WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

Wohin mit den Krisengewinnen? So mischen Sie ein krisensicheres Depot

Seite 6/6

Immobilien

Welcher Haustyp sind Sie?
ReihenhausDiese Häuser sehen alle gleich aus und bekommen den Namen dann, wenn drei oder mehr Wohngebäude direkt aneinander grenzen. Weil sie (fast) alle aneinander angrenzen, sind die Heizkosten, aber auch Bau- und Grundstückskosten gering. Quelle: AP
Doppelhaushälfte Ihr größter Vorteil: Sie verursachen weniger Bau- und Unterhaltungskosten als zwei freistehende Einfamilienhäuser. Alle anfallenden Kosten werden durch zwei geteilt. Übrigens auch eine Alternative für Teile von Familien, die zusammen wohnen wollen, irgendwie aber auch trotzdem ihren Freiraum genießen möchten. Quelle: Fotolia
EigentumswohnungDie Eigentumswohnung hat sich vor allem für eine urbane Käuferschicht als eigene Wohnimmobilie oder als ideale Geldanlage in Zeiten der Finanz- und Schuldenkrise entwickelt. Vor allem letzteres ist in mittleren und kleineren Universitätsstädten der Fall.
PlusenergiehausDiese Gebäude sind wahre Kraftwerke: Sie produzieren mehr Energie, als sie selbst verbrauchen. Noch ein Vorteil: Strom, der zu viel ist, wird dem örtlichen Versorgungsnetz zur Verfügung gestellt. Außerdem sind Energiekosten praktisch nicht vorhanden. Die Baukosten allerdings sind höher. Quelle: Plusenergiehaus
"Green Building"Das "grüne Gebäude" ist ein Haus mit möglichst geringem Energieverbrauch. Für die Konstruktion werden ökologische Baustoffe verwendet. Die Vorteile: eine höhere Wirtschaftlichkeit durch niedrigen Energieverbrauch sowie eine fortschrittliche Ökobilanz.
AltbauDer Altbau eignet sich besonders für Freunde von hohen Decken, alten Heizungsanlagen und knarzenden Holzböden. Doch die meist hohen Heizkosten wegen schlechterer Isolierung, einfach verglasten Fenstern und hohen Decken schrecken doch wieder viele ab.
HochhausIm Hochhaus wohnen mehrere Parteien Seite an Seite. Im schlimmsten Fall bekommt man durch die hellhörigen Wände alles mit, was der Nachbar in seiner Wohnung anstellt. Das ist nicht immer lustig. Dieser Bau eignet sich daher vor allem für Studenten und alle diejenigen, die ihr Geld bei der Wohnung sparen wollen. Quelle: ZB

Einer der größten Profiteure der Lehman-Pleite ist der Wohnungsmarkt. Jahrelang hinkten die Preise hierzulande denen in Europa hinterher, real (inflationsbereinigt) sanken sie von 1990 bis 2008 sogar. Das ist mit der Krise schlagartig vorbei (siehe Grafik). Denn die Geldpolitik der Notenbanken (Zinsen runter, Geldmenge rauf) hat Käufern historisch niedrige Zinsen beschert. Zuletzt zogen die zwar wieder etwas an, aber noch immer kostet zum Beispiel eine Hypothek mit zehn Jahren Laufzeit nur rund 2,5 bis 3,0 Prozent.

Immobilienpreisentwicklung

Die Zinsen haben allerdings eine Kehrseite, die oft vergessen wird: Sie schlagen auf die Immobilienpreise durch. Je niedriger der Zins, desto mehr Menschen erwägen einen Kauf. Hinzu kommt, dass Immobilien einen hervorragenden Ruf als Krisenschutz genießen. Dieser Effekt auf die Preise ist zwar schwer messbar, aber er dürfte erheblich sein: Im Zuge der Euro-Krise hat sich die Nachfrage in vielen deutschen Städten vervielfacht. Entsprechend steigen die Preise, zunächst dort, wo das Angebot schon immer knapp war, inzwischen aber flächendeckend.

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Dieses Element gibt es nicht mehr.

Ob die Immobilie nach dem Preisauftrieb noch als Krisenschutz taugt, kommt vor allem auf die Lage an. Wegen ungünstiger Demografie sind manche Objekte auf dem Land in 30 Jahren unverkäuflich. Der gern bemühte Krisenschutz als Sachwert („Kann nicht auf null fallen!“) wird ad absurdum geführt, wenn wegen Leerstands Kosten statt Rendite anfallen. In den Metropolen kann man das zwar fast ausschließen, aber die sind teuer.

Schwierig ist wegen der dort hohen Preise inzwischen das Vermieten zur Kapitalanlage: In den Ballungszentren sind die Mietrenditen bereits kaputt; oft springen netto nur noch zwei Prozent raus. Nichts spricht nach wie vor gegen eine selbst genutzte Immobilie, solange sie solide finanziert ist. Die monatliche Rate (Zins und Tilgung) sollte die letzte Nettokaltmiete oder ein Drittel des Nettoeinkommens nicht übersteigen.

Jetzt auf wiwo.de

Sie wollen wissen, was die Wirtschaft bewegt? Hier geht es direkt zu den aktuellsten Beiträgen der WirtschaftsWoche.
Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
Zur Startseite
Diesen Artikel teilen:
  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%