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50 Großstädte im Test Was Hamburg zum Sieger macht

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Preise steigen langsamer

In welchen Städten es an Wohnungen fehlt
LondonDer Londoner Bürgermeister Boris Johnson will mit harten Mitteln den Wohnungsmangel bekämpfen: Er will auf dem Gelände des Flughafens Heathrow ein Wohngebiet für rund 250.000 Menschen bauen lassen. Um den Plan zu realisieren, soll das Gelände für rund 19 Milliarden Euro aufgekauft und bebaut werden. Dafür sollen neue Flughäfen am Rande der Stadt entstehen. Das berichtet die Zeitung "Die Welt". Doch London ist nicht die Stadt, in der es einen starken Wohnungsmangel gibt. Auch in deutschen Großstädten fehlt es an Immobilien. Quelle: REUTERS
In neuem Licht erstrahlt das Münster in Freiburg am Donnerstag Quelle: dpa
Eine Frau fährt am Mittwoch auf einem Fahrrad in Karlsruhe vor dem Schloss durch eine Lindenallee Quelle: dapd
Der Sitz des Verteidigungsministeriums in Bonn auf der Hardthöhe Quelle: dpa
Vor der Rathaus-Kulisse und dem NORD/LB Gebäude (r) tummeln sich am Sonntag Menschen auf dem zugefrorenen Maschsee in Hannover Quelle: dpa
Ein Frachter fährt am Dienstag im Rhein bei Düsseldorf Quelle: dpa
Der Kölner Dom, aufgenommen bei Nacht mit dem Museum Ludwig Quelle: dpa

Peter Wagner vom Maklerverband IVD Nord sieht allerdings in Hamburg bereits den Zenit des Immobilien-Hypes erreicht: “Im Geschäft mit größeren Mietshäusern, wo Profis untereinander handeln, steigen die Kaufpreise seit Ende des vergangenen Jahres langsamer.“ Meist liefen diese Deals dem übrigen Immobilienmarkt voraus und haben sich in der Vergangenheit als guter Indikator erwiesen.

Inzwischen stagnierten die Vervielfältiger für Renditeobjekte in Spitzenlagen, etwa Othmarschen und Rothenbaum beim 20 bis 21-fachen der Nettokaltmiete auf ihrem Allzeithoch, rechnet Oliver Moll von Moll & Moll Zinshaus in Hamburg vor.

Gutachter Schlüter glaubt nicht, dass es sich um eine Blase handelt, die zu Platzen droht: „Kaufpreise und Mieten werden wohl auch in den kommenden zwei bis drei Jahren steigen, weil der Zuzug nach Hamburg anhält und zu wenig neue Wohnungen gebaut werden.“ Bis 2027 sollen zusätzlich 75.000 Menschen die Hansestadt bevölkern.

Der Hype in den teuren Innenstadtlagen um die Alster, Harvestehude, Rothenbaum und Uhlenhorst, verdrängt Mieter in angrenzende Viertel. Für die Betroffenen, die Mieten um die 14 Euro je Quadratmeter nicht mehr zahlen können, ist dies ein Ärgernis.

Stadtteile mit Chancen

Für Anleger, die nach günstigeren Einstiegsmöglichkeiten suchen, ist diese Art der Verdrängung auch eine Chance. Wer aus der ersten Wohnreihe verdrängt wird, sucht sich ein Quartier ganz in der Nähe, beispielsweise im Südteil Barmbeks, östlich der Alster. Eigentumswohnungen sind dort im Schnitt für 2300 Euro je Quadratmeter zu haben — mit Potenzial nach oben. Die Wirtschaftwoche hat in ihrem Immobilien-Ranking auch die einzelnen Stadtteile von Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln, München bewertet (siehe Tabellen)

Wer etwas mehr Risiko auf sich nehmen will, kann auf den Aufschwung im Hamburger Süden, beispielsweise in den wassernahen Lagen von Wilhelmsburg, wetten. Eigentlich ist die Wohninsel zwischen Hamburgs Hafenanlagen ein Arbeiterquartier. Die Hafencity hat jedoch vielen Anlegern Appetit auf Wohnen am Wasser gemacht.

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