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Unbesicherte Euro-Anleihe Deutsche Bank kehrt an Anleihemarkt zurück

Die Deutsche Bank ist nach zehnmonatiger Pause an den Markt für unbesicherte Anleihen zurückgekehrt. Das Institut platzierte am Montag ein fünfjähriges Papier über 1,5 Milliarden Euro.

Das Deutsche-Bank-Logo am Gebäude in Frankfurt Quelle: REUTERS

Die Deutsche Bank hat zum ersten Mal seit zehn Monaten wieder den Kapitalmarkt mit einer unbesicherten Euro-Anleihe angezapft. Die Bank platzierte am Montag ein fünfjähriges Papier über 1,5 Milliarden Euro, wie ein Sprecher der Bank bestätigte. Es hat einen Kupon von 1,5 Prozent und kommt auf eine Rendite von 1,575 Prozent.

Die Konditionen sind etwas günstiger als die Bank vorher indiziert hatte. Die Nachfrage habe bei mehr als 3,25 Milliarden Euro gelegen, erklärte die Bank.

Zuletzt hatte die Deutsche Bank im vergangenen Frühjahr eine vierjährige Anleihe über 1,5 Milliarden Euro am Kapitalmarkt begeben. Sie war am Markt im September zeitweise mit deutlichen Renditeaufschlägen gehandelt worden. Im Oktober hatte sich das Geldhaus drei Milliarden Dollar besorgt, die Emission aber nicht öffentlich angeboten.

Deshalb wächst die Sorge um Deutschlands größte Bank
Josef Ackermann, Angela Merkel Quelle: AP
Das Bild zeigt den damaligen Bankchef Rolf-E. Breuer nach der Verkündung der Bankers-Trust-Übernahme im Jahr 1998. Quelle: dpa Picture-Alliance
Lehman-Brothers-Mitarbeiter nach der Kündigung 2008 in London. Quelle: REUTERS
Die Folgen der Immobilienkrise Quelle: dpa
Schwaches KerngeschäftNach der Finanzkrise gab es zwei wesentliche Entwicklungen unter globalen Großbanken. Die in den USA beheimateten Institute (Bild: New Yorks Finanzdistrikt) – mit zwangsweiser Staatshilfe versorgt – konnten die Krise beschleunigt hinter sich lassen. Sie wuchsen gar zu neuer Größe. Die andere Gruppe stutzte das Investmentbanking, dass weniger lukrativ wurde und mit weniger Mitarbeitern zu leisten war – und fokussierte sich auf die hauseigene Vermögensverwaltung. Die Deutsche Bank suchte den Mittelweg aus eigener Kraft: keine Staatshilfe, kein großer Strategieschwenk. Die Folge: Dutzende Strafzahlungen etwa wegen Zinsmanipulationen schlugen ins Kontor, während gleichzeitig das Kerngeschäft litt. Quelle: dpa
Riskante Finanzierung Quelle: dpa
Wenig Reserven Quelle: dpa

Die größte deutsche Bank hat im vergangenen Jahr wiederholt für Stirnrunzeln an den Anleihemärkten gesorgt, weil Investoren sich angesichts der drohenden Strafzahlungen und der relativ dünnen Kapitaldecke Sorgen um die Bedienung der Papiere machten.

Die Bank hatte sogar betont, ihre Liquidität sei ausreichend. Nach der grundsätzlichen Einigung mit den US-Behörden im Streit um den Verkauf von Hypotheken-Papieren hofft die Deutsche Bank auf eine Beruhigung der Anleger.

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