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Goldexperte Stöferle Gold: "Erst Bulle, dann Bubble"

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Die größte Goldmünze weltweit Quelle: rtr

Sie würden das Papiergeldmonopol der Regierungen abschaffen?

Ja. Nur weil Privateigentum an Produktions- und Konsumgütern erworben werden kann, kann man ja noch nicht von einer freien Marktwirtschaft sprechen. Die andere unerlässliche Komponente wäre die freie Wahl des Zahlungsmittels.

Warum?

Weil die automatisch zu einer gerechteren Realgüterverteilung führte. Denn ohne Leistung, die vom Markt gewünscht ist, gäbe es keine Chance in den Besitz des marktgängigsten Tauschmittels zu kommen. Ein Markt, basierend auf einem freien Tauschmittel, wäre die Kontrollinstanz zum Wohle aller. Das geringste Aufflackern von Misswirtschaft würde im Keim erstickt. Somit wäre ein Leben auf Kosten anderer nicht möglich.

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    Anlageblasen könnte es auch dann noch geben.

    Schon, aber sie blieben überschaubar und wenn sie platzten, ließen sich die Kosten nicht per Dekret auf die Gesellschaft abwälzen.

    Steckt Gold schon in einer Anlageblase?

    Unterscheiden Sie zwischen Bubble und Bullenmarkt. Derzeit sind knapp 0,8 Prozent des weltweiten Finanzvermögens in Gold, Goldaktien und börsennotierten Goldfonds angelegt. 1932 lag die Quote bei 20 Prozent, im letzten Bullenmarkt Anfang der Achtzigerjahre bei 26 Prozent. Stiege die Quote auf zwei Prozent, dann bedeutete das zusätzliche Nachfrage von 85 000 Tonnen oder der Minenproduktion von knapp 34 Jahren.

    Das sind Zahlenspiele.

    Gewiss, aber sie zeigen, wie unbegründet der Mythos von einer Goldblase ist. Einer alten Weisheit nach sieht man spekulative Blasen ohnehin stets dort, wo man selbst nicht investiert ist. Gold steht vor einer neuen Phase des Bullenmarktes, die in einen extrem steilen Preisanstieg münden wird. Erst nachdem wir den gesehen haben, können wir uns über eine Goldblase unterhalten. 

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