WirtschaftsWoche Investmentgipfel Bundesbank lehnt EU-Einlagensicherung ab

Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret warnt beim Investmentgipfel der WirtschaftsWoche vor einer überhasteten Vereinheitlichung von Sicherungssystemen.

Die Referenten und Diskutanten des Investmentgipfels
WirtschaftsWoche Investmentgipfel 2015 Quelle: Bert Bostelmann für WirtschaftsWoche
Hauke Reimer, Mitglied der Chefredaktion der WirtschaftsWoche. Quelle: Bert Bostelmann für WirtschaftsWoche
Paul Prandl, Geschäftsführender Gesellschafter brookmedia GmbH und Co KG Quelle: Bert Bostelmann für WirtschaftsWoche
Georg Fahrenschon, Präsident des Sparkassenverbands DSGV Quelle: Bert Bostelmann für WirtschaftsWoche
Prof. Dr. Isabel Schnabel Quelle: Bert Bostelmann für WirtschaftsWoche
Henning Gebhardt, Global Head of Equity, Deutsche Asset and Wealth Management Quelle: Bert Bostelmann für WirtschaftsWoche
Florian Homm Quelle: Bert Bostelmann für WirtschaftsWoche

Die Deutsche Bundesbank lehnt die Pläne der EU-Kommission zur Einführung einer gemeinsamen europäischen Einlagensicherung ab. „Wir können nicht einen Sprung machen, ohne vorher zu wissen, wohin die Reise geht“, sagte der für Bankenaufsicht zuständige Vorstand Andreas Dombret bei der Investmentkonferenz der WirtschaftsWoche am Dienstag in Frankfurt. Eine „ganz klare Kontrolle“, was mit der Einlagensicherung in Deutschland geschieht, müsse gewährleistet sein. „Es wäre naiv, wenn wir die Kontrolle einfach abgeben“, sagte der Bundesbankvorstand.

Dazu seien erst weitere Schritte bei der europäischen Integration erforderlich. „Sie geben Ihre Kreditkarte auch nicht an jemanden, ohne zu wissen, was er damit tut“, sagte Dombret.

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Dombret zeigte sich überzeugt, dass die aktuellen Reformvorhaben die Schwachstellen des Regulierungsrahmens beseitigen und daher zügig abgeschlossen werden müssen. „Wir dürfen uns auf der Zielgeraden nicht der Reformmüdigkeit hingeben“, sagte er. „Aus meiner Sicht ist es völlig richtig, dass wir uns nicht bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag Zeit lassen können, um die Reformen abzuschließen.“

Das bis Ende 2016 abgeschlossene Baseler Rahmenwerk sei der richtige Weg. „Dann werden wir einen konsistenten, soliden und globalen Regulierungsrahmen haben“, sagte Dombret.

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