefordert, ihre Warnungen zu Bitcoin auf aktuellen Stand zu bringen. Quelle: REUTERS

Schritt 4: Vorverkauf organisieren

Fast jedes ICO startet mittlerweile damit, dass die Start-ups bei Anlegern auf Tuchfühlung gehen. So auch Savedroid. Also wird in einem Vorverkauf, dem Pre-Sale, ein Teil der Tokens auf dem Markt platziert. „Fünf Prozent der ausstehenden Tokens haben sich in der Branche als üblich etabliert“, sagt Hankir. Über die Erstinvestoren im Pre-Sale solle Aufmerksamkeit geschaffen werden – und letztlich eine höhere Nachfrage für den eigentlich Start des ICOs.

Das scheint bei Savedroid funktioniert zu haben: Im Vorverkauf rissen Anleger Hankir die digitalen Münzen förmlich aus den Händen, nach sieben Stunden hatte Savedroid fünf Millionen Euro eingesammelt und alle Münzen im Pre-Sale waren ausverkauft.

Schritt 5: Börsenplatz auswählen

Bislang gibt es noch keine Qualitätskriterien oder Indizes für ICO-Tokens, an denen Anleger sich orientieren können und die ihnen über die Qualität der Anlagen eine Auskunft geben. Sowohl Anleger als auch Start-ups müssend deshalb prüfen, wo sie die digitalen Münzen handeln wollen – um am Ende kein Geld zu verlieren.

Für Savedroid steht bereits einer der künftigen Börsenplätze fest: HitBTC, ein wichtiger Marktplatz, der unzählige ICO-Tokens listet.

Doch damit die Münzen eines Start-ups an den Börsenplätzen handelbar werden, müssen die Start-ups sich bewerben – und eine Gebühr an die Marktplätze zahlen.

Allein der Umfang der Bewerbung unterscheidet sich deutlich, sagt Hankir. Ein bis zwei Tage habe sein Team investiert, um die Bewerbung für einen der führenden Handelsplätze fertig zu machen. Andere Anbieter fordern weniger Unterlagen, so dass es nur ein paar Stunden dauere.

„Wir müssen die Eigentümerstruktur offenlegen, Passkopien einsenden, die Pläne für den Tokensale und Vorverkauf einreichen.“ Sowohl die Börsenbetreiber müssen darauf vertrauen, dass die Start-ups ein solides Geschäftsmodell verfolgen – und auch die Start-ups müssen darauf vertrauen, dass der Handelsplatz mit ihren Unterlagen vertraulich umgeht. Denn die meisten Krypto-Börsenplätze sind selbst noch Start-ups.

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