WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

Wohin mit den Krisengewinnen? So mischen Sie ein krisensicheres Depot

Seite 3/6

Spareinlagen

Die wichtigsten Fakten zum Tagesgeld
Tagesgeld gehört bei deutschen Sparern zu einer der beliebtesten Geldanlagen, schließlich gilt es als eine der sichersten Formen des Sparens. Gleichzeitig bleiben die Sparer flexibel, das Geld ist täglich verfügbar. Das ist gerade für jüngere Anleger ein entscheidender Vorteil. Drohen einmal unvorhergesehene hohe Ausgaben, kann auf die Reserven auf dem Tagesgeldkonto zugegriffen werden. Quelle: gms
Einen Haken gibt es allerdings, denn die Sicherheit des Tagesgeldkontos hat für Anleger ihren Preis. Die Zinsen sind immer weiter gesunken, zieht man die aktuelle Preissteigerung ab, bleiben für Anleger kaum Zinserträge übrig. Im Gegenteil, bei einigen Anbietern sind nach inflationsbereinigt sogar Verluste möglich. Quelle: dpa
Am Markt wimmelt es an Angeboten für Tagesgeldkonten. Mit Hilfe eines Tagesgeldrechners lassen sich die Angebote am besten miteinander vergleichen. Rechner wie der von WirtschaftsWoche Online zeigen nicht nur die besten Angebote für Neukunden, sondern auch für Kunden, die bereits ein Konto bei der jeweiligen Bank haben. Quelle: dpa
Aktuell bietet RaboDirect, die Direktbanktochter der niederländischen Rabobank, mit 1,85 Prozent die höchsten Zinsen für Bestandskunden mit einer Anlagesumme von 10.000 Euro. Für dreimonatige Einlagen in Höhe von 10.000 Euro zahlt die Bank also rund 46 Euro Zinsen und ist damit Spitzenreiter. Quelle: REUTERS
Etwas besser sieht es für Neukunden aus. Hier zahlt Wüstenrot immerhin zwei Prozent Zinsen auf die Einlagen der Sparer. Normalerweise liegen die Zinssätze für Neukunden etwas über denen für Bestandskunden. So soll den Verbrauchern die Eröffnung eines neuen Kontos schmackhaft gemacht werden. Von diesem Neukundenbonus sollten Anleger sich aber nicht blenden lassen, denn nach den ersten Monaten fällt der erzielte Zins normalerweise auf das Niveau der Bestandskunden zurück. Einziger Ausweg: Der erneute Wechsel des Anbieters. Quelle: dpa
Neben der RaboDirect bietet auch die Renault Bank einen Zinssatz von 1,85 Prozent. Erst seit wenigen Tagen bietet die Hausbank des französischen Autoherstellers über ihre deutsche Zweigstelle ein Tagesgeldkonto an. Auch andere Auto-Banken sind auf dem Markt aktiv, beispielsweise die VW-Bank oder die Hausbank von BMW. Quelle: REUTERS
Insgesamt sind auf dem Markt für Tagesgeldkonten viele Auslandsbanken aktiv. Dazu gehören neben der niederländischen ING DiBa auch die Bank of Scotland oder die ebenfalls aus den Niederlanden stammende Moneyou. Die ausländischen Banken bieten in der Regel vergleichsweise hohe Zinsen. Sie sammeln das Geld der deutschen Sparer ein und nutzen es dann zur Refinanzierung. Quelle: dpa

Das Thema Einlagensicherung, vor Lehman nur ein theoretisches, schob sich weit nach vorn. Seit 2011 gilt EU-weit: 100 000 Euro auf Sparbüchern und Giro-, Tages- oder Festgeldkonten sind gesetzlich geschützt. Manche Banken und alle Sparkassen schützen zwar viel höhere Summen, aber ohne Rechtsanspruch.

Die privaten Banken drücken die Einlagensicherung ab 2015 in zehn Jahren schrittweise auf teils ein Viertel der heutigen Sicherungssummen. Selbst bei kleinen Banken bleiben so aber noch Millionen geschützt. Als im März 2013 Zyperns Banken vor dem Aus standen, erneuerte Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre Garantie, Spargelder zu retten. Im Ernstfall müsste aber der Bundestag zustimmen.

Tagesgeld

Die EU gibt den Sicherungssystemen für eine Auszahlung nach einer Pleite derzeit 20 Arbeitstage Zeit. Die EU-Regeln sind für deutsche Sparer wichtig, oft bieten Töchter ausländischer Banken hohe Zinsen. Mit 1,5 Prozent fürs Tagesgeld ragen jetzt etwa Rabo Direct und Renault Bank Direct hervor.

Auch für sie gilt der EU-Mindestschutz, der Kunde müsste sich sein Geld aber von der niederländischen oder französischen Einlagensicherung holen. Eine Alternative sind Geldmarktfonds, sie können als Sondervermögen bei Pleiten nicht verfallen. Viele hatten vor Lehman in Schrottpapiere investiert. Seit 2012 dürfen sie nur Anleihen mit kurzer Restlaufzeit und bester Bonität kaufen.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen

Jetzt auf wiwo.de

Sie wollen wissen, was die Wirtschaft bewegt? Hier geht es direkt zu den aktuellsten Beiträgen der WirtschaftsWoche.
Diesen Artikel teilen:
  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%