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Zugriff auf VermieterlöseP&R-Insolvenzverwalter erringt Etappensieg

Der P&R-Insolvenzverwalter hat direkten Zugriff auf die Vermieterlöse erhalten. Das ist ein wichtiger Fortschritt für die geprellten Anleger. 15.11.2018 - 15:33 Uhr

Das Logo der Containerinvestmentfirma P&R Container Vertriebs und Verwaltungs-GmbH ist vor dem Gebäude des Unternehmens zu sehen.

Foto: dpa

Der Insolvenzverwalter des Container-Vermieters P&R hat einen wichtigen Etappensieg für die geschädigten Anleger erzielt. Michael Jaffe habe nun direkten Zugriff auf die Einnahmen, die das Unternehmen aus der Vermietung der Schiffscontainer an Reedereien und Leasinggesellschaften erzielt, teilte die Kanzlei Jaffes am Donnerstag in München mit.

Die Anteile an der P&R Equipment & Finance Corp im schweizerischen Zug, bei der die Mieteinnahmen landen, lagen bisher beim Firmengründer Heinz R., der seit September wegen Betrugsverdachts in Untersuchungshaft sitzt. Nun habe R. diese über eine Verpfändung an die deutschen P&R-Firmen abgegeben.

Jaffe versucht das Schweizer Unternehmen aus der Insolvenz herauszuhalten, damit dessen Einnahmen weiterhin den 54.000 Anlegern zugute kommen können. „Wichtig ist vor allem, dass der Geschäftsbetrieb völlig ungestört weiterläuft, alle laufenden Zahlungen geleistet werden können und sichergestellt ist, dass die dort eingehenden Gelder über die deutschen Insolvenzverfahren die Anleger verteilt werden können“, sagte Jaffe.

Insolvente Containerfirma

P&R-Gläubiger brauchen Geduld

P&R war im März in die Insolvenz gerutscht. Inzwischen ist klar, dass sich die Unternehmensgruppe seit 2010 nur über ein Schneeballsystem über Wasser gehalten hatte. Von 1,6 Millionen Containern, in die die P&R-Anleger 3,5 Milliarden Euro investiert hatten, existierten tatsächlich nur gut 600.000. Jaffe versucht, einen Teil der Anlagen zu retten, indem er das Vermietungsgeschäft weiter betreibt und die Container dann verkauft.

Die Staatsanwaltschaft München, die wegen Betrugs ermittelt und den Schaden auf bis zu zwei Milliarden Euro schätzt, hat nach eigenen Angaben ihre Kollegen in Zug um Rechtshilfe ersucht.

rtr
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