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Zinserhöhung Fed ist mit der Zinswende Jahre zu spät dran

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Das Dilemma der Fed

Denn weder ist diese angesichts einer auf den tiefsten Stand seit Oktober 1977 notierenden Erwerbsquote (62,4 Prozent) glaubwürdig, noch dürften selbst im Land der unbegrenzten Möglichkeiten alle die von den Statistikern "ausrangierten" 94,5 Millionen Amerikaner (+13,9 Millionen seit Ende 2008!) die Sonnenseite des American way of life …

...ohne einen Cent Erwerbseinkommen genießen können.

Das sind die Gewinner und Verlierer der Währungsschwäche

Das Dilemma der Fed, den "Märkten" einerseits den Glauben an den US-Statistikzauber nicht nehmen zu dürfen/zu wollen und andererseits den wahren Zustand der US-Wirtschaft aber genau zu kennen, wurde durch die jüngste vom "Markt" bejubelte Aufwärtsrevision der Q3-BIP-Daten von 1,5 Prozent auf 2,1 Prozent p. a. sicherlich nicht kleiner. Denn das, was der "Markt" als Zinserhöhungsargument geliefert bekam, fand seine Ursache vordergründig in der kräftigen Aufwärtsrevision der Lagerbestände, welche die bereits seit geraumer Zeit sichtbare Schwäche der US-Wirtschaft (siehe rückläufige Auftragseingänge oder die stagnierende Industrieproduktion) lediglich bestätigt!

Angesichts der sich immer stärker aufpumpenden Verschuldungsblasen – nach Abwendung der Ende Oktober akut drohenden Zahlungsunfähigkeit der USA wuchs die Staatsverschuldung allein nur im November um 674 Milliarden Dollar (!) an – kann kein Zweifel daran bestehen, dass die Fed mit ihrer "Zinswende" schon Jahre zu spät dran ist. Wer aber will schon freiwillig in die Geschichtsbücher als derjenige eingehen, der nicht nur die selbstverursachte US-Verschuldungsblase zum Platzen gebracht hat, sondern obendrein auch noch die Zinsen just im Moment wirtschaftlicher Schwäche anhebt – natürlich niemand!

Geldanlage



Obwohl die Geldpolitik inzwischen deutlich an ihre Grenzen gestoßen ist, und die globale Anleiheblase mit inzwischen rund 6.000 Milliarden Dollar an negativ (und rund 17.000 Milliarden Dollar unter 1 Prozent) rentierenden Staatsanleihen das Endspiel des überschuldeten Kreditgeldsystems ankündigt, initiierten die Papiergold-Derivateplayer mit Verweis auf den nun sicher kommenden (Mini-)Zinsanstieg einen kräftigen Preisrutsch der Edelmetalle Gold und Silber. Angesichts aber der Konsequenzen, die aus einer US-Zinsanhebung, aber auch aus der notwendigen Vertagung auf den St.-Nimmerleins-Tag resultieren könnten, ist und bleibt Gold (und Silber) erste Wahl.

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    Schließlich könnten sich die letzten Jahre des hemmungslosen Aufschuldens und die Verwandlung der Volkswirtschaften in eine zentralgelenkte Kommandowirtschaft jederzeit als Ruhe "vor dem Sturm" erweisen, dem die Notenbanken nur noch problemverschärfende Schuldenmonetarisierungsprogramme (Inflation) entgegenstellen können. "Wir werden das tun", so EZB-Chef Draghi, „was wir machen müssen, um die Inflation so schnell wie möglich zu erhöhen“ … und ausgerechnet dann soll Gold keinen Sinn machen?

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