WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

Wohin mit den Krisengewinnen? So mischen Sie ein krisensicheres Depot

Seite 2/6

Anleihen

Kurz nach der Lehman-Pleite schien zwar die Welt in Trümmern, doch am Anleihemarkt brach eine goldene Zeit an. Metro brachte im Herbst 2008 ein Papier mit fünfjähriger Laufzeit an die Börse mit einer Rendite von sagenhaften 9,375 Prozent. BMW zahlt seither noch bis diesen November ebenfalls üppige 8,875 Prozent an Jahreszins (siehe Grafik).

ThyssenKrupp musste noch im Juni 2009 mehr als neun Prozent bieten, um Investoren in einen Bond zu locken, der kommendes Jahr ausläuft. Wer in die drei Papiere je 10.000 Euro steckte, geht am Ende mit 43.750 Euro nach Hause – vor Steuern und ohne Zinseszins.

Rendite von Euro-Unternehmensanleihen

Das ganze Dilemma, was Anleger denn nach Rückzahlung der Anleihen mit ihrem Geld anfangen können, zeigt eine Neuanlage von wiederum je 10 000 Euro in Metro-, BMW- und Thyssen-Anleihen mit einer Laufzeit von jeweils fünf Jahren: Metro bringt magere 1,75 Prozent Rendite, BMW zahlt gar nur 1,2 Prozent, und selbst der krisengeschüttelte Thyssen-Konzern legt nur 3,4 Prozent Rendite auf den Tisch. Binnen fünf Jahren werden so aus angelegten 30.000 nur 33.175 Euro – nur ein knappes Viertel des Zuwachses, den eine Post-Lehman-Anlage gebracht hätte.

Anleger sollten frisches Geld aus fälligen Papieren aber trotz anhaltender Niedrigzinsphase nicht horten. Empfehlenswert ist, 20 bis 30 Prozent seines Depots in Anleihen zu halten. Erstklassige Unternehmenspapiere mit Laufzeiten zwischen drei und sieben Jahren und guter Bonität gehören ebenso dazu wie zehnjährige Bundespapiere – trotz Niedrigzins. Denn jede Krisenzuspitzung treibt auch die Bunds. Letztlich sollte die Investition als Versicherung verstanden werden, nicht als Renditeturbo.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen

Jetzt auf wiwo.de

Sie wollen wissen, was die Wirtschaft bewegt? Hier geht es direkt zu den aktuellsten Beiträgen der WirtschaftsWoche.
Diesen Artikel teilen:
  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%