WiWo App Jetzt gratis testen!
Anzeigen

50 Großstädte im Test Was Hamburg zum Sieger macht

Wie lange hält der Boom am Häuser- und Wohnungsmarkt noch? Zumindest für den Sieger im Vergleich von 50 Großstädten sieht es gut aus. Über Hamburg und die Auf- und Absteiger im Immobilienmarkt-Ranking.

Hamburg

Der Sieger des exklusiven Rankings ist die Hansestadt Hamburg. Das Verhältnis von Chancen zu Risiken ist hier am besten. Dabei spielen nicht nur die direkten Kennzahlen des Immobilienmarktes (etwa der Leerstand) eine Rolle. Langfristig haben vor allem die Wirtschafts- und Bevölkerungsentwicklung großen Einfluss auf die Nachfrage und damit auch Mieten und Kaufpreise.

Platzt die Immobilienblase in Hamburg?

Der Kiez ist wieder in. Nicht nur Schauspieler Jan Fedder wohnt auf St. Pauli. Auch andere Hamburger mit großem Geldbeutel zieht es in die Nähe der Reeperbahn. „Selbst Familien mit Kindern wollen dort Wohnungen kaufen“, sagt Immobiliengutachter Lars Schlüter. Seine eigenen Kinder würde er nicht in der Nachbarschaft des Rotlichtviertels aufwachsen sehen wollen.

Aufsteiger und Absteiger im Immobilien-Ranking
Bochum Quelle: Presse
Wiesbaden Quelle: dpa
Freiburg Quelle: dpa
Halle (Saale) Quelle: GNU
Leipzig Quelle: dpa
Nürnberg Quelle: dpa
Krefeld Quelle: GNU

St. Pauli habe sich zwar zum In-Viertel gewandelt, Prostitution, Drogen und Gewalt seien aber nicht verschwunden.

Wirklich abschrecken tut dies nur wenige. Inzwischen zahlen Käufer von Eigentumswohnungen im Schnitt 3400 Euro – und dass obwohl die Preis-Kaufkraft-Relation sehr schlecht ist. Viele Käufer spekulieren darauf, dass St. Pauli mehr Gutverdiener anziehen wird; ähnlich wie im einstigen Problemviertel St. Georg. Dort residieren im teuren Loft-Quartier „Saint George“ Promis wie Götz George.

Mehr zu den Immobilienmärkten einzelner Städte:

Der Boom auf dem Kiez ist Teil eines Immobilien-Hypes, der inzwischen alle begehrten Viertel Hamburgs erfasst hat. „Mitunter werden auch stark renovierungsbedürftige Immobilien weit über Verkehrswert verkauft“, sagt Immobiliengutachter Uwe Loose. Selbst bei Zwangsversteigerungen gingen Häuser mit Zuschlägen von bis zu 40 Prozent auf den Verkehrswert weg.

Normal sei ein Abschlag von 20 bis 30 Prozent auf den Verkehrswert. „Zuletzt Ende der 80er Jahre, Anfang der 90er Jahre war der Hamburger Wohnimmobilienmarkt so überhitzt“, sagt Loose.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%