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Verbraucherschutz Was die neue Banken-Transparenz bringt

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Verbraucherschützer zweifeln am Nutzen der Beipackzettel

Bankberatung bei der Postbank: Banker beklagen zu viel Bürokratie bei der Beratung. Auch einige Verbraucherschützer zweifeln am Nutzen von Beipackzettel und Co. Quelle: dpa

Auch Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg ist skeptisch, dass die Transparenz wirklich hilft: In der Apotheke lege man ja auch nicht Beipackzettel verschiedener Medikamente nebeneinander, lese sie durch und entscheide dann, welches Produkt man kaufe. „Wir müssen erkennen, wie der Markt funktioniert: Die Leute müssen ihrem Berater vertrauen können - mit gutem Recht“, sagt der Verbraucherschützer.

Dass Banken ihren Beratern immer noch zum Teil üppige Provisionen für erfolgreiches Verkaufen zahlen, halten manche Kritiker für den Kern des Problems. Nach Vorstellung des Europaparlaments sollen Banken gezwungen werden, die Vergütungen an die Kunden weiterzureichen. Die Bundesregierung will eine verbindliche Offenlegung.

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Ein generelles Verbot von Gebühren - wie es Großbritannien 2013 einführen will - dürfte aller Voraussicht nach jedoch nicht kommen.

Die Regierung müsse konsequenter einschreiten, fordert vzbv- Vorstand Gerd Billen. „Verbraucher benötigen mehr gesetzlichen Schutz statt moralischer Appelle.“

Die Grünen im Bundestag pochen darauf, dass sich verdeckte Testkäufer der Bafin Einblicke aus erster Hand verschaffen sollten, was auch Aigner weiter wünscht.

Martin Faust, Professor an der Frankfurt School of Finance & Management, warnt indes vor zu vielen Formalitäten: „Ich sehe die Gefahr, dass Banken sich auf die schriftliche Information zurückziehen und - zum Beispiel auch vor Gericht - argumentieren: Das steht doch in den Unterlagen drin.“

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