US-Investmentbank Schuldenkrise macht Morgan Stanley das Leben schwer

Die US-Großbank verbucht im zweiten Quartal fast ein Viertel weniger Einnahmen. Das Institut kehrt dennoch in die Gewinnzone zurück. Im Vorjahresquartal hatte Morgan Stanley noch ein dickes Minus hinnehmen müssen.

Morgan Stanley ist in die Gewinnzone zurückgekehrt. Quelle: Reuters

Das maue Geschäft mit Übernahmen sowie Rückgänge im Handel machen der US-Investmentbank Morgan Stanley zu schaffen. Die Einnahmen des Instituts gingen im zweiten Quartal fast um ein Viertel auf 6,95 Milliarden Dollar zurück, wie das Geldhaus am Donnerstag mitteilte.

Morgan Stanley reiht sich damit in die Liste der Institute ein, die wegen der europäischen Schuldenkrise Gegenwind im Investmentbanking zu spüren bekommen. Die Aktie der Bank verlor in New York vorbörslich über fünf Prozent. Die Konkurrenten von Goldman Sachs, Bank of America und JP Morgan hatten in den vergangenen Tagen mit ihren Zahlen positiv überrascht.

Führende Banken: Fusionen und Übernahmen

Trotz des schwierigen Marktumfelds kehrte Morgan Stanley im zweiten Quartal allerdings wieder in die schwarzen Zahlen zurück. Der Gewinn betrug 564 Millionen Dollar nach einem Verlust von 558 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Dabei profitierte die Bank allerdings auch von der Neubewertung der eigenen Verbindlichkeiten. Wegen der quartalsweisen Bilanzierung war die Bank Anfang des Jahres noch in die roten Zahlen gerutscht.

Die Euro-Schuldenkrise verhagelt den Banken schon seit mehreren Quartalen die Handelsergebnisse. Auch im lukrativen Geschäft mit Fusionen und Übernahmen sowie Börsengängen geht kaum noch etwas, weil sich Unternehmen im unsicheren Marktumfeld nicht aus der Deckung wagen.

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