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Wertpapiere im Sparplan Zum Börsenerfolg mit 25 Euro monatlich

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Fondssparpläne - ein Scheibchen vom Anlageprofi abschneiden

Schon aus historischen Gründen sind aktiv gemanagte Fonds noch immer sehr beliebt. Sie ermöglichen die Fokussierung einer Geldanlage auf ein bestimmtes Thema, einen Trend, eine Branche oder nach ein bestimmtes Anlagekonzept eines Fondsmanagers. Das kann sich auszahlen, wenn der Anleger bei der Fondsauswahl ein glückliches Händchen beweist. Immer wieder schaffen einzelne Fonds zweistellige prozentuale Zuwächse pro Jahr - durchaus auch über Jahre hinweg.

Mit einem Sparplan können Anleger schon lange auf solche Fonds setzen, dementsprechend üppig ist auch das Angebot. Alle 14 Banken im WirtschaftsWoche-Ranking bieten Fondsparpläne. Zudem erleichtern viele Banken die Fondsauswahl durch Bewertungen unabhängiger Ratingagenturen. Consorsbank, DAB Bank, DKB bieten Fondsratings von Morningstar, Comdirekt oder Onvista Bank Morningstar- und Feri-Ratings, S Broker bezieht sich neben Morningstar noch auf FEW Fondsstars und Sauren Goldmedaille. Flatex und Wüstenrot direct verzichten auf Rating-Noten.

Wo Ihre Rendite nicht aufgefressen wird
Eine üppige Renditebei der Geldanlage zu erzielen, ist heutzutage nicht leicht. Umso mehr sollten Anleger auch auf die Kosten des Depots achten – denn ein teures Depot könnte die gerade noch erkämpfte Rendite auffressen. Die Zeitschrift „Finanztest“ hat deshalb Filial- und Direktbankdepots getestet und die Kosten verglichen. Mehr als ein Prozent sollen Anleger laut Finanztest im Schnitt durch zu hohe Kosten verlieren. Auf Platz fünf der günstigsten Depots bei Filialbanken liegt die Santander Consumer Bank mit ihrem „Stardepot“. Gesamtpreis pro Jahr: 462 Euro.Hinweise zu den Depots: Volumen: 96.000 Euro, 11 Positionen, sechs Orders pro Jahr, Ordergrößen: 6000 und 12.000 Euro Quelle: dpa
Auf Platz vier der günstigsten Depots bei Filialbanken landet die BBBank. Gesamtpreis pro Jahr: 370 EuroGetestet wurden von Finanztest insgesamt 17 Direktbanken und Onlinebroker, zehn bundesweit tätige Filialbanken und regionale Angebote von Sparkassen und Genossenschaftsbanken. Anbieter, die ein Mindestdepotvolumen fordern, wurden nicht berücksichtigt. Der Test macht die Kosten vergleichbar, die auf Seiten der Banken entstehen (Verwahr- und Ordergebühren). Quelle: bbbank.de Quelle: Screenshot
Auf Platz drei der günstigsten Filialdepots landet die Targobank. Gesamtpreis pro Jahr: 310 EuroBei der Wahl ihres Depots sollten Anleger nicht nur auf die Bankkosten achten. Denn bei einer Order können neben den Bankgebühren auch externe Kosten anfallen wie Fremdspesen, Börsenplatzgebühr oder Maklercourtage. Diese externen Kosten flossen in die Bewertung der Depots nicht mit ein. Anleger sollten sich deshalb genau informieren, wie hoch diese Kosten sind und welche Kosten in sogenannten „Pauschalpreisen“ (Flatrates) enthalten sind. Quelle: obs
Am zweitgünstigsten kommen Filialkunden beim Depot bei der psd Bank weg. Gesamtpreis pro Jahr: 300 EuroWer bei seinen Bankgeschäften Geld sparen möchte, muss nicht zwangsläufig die Bank wechseln. Häufig können Anleger ihrer Bank treu bleiben und die Kosten deutlich senken, wenn sie beispielsweise das Online-Banking freischalten. Quelle: imago images
Das günstigste Filialdepot hat die Postbank mit ihrem Easytrade-Depot. Gesamtpreis pro Jahr: 198 EuroEin Wechsel der Bank wegen zu hoher Depotführungsgebühren kann sich lohnen. Der „Finanztest“-Vergleich zeigt, dass zwischen den Kosten Welten liegen können. Die Spanne zwischen dem günstigsten (Online-)Depot und dem teuersten (Filial-)Depot liegt zwischen 30 und 1.000 Euro pro Jahr – bei gleichem Volumen und gleichen Orders. Quelle: dpa
Das günstigste Filialdepot der Postbank ist immernoch teurer als das fünfgünstigste Online-Depot. Das können Anleger bei der DKB-Bank bekommen. Gesamtpreis pro Jahr: 120 EuroWie kommt das? Direktbanken verlangen keine Aufbewahrungsgebühr, während Anleger bei einigen Filialbanken auch ohne Order pro Jahr bis zu 140 Euro im Jahr zahlen. Es gibt aber auch Filialbanken, die nichts für die Verwahrung verlangen. Quelle: dbk.de Quelle: Screenshot
Das Internetdepot bei der Benk ist am viertgünstigsten im Finanztest-Vergleich. Gesamtpreis pro Jahr: 39 EuroWer häufig handelt, sollte sich eine Bank mit pauschalen Orderkosten für sein Depot aussuchen. Doch selbst bei den niedrigsten Kosten gilt immer noch: Hin und her macht Taschen leer. Ganz ohne Umschichten geht es allerdings auch nicht. Quelle: mybenk.de Quelle: Screenshot

Der Testsieger in dieser Disziplin bietet mit weitem Abstand die üppigste Fondspalette zur Auswahl an: Mehr als 1700 Fonds offeriert die DKB im Sparplanmodell – und das zum Nulltarif. Bei keinem der DKB-Fondssparpläne fallen Provisionen, Ausgabeaufschläge oder Depotgebühren an. Auch die Onvista-Bank bietet Fondssparpläne zum Nulltarif, hat allerdings nur 88 verschiedene im Angebot.

Die günstigsten Direktbanken für Fondssparpläne

In der Regel können Anleger schon ab 50 Euro monatlich investieren, bei Comdirect und Consorsbank sogar schon ab 25 Euro. Bei der Maximalsparrate gibt es allerdings deutliche Unterschiede. Bei S Broker können Anleger 999.999 Euro pro Monat investieren, bei der Consorsbank und Wüstenrot direct sogar unbegrenzt.

Einen Vorteil bieten die Direktbanken jedoch im Vergleich zum Kauf direkt vom Fondsanbieter: die meisten Fonds werden mit Rabatt auf den Ausgabeaufschlag – das ist die Provision beim Fondskauf - angeboten, bei vielen Fonds entfällt er sogar.

Neben dem kostenfreien Angebot von DKB und Onvista Bank bieten zumindest die Deutsche Bank Direktbanktochter Maxblue und Flatex durchweg einen Nachlass auf die regulären Ausgabeaufschläge von 50 Prozent, auch die übrigen Banken gewähren für das Gros der Fonds ordentliche Rabatte.

Geldanlage



Die Fondsanbieter verdienen hier vielmehr an der Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskursen. Anders als bei börsengehandelten Fonds bilden sich die Preise nämlich nicht am Markt durch Angebot und Nachfrage, sondern werden einmal täglich von Kapitalanlagegesellschaften – den Fondsanbietern selbst also – festgelegt. Dadurch ist die Spanne zwischen Kauf- und Verkaufspreis in der Regel deutlich größer als bei ETF an der Börse. Anleger sollten also vor dem Kauf genau vergleichen, welche Provisionen für ihren favorisierten Fonds bei welcher Bank anfallen.

Anleger sollten unabhängig davon die Wertpapieren im Sparplandepot regelmäßig prüfen. Nur dann gelingt es ihnen, drohende Verluste durch rechtzeitigen Verkauf der Wertpapiere zu begrenzen oder zu vermeiden. Dafür sind die Sparpläne flexibel genug, auch wenn Käufe und Verkäufe oft nur an bestimmten Tagen im Monat möglich sind. Immerhin: bei einigen Anbietern sind sie bereits jederzeit möglich, etwa bei Consorsbank und - mit zwei Tagen Vorlauf - bei der DKB. Und wenn das Geld für das monatliche Sparen doch mal nicht reicht: Ein Aussetzen der Sparraten bieten alle Direktbanken an.

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