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Gesetzliche Krankenkassen

Die nächste Kasse, bitte!

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Diese Gemengelage wird von der gesamten Branche aufmerksam beobachtet, denn sie wird sich in den nächsten Jahren in der gesamten Republik wiederholen. Der Mechanismus: Die Kunden brauchen überdurchschnittlich viel medizinische Leistungen, die Kasse fordert deshalb einen Zusatzbeitrag. Was dazu führt, dass immer mehr Versicherte dieser Kasse ihr günstigeres Heil bei einer billigeren Konkurrenz suchen.

Gerade erst erklärte die Deutsche BKK, ein Zusammenschluss der BKKen von Volkswagen, Post und Telekom und damit eine der größten Betriebskrankenkassen, dass sie im vergangenen Jahr 15 Prozent ihrer Versicherten verloren hat. Die deutsche BKK erhebt seit Februar 2010 einen Zusatzbeitrag von 8 Euro – 140.000 Versicherte kehrten ihr daraufhin den Rücken zu.

Erste Warnsignale

GKV-Kunden tun gut daran, rechtzeitig auf erste Warnsignale bei ihrer Kasse zu achten wie überdurchschnittliche Zusatzbeiträge oder/und sich häufende Absagen bei an Kostenübernahmen. Je eher der Wechsel, desto leichter.

Noch versorgen in Deutschland knapp 150 gesetzliche Krankenkassen rund 72 Millionen Menschen. Gesundheitsexperten erwarten, dass auf Dauer nur 30 bis 40 Anbieter überleben werden – was sich nach ihrer Meinung dank größerer Marktmacht und niedrigeren Verwaltungskosten positiv auf die Kostenentwicklung in der GKV auswirken dürfte.

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