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Tütensuppenhersteller Zamek-Gläuber können auf einen Teil ihres Geldes hoffen

Bei Zamek hat es eine Einigung über wechselseitige Forderungen und Verbindlichkeiten gegeben. Außerdem soll eine Betriebsimmobilie zurückübertragen werden. Gläubiger können deshalb auf eine kleine Rückzahlung hoffen.

Die inoffiziellen Pläne von Zamek
Verwaltungssitz statt Produktionsstätte in Düsseldorf - so sieht es der geheime Plan von Zamek vor. Bislang arbeiten in Düsseldorf noch 390 Leute. (Für eine vergrößerte Ansicht bitte die Bildergalerie im Artikel anklicken oder in einem neuen Tab öffnen.)
Wenn alles nach Plan läuft, könnte die Produktion in Polen schon in vierten Quartal starten. Bislang hat der Neubau des Werkes allerdings noch nicht begonnen. In Betracht kommen auch andere Optionen wie die Anmietung eines Produktionsgebäudes.
Für das neue Werk im polnischen Krosno gibt es bereits detaillierte Lagepläne - hier ein Teil des Werksplanes, auf dem man bis hin zu den Parkplätzen der polnischen Mitarbeiter alles sehen kann.
Diese Landkarte zeigt, dass Zamek künftig dank eines neuen Werkes in Polen viel Geld sparen könnte, weil die Waren nicht mehr so weit transportiert werden müssten.
Begänne der Bau des Werkes bis Ende Juni, läge Zamek weiterhin im Plan
In der Präsentation für Investoren heißt es: "Es ist geplant, 24 Abfüll- und Verpackungslinien aus Düsseldorf zu verlagern." Pläne wie diese dementiert Geschäftsführerin Petra Zamek heute. Unternehmerische Entscheidungen können sich natürlich kurzfristig ändern. Ob die Wahrheit eher in den Plänen oder den heutigen Worten der Geschäftsführerin liegt, wird allein die Zukunft zeigen. Klar ist aber schon heute: Entweder hat Zamek die Mitarbeiter hinters Licht geführt - oder die Investoren!

Im Februar diesen Jahres hat der Düsseldorfer Tütensuppenhersteller Zamek beim zuständigen Amtsgericht Düsseldorf einen Antrag auf Insolvenz in Eigenregie gestellt. Der Antrag gilt für die Günther Zamek Produktions- und Handelsgesellschaft mbH & Co. KG sowie für drei Tochtergesellschaften. Für die Anleihe-Gläubiger des Brühwürfelherstellers begann damit das Zittern. Über eine Mittelstandsanleihe hatte sich Zamek nämlich 45 Millionen Euro bei Anlegern geliehen.

Zwar waren die Anleger wegen einer Reform des Insolvenzrechts vor Vollstreckungen und Zwangsmaßnahmen der Gläubiger geschützt - der drohende "Haircut" war damit jedoch nur auf das eigentliche Insolvenzverfahren verschoben.

Das hält der Insolvenzverwalter-Verband vom neuen Insolvenzrecht

Jetzt haben sich der Zamek-Insolvenzverwalter und der Eigen-, sowie der Sachverwalter über die wechselseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten der Pleite-Unternehmens geeinigt.

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Auch die Gläubigerausschüsse haben dem Abschluss der Vereinbarung zugestimmt. Deshalb besteht für die Anleger die Hoffnung, zumindest einen Teil ihres Geldes zurückzubekommen. Marktteilnehmer gehen von einer Rückzahlung von bis zu 20 Prozent des eingesetzten Kapitals aus. Jedoch nur, wenn sich schnell Käufer für die operativen Gesellschaften finden.

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