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Weg von Emerging Markets Diese Trends dominieren 2014 die Fondsbranche

Exklusiv
Seite 3/3

Fonds setzen auf Immobilien

Hier kaufen die Investoren
StuttgartDie Großstädte stehen auf dem Einkaufszettel der Wohnimmobilien-Investoren ganz oben. 20 Prozent der Banken, Versicherer, Fonds oder anderen professionellen Marktteilnehmern sehen Stuttgart „besonders im Investmentfokus“. 23 Prozent der Befragten nehmen die Landeshauptstadt aber nicht ins Visier. Quelle: DPA
MünchenMünchen gilt schon lange als teuerstes Pflaster Deutschlands. Daran dürfte sich auf Sicht nichts ändern. 24 Prozent der Marktteilnehmer nehmen die bayerische Metropole in den Fokus. 23 Prozent zeigen kein Interesse. Quelle: dapd
KölnFür Frohsinn sorgt auch die Karnevalsmetropole Köln bei den Investoren. 23 Prozent planen ein Investment. der gleiche Anteil ist nicht interessiert. Quelle: DAPD
HamburgDer Blick auf die Elbe und der Nachfrageüberschuss machen Hamburg bei Wohnimmobilieninvestoren beliebt. 24 Prozent der Marktteilnehmer planen ein Investment. 16 Prozent zeigen kein Interesse. Quelle: dpa
UmfrageWelche Städte sind bei Investoren für Wohnimmobilien besonders begehrt? Diese Frage stellte die Wirtschaftsprüfer und Berater von Ernst & Young mehr als 250 Marktteilnehmern, darunter Banken, Fonds, Versicherungen und Wohnungsgesellschaften. Quelle: dapd
FrankfurtAn Investments in der Bankenmetropole sind 24 Prozent der Immobilieninvestoren interessiert. 19 Prozent winken ab. Quelle: dpa
DüsseldorfDüsseldorf macht seinem Ruf als Luxusstadt alle Ehre. 23 Prozent möchten investieren, 19 Prozent nicht. Quelle: dpa

Bei Betongold sind sich dagegen alle Umfrageteilnehmer einig. 92 Prozent der Gesellschaften rechnen für 2014 mit guten bis sehr guten Entwicklungen bei Immobilieninvestments. Bei Wandelanleihen und alternativen Investments sind nur 72 beziehungsweise 63 Prozent derart optimistisch. Und auch Michel bestätigt: "Investoren haben Immobilien im Blick."

In diese Aktien wollen die Fondsgesellschaften investieren. Zum Vergrößern der Grafik bitte hier klicken. Quelle: Feri EuroRating Services Quelle: Presse

Der Markt besteche vor allem durch eine geringe Volatilität. Dem tragen auch die Mittelzuflüsse bei Immobilienfonds Rechnung. Gut fünf Jahre nach dem Platzen der US-Immobilienblase, die die weltweite Finanzkrise auslöste, haben die Anleger wieder Vertrauen. Allein von Januar bis August 2013 investierten sie 3,6 Milliarden Euro in die entsprechenden Fonds. Die Gesellschaften setzen bei ihrer Anlagestrategie auf eine Mischung aus Immobilienaktien, Gewerbe- und Wohnimmobilien, weiß Michel von Feri EuroRating. "Es ist schwierig, nur mit Core-Immobilien den Rechnungszins zu erwirtschaften."

Immobilienfonds in Auflösung

Mit ein Grund für das neugewonnene Vertrauen der Anleger in Immobilieninvestments dürfte das vom Finanzausschuss des Bundestages beschlossene Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) sein, das den Anlegerschutz verbessern soll. Unter anderem legt das KAGB auch die Immobilienfonds an die Kandare: So gelten seit dem 22. Juli neue Haltezeiten für Fondsanleger. Wer noch vor dem Stichtag Anteile an offenen Fonds kaufte, kann halbjährlich 30.000 Euro aus dem Fonds abziehen.

Für alle Neuinvestoren gilt eine 24-monatige Mindesthaltefrist. Das führt das Prinzip des offenen Immobilienfonds zwar ad absurdum, scheint aber die Anleger zu beruhigen. Und auch die geschlossenen Fonds stehen stärker unter Beobachtung: Sie werden häufiger durch die Finanzaufsicht kontrolliert und dürfen nur noch maximal 60 Prozent ihrer Investments über Kredite finanzieren.

In Arbeit
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Dem Geschäft nutzt es: Allein dieses Jahr kauften die Immobilienfonds im großen Stil neue Gebäude: So investierte die Fondsgesellschaft der Volks- und Raiffeisenbanken rund 300 Millionen Euro in verschiedene internationale Gebäude und auch die Immobiliensparte der Deutschen Bank machte für ein Bürogebäude in München rund 150 Millionen Euro locker. Wenn sich die Erwartungen der Fondsgesellschaften erfüllen, dürfte die Immobilienshoppingtour auch im kommenden Jahr noch andauern.

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